Deutscher Fernsehpreis

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Der Deutsche Fernsehpreis ist ein Fernsehpreis, der im Oktober 1998 von den Fernsehsendern Das Erste, ZDF, RTL und Sat.1 beschlossen wurde. Die erste Verleihung fand am 2. Oktober 1999 in Köln statt.

Die bisher letzte Verleihung fand am 13. Januar 2016 in Düsseldorf statt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1983 bis 1998 wurde jährlich der Fernsehpreis Telestar verliehen. Zunächst führte der WDR ihn alleine durch. Erst ab 1985 wurde er gemeinsam mit dem ZDF durchgeführt. Nach der Einstellung des Hörfunk- bzw. Fernsehpreises Löwe von Radio Luxemburg im Jahre 1995 übernahm der Fernsehsender RTL dann ein Jahr später den Namen für seinen neuen Fernsehpreis Goldener Löwe, der von 1996 bis 1998 vergeben wurde.

Beiden Preisen wurde vorgeworfen, dass die Sender ihre jeweils eigenen Leistungsträger bevorzugt auszeichnen würden.[1] Deshalb wurde im Oktober 1998 von den großen öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern Das Erste und ZDF sowie von den größten privaten Fernsehsendern RTL und Sat.1 beschlossen, dass sie eine gemeinsame Auszeichnung vergeben wollen.[1] Somit gingen die beiden ehemaligen Fernsehpreise Telestar und Goldener Löwe im Deutschen Fernsehpreis auf. Das Ziel ist bzw. war, dass der Deutsche Fernsehpreis international vergleichbare Bedeutung erlangt wie der „Emmy“ oder der „Oscar“.[1]

Die erste Verleihung fand am 2. Oktober 1999 in Köln statt. Die Preisverleihung fand seit 1999 jedes Jahr Ende September bzw. Anfang Oktober statt, alle Preise wurden im Kölner Coloneum vergeben.

Reform 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer umfangreichen Reform wurden im Vorfeld der Verleihung 2010 alle anderen persönlichen Kategorien (u.a. für Nebendarsteller und Regisseure) bis auf die beiden Hauptdarsteller-, Sonder-, Ehren- und Förderpreise gestrichen, andererseits aber ein Jury- und ein Publikumspreis hinzugefügt. Das gab WDR-Intendantin Monika Piel, die damalige Vorsitzende des Stifterkreises, bekannt.[2] Die Streichaktion löste Proteste der Filmschaffenden aus, die in den Änderungen eine „beispiellosen Abwertung der Fiktion“ sehen. In einem dringenden Appell riefen sie die Stifter auf, diese Veränderungen zu überdenken und damit einer „Missachtung der Urheber und Gestalter der Filme, Sendungen und Serien“ entgegenzuwirken.[3][4] Im Vorfeld der Preisverleihung 2011 ließen die Veranstalter verlauten, dass sie an der Konzeptänderung und somit am gekürzten Kategoriensystem festhalten wollten.[5] In der Folge der Entscheidung gründeten etliche Berufsverbände der Filmwirtschaft die Deutsche Akademie für Fernsehen, die von den Kreativen aus den einzelnen Filmgewerken getragen wird und bei deren jährlichen Auszeichnung, vergleichbar mit dem Emmy, die Preisträger von den Kollegen aus dem jeweiligen Filmgewerk nominiert und gewählt werden.[6]

Auflösung des Preises und Reform 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2014 wurde bekannt, dass der Gesellschaftervertrag zwischen ARD, ZDF, RTL und Sat.1 gekündigt wurde und es somit nach 2014 keinen weiteren Deutschen Fernsehpreis mehr geben wird.[7] Verhandlungen zwischen den Stiftern im August 2015 ergaben, dass der Deutsche Fernsehpreis 2016 als Neujahrstreffen der Fernsehbranche mit neuem Konzept in den Düsseldorfer Rheinterrassen stattfinden wird, das nicht im Fernsehen übertragen wird.[8] Zudem werden ehemalige Kategorien wieder vergeben.

Besondere Vorfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einen Eklat gab es 2008, als Marcel Reich-Ranicki in der Gala den ihm zugedachten Fernsehpreis ablehnte. Er wollte damit vor allem auf die seiner Meinung nach miserable Qualität des deutschen Fernsehens hinweisen.[9]

Kriterien der Preisverleihung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Absicht des Deutschen Fernsehpreises ist es, die Qualität des deutschen Fernsehprogramms zu fördern und hervorragende Leistungen für das Fernsehen zu würdigen. Kriterien und Prozedere sind in einem Statut geregelt.

Für den Preis qualifizieren sich alle Fernsehproduktionen deutschen Ursprungs oder mit maßgeblicher kreativer und wirtschaftlicher Mitwirkung deutscher Auftraggeber, die zwischen dem 1. September des jeweiligen Vorjahres und dem 31. August des laufenden Jahres bundesweit ausgestrahlt wurden. In jeder Preiskategorie werden nicht früher als vier Wochen vor der Verleihung jeweils drei bis fünf Nominierungen bekanntgegeben. Jeder Nominierte erhält eine Urkunde. Die Preisträger erhalten die Preisskulptur und eine Urkunde. Abgesehen von den Förderpreisen sind die Preise nicht dotiert. Außerdem können Preise wie der Sonderpreis, Förderpreise oder der Ehrenpreis der Stifter ohne vorherige Nominierung vergeben werden.

Jury[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Nominierungen und Preisträger entscheidet eine unabhängige Jury, die aus neun bis zwölf Mitgliedern besteht, die für jeweils zwei Jahre berufen wird, wobei eine Wiederberufung nach diesem Zeitraum möglich ist. Die Mitglieder der Jury dürfen zu Rundfunk- und Fernsehanbietern in keinem arbeitsrechtlichen Verhältnis stehen.

Die folgende Tabelle ist eine Aufzählung aller Jurymitglieder.

Jahr Vorsitzende stellvertretende Vorsitzende weitere Jurymitglieder
1999 Jury:
Peter Gerlach
Vorauswahlkommission:
Heinz Ungureit
k.A. Jury:
Stefan Aust, Marc Conrad, Nico Hofmann, Ulrike Kriener, Giovanni di Lorenzo, Norbert Schneider
Vorauswahlkommission:
Lutz Hachmeister, Uwe Kammann, Jan Josef Liefers, Vivian Naefe, Barbara Sichtermann, Klaudia Wick1
2000 Lutz Hachmeister Klaudia Wick1 Stefan Aust, Marc Conrad, Nico Hofmann, Uwe Kammann, Ulrike Kriener, Jan Josef Liefers, Giovanni di Lorenzo, Vivian Naefe, Dr. Norbert Schneider, Barbara Sichtermann
2001 Lutz Hachmeister Klaudia Wick1 Stefan Aust, Marc Conrad, Uwe Kammann, Ulrike Kriener, Sandra Maischberger, Barbara Sichtermann, Dr. Norbert Schneider, Natalia Wörner
2002 Lutz Hachmeister Klaudia Wick1 Stefan Aust, Marc Conrad, Uwe Kammann, Ulrike Kriener, Giovanni di Lorenzo, Sandra Maischberger, Mischa Hofmann, Dr. Norbert Schneider, Barbara Sichtermann, Natalia Wörner
2003 Helmut Markwort Gisela Marx Alexander Gorkow, Mischa Hofmann, Ann-Kathrin Kramer, Mark Schlichter, Sybille Simon-Zülch, Udo Wachtveitl, Volker Weicker
2004 Helmut Markwort Gisela Marx Mischa Hofmann, Ann-Kathrin Kramer, Hubertus Meyer-Burckhardt, Roland Suso Richter, Thomas Schadt, Sybille Simon-Zülch, Udo Wachtveitl, Volker Weicker, Klaudia Wick1
2005 Klaudia Wick1 Thomas Schadt Alexander Adolph, Markus Brunnemann, Ulrike Folkerts, Stefan Niggemeier, Roland Suso Richter, Heike Richter-Karst, Marcel Rosenbach
2006 Klaudia Wick Thomas Schadt Alexander Adolph, Dieter Anschlag, Markus Brunnemann, Martin Eigler, Sandra Maischberger, Christiane Paul, Heike Richter-Karst, Marcel Rosenbach, Volker Weicker
2007 Klaudia Wick Thomas Schadt Alexander Adolph, Dieter Anschlag, Christian Becker, Martin Eigler, Heike Richter-Karst, Marcel Rosenbach, Michael Scholten, Barbara Schöneberger, Volker Weicker
2008 Lutz Carstens k.A. Dieter Anschlag, Christian Becker, Bettina Böttinger, Sophie von Kessel, Miriam Meckel, Heike Richter-Karst, Barbara Schöneberger, Klaudia Wick
2009 Bettina Böttinger Miriam Meckel Dieter Anschlag, Tim Bergmann, Lutz Carstens, Christian von Castelberg, Christoph Keese, Beatrice Kramm, Klaudia Wick
2010 Bettina Böttinger Christoph Keese Dieter Anschlag, Tim Bergmann, Wigald Boning, Lutz Carstens, Ralf Husmann, Beatrice Kramm, Klaudia Wick
2011 Christoph Keese Christiane Ruff Dieter Anschlag, Else Buschheuer, Lutz Carstens, Ralf Husmann, Leopold Hoesch, Hans-Werner Meyer, Klaudia Wick
2012 Christiane Ruff Klaudia Wick Dieter Anschlag, Else Buschheuer, Lutz Carstens, Annette Frier, Leopold Hoesch, Christoph Keese, Torsten Körner
2013 Christiane Ruff Klaudia Wick Miguel Alexandre, Dieter Anschlag, Barbara Auer, Lutz Carstens, Leopold Hoesch, Torsten Körner, Michael Kessler
2014 Torsten Körner Lutz Carstens Dieter Anschlag, Leopold Hoesch, Caroline Peters, Christiane Ruff, Volker Weicker, Klaudia Wick
2015 keine Verleihung des Deutschen Fernsehpreises
2016 Lutz Carstens Beatrice Kramm Steffen Hallaschka, Jakob Krebs, Ulrike Kriener, Jan Köppen, Thomas Lückerath, Peter Nadermann, Nicole Rosenbach, Wilfried Urbe, Volker Weicker

1 Bis 2005 hieß Klaudia Wick mit Nachnamen Brunst.

Sender, die Fernsehproduktionen selbst herstellen oder herstellen lassen und die bundesweit empfangbar sind, können der Jury jeweils zwei bis drei Vorschläge pro Kategorie unterbreiten. Darüber hinaus können die Jurymitglieder in allen Kategorien unbeschränkt Vorschläge einbringen. Auch Fachverbänden können ein Vorschlagsrecht eingeräumt werden.

Aus allen Vorschlägen werden per Mehrheitsentscheid drei oder fünf Nominierungen und daraus von der Jury dann die Preisträger gewählt.

Kategorien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

aktuelle Kategorien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle ist eine Aufzählung aller Kategorie, die zurzeit verliehen werden. Da im Laufe der Jahre die Bezeichnungen der Kategorien sich veränderten, wird die aktuelle Bezeichnung fett geschrieben.

Kategorie Zeitraum der Verleihung
Bester Fernsehfilm/Bester Mehrteiler
Bester Fernsehfilm
Bester Mehrteiler
Bester Mehrteiler Dokumentation
1999 bis 2008
2009 bis 2014, 2016
2009 bis 2013
2014
Beste Serie
Beste Serie / Beste Schauspieler Serie
1999 bis 2000, 2002 bis 2005, 2007 bis 2014, 2016
2001, 2006
Beste Reportage
Beste Dokumentation/Bester Dokumentarfilm
Beste Dokumentation
Beste Dokumentation/Reportage
1999 bis 2014
1999
2000 bis 2014
2016
Beste Informationssendung
Beste Moderation Information
Beste Informationssendung/Beste Moderation Information
Beste Informationssendung: Beste Wissenssendung
Beste Moderation Information: Bester Auslandsreporter
Beste Informationssendung/Moderation
Beste Information
Beste Information: Berichterstattung zur Flüchtlingskrise
Beste persönliche Leistung Information
1999, 2003, 2005 bis 2007
1999, 2003, 2005 bis 2007
2000 bis 2002, 2004
2008
2008
2009
2010 bis 2014
2016
2016
Beste Show
Beste Unterhaltungssendung
Beste Unterhaltungssendung/Beste Moderation Unterhaltung
Beste Moderation Unterhaltung
Beste Unterhaltungssendung/Beste Show
Beste Moderation Unterhaltung: Late Night
Beste Unterhaltungssendung/Moderation
Bestes Dokutainment
Beste Unterhaltung
Beste Unterhaltung Doku
Beste Unterhaltung Show
Beste Unterhaltung Doku / Dokutainment
Beste Unterhaltung Primetime
Beste Moderation Unterhaltung
Beste Unterhaltung Late Night
Bestes Factual Entertainment
1999
1999 bis 2000, 2003
2001 bis 2002, 2004 bis 2007
2003
2008
2008
2009
2010, 2014
2010 bis 2011, 2014
2011
2012 bis 2013
2012 bis 2013
2016
2016
2016
2016
Beste Sportsendung
Bester Sportjournalismus
1999 bis 2014
2016
Beste Comedy-Sendung/Beste Moderation Unterhaltung
Beste Comedy
Beste Comedy-Sendung
Beste Comedy/Kabarett
2000
2001 bis 2002, 2004 bis 2014
2003
2016
Beste Talksendung 2016
Bester Schauspieler Hauptrolle Fernsehfilm/Mehrteiler
Bester Schauspieler Hauptrolle
Bester Schauspieler Fernsehfilm
Bester Schauspieler
1999 bis 2001
2002 bis 2003, 2009
2004 bis 2006
2007 bis 2008, 2010 bis 2014, 2016
Beste Schauspielerin Hauptrolle Fernsehfilm/Mehrteiler
Beste Schauspielerin Hauptrolle
Beste Schauspielerin Fernsehfilm
Beste Schauspielerin
1999 bis 2001
2002 bis 2003, 2009
2004 bis 2006
2007 bis 2008, 2010 bis 2014, 2016
Beste Regie Serie
Beste Regie Fernsehfilm/Mehrteiler
Beste Regie
1999
1999 bis 2006
2007 bis 2009, 2016
Bestes Buch Serie
Bestes Buch Fernsehfilm/Mehrteiler
Bestes Buch
1999
1999 bis 2006
2007 bis 2009, 2016
Beste Musik 1999 bis 2009, 2016
Beste Kamera 1999 bis 2009, 2016
Bester Schnitt 1999 bis 2009, 2016
Bestes Szenenbild
Beste Kostüme
Beste Ausstattung (Szenenbild und/oder Kostüm)
Beste Ausstattung (Szenenbild/Kostümbild)
Beste Ausstattung
Beste Ausstattung (Bühnenbild/Studiodesign)
Beste Ausstattung (Fernsehfilm)
Beste Ausstattung (Szenenbild und Kostümbild)
1999
1999
2000 bis 2001
2002
2003 bis 2005, 2016
2006
2006
2008 bis 2009
Förderpreis 1999 bis 2014, (2016)
Ehrenpreis der Stifter 1999 bis 2014, (2016)
Sonderpreis 1999, 2002, 2007, (2016)

ehemalige Kategorien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mariele Millowitsch, die einzige Preisträgerin in der Kategorie Beste Schauspielerin Sitcom
Walter Sittler, der einzige Preisträger in der Kategorie Bester Schauspieler Sitcom
Frederik Pleitgen, der im Jahre 2011 mit einer Lobenden Erwähnung geehrt wurde.

Kategorien, die nicht mehr verliehen werden:

Kategorie Zeitraum der Verleihung
Beste Kindersendung 1999
Beste ausländische Sendung 1999
Bester Schauspieler Hauptrolle Serie
Beste Schauspielerin Hauptrolle Serie
Bester Schauspieler Serie
Beste Schauspielerin Serie
Beste Schauspieler Serie
1999 bis 2000
1999 bis 2000
2002 bis 2004
2002 bis 2004
2005
Bester Schauspieler Nebenrolle
Beste Schauspielerin Nebenrolle
Beste Schauspieler Nebenrolle
1999 bis 2006, 2008 bis 2009
1999 bis 2006, 2008 bis 2009
2007
Fernsehereignis des Jahres 2002
Beste tägliche Sendung
Beste tägliche Sendung (Service)
Beste tägliche Serie
2002 bis 2003
2004
2005
Bester Schauspieler Sitcom 2003
Beste Schauspielerin Sitcom 2003
Beste Sitcom 2003 bis 2007
Publikumspreis
Publikumspreis „Beste tägliche Serie“
Publikumspreis „Bester Entertainer“
Publikumspreis „Bestes Frühstücksfernsehen/Morgenmagazin“
Publikumspreis „Beste Nachrichtensendung“
Publikumspreis „Beste/Bester Show-Moderator(en)“
2003
2010
2011
2012
2013
2014
Beste Krimi-Reihe 2005
Freie Personalkategorie: Bester TV-Berater 2007
Freie Formatkategorie: Beste Kochshow
Freie Formatkategorie: Beste Reality-Sendung
2007
2008
Freie Kategorie: Beste Visuelle Effekte 2008
Besondere Leistung Fiktion
Besondere Leistung Unterhaltung
Besondere Leistung Information
Besondere Leistung
2010 bis 2012
2010 bis 2012
2010 bis 2012
2013
Lobende Erwähnung 2011

Ausrichter und Moderation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes Jahr ist ein anderer der beteiligten Sender Ausrichter der Verleihung. Der Ausrichter der Verleihung des jeweiligen Jahres entscheidet, wer die Verleihung moderiert. Bei der ersten Verleihung 1999 durften alle beteiligten Sender je ein/e Moderator/in nennen.

Der Ausrichterhythmus ist folgendermaßen: RTLZDFSat.1Das Erste.

Bisher haben 17 Männer und 7 Frauen die Verleihung moderiert. Nur einmal wurde die Verleihung zu viert (1999) und zu dritt (2014) moderiert. Siebenmal wurde die Verleihung von nur einer Person moderiert bzw. fünfmal von einem Mann und zweimal von einer Frau. Achtmal wurde die Verleihung von einem Duo moderiert. Siebenmal von einem Frau-Mann-Duo und einmal von einem Männerduo (2012).

Die meisten Verleihungen moderierten Anke Engelke (2001, 2005, 2009) und Sandra Maischberger (2002, 2010, 2014).

Anke Engelke (Berlin Film Festival 2010).jpg 2015-06-13 Ich stelle mich Gysi Sandra Maischberger.jpg
Anke Engelke (links) und Sandra Maischberger (rechts) moderierten jeweils drei Mal den deutschen Fernsehpreis.
Jahr Datum Sender Moderation
1999 2. Oktober RTL Jochen Busse, Johannes B. Kerner, Gabi Bauer und Kai Pflaume
2000 7. Oktober ZDF Ulla Kock am Brink
2001 6. Oktober Sat.1 Anke Engelke und Hape Kerkeling
2002 5. Oktober Das Erste Sandra Maischberger und Dirk Bach
2003 27. September RTL Günther Jauch
2004 9. Oktober ZDF Thomas Gottschalk
2005 15. Oktober Sat.1 Anke Engelke und Hugo Egon Balder
2006 20. Oktober Das Erste Jörg Pilawa
2007 29. September RTL Marco Schreyl
2008 11. Oktober ZDF Thomas Gottschalk
2009 26. September Sat.1 Anke Engelke und Bastian Pastewka1
2010 9. Oktober Das Erste Sandra Maischberger und Kurt Krömer
2011 2. Oktober RTL Marco Schreyl und Nazan Eckes
2012 2. Oktober ZDF Oliver Welke und Michael Haubold2
2013 2. Oktober Sat.1 Oliver Pocher und Ilka Bessin3
2014 2. Oktober Das Erste Sandra Maischberger, Hans Sigl und Klaas Heufer-Umlauf[10]
2015 keine Verleihung des Deutschen Fernsehpreises
2016 13. Januar RTL4 Barbara Schöneberger

1 Anke Engelke & Bastian Pastewka moderierten im Jahr 2009 in der Rolle des Volksmusik-Duos Wolfgang & Anneliese
2 Michael Haubold moderierte 2012 in der Rolle des sächsischen Besserwissers Olaf Schubert
3 Ilka Bessin moderierte 2013 in der Rolle der übergewichtigen Langzeitarbeitslosen Cindy aus Marzahn
4 keine Live-Ausstrahlung im Fernsehen; Einsfestival zeigte am 14. Januar 2016 abends eine halbstündige Zusammenfassung

Die Trophäe nach der Verleihung 2012 in den Händen von Martina Hill.

Die Trophäe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Trophäe ist ein 30 cm großer Obelisk.[11] Der Obelisk besteht aus einem Glaskörper, der für ein Gewicht von ca. 1,9 bis 2 kg sorgt.[11] Im Obelisken ist ein mit modernster Lasertechnik erzeugter dreidimensionaler Fernsehbildschirm gelasert.[11]

Der Entwurf zu der Trophäe stammt aus dem Peter Schmidt Studio Hamburg und hergestellt wird er von der Glas-Firma Rastal in Höhr-Grenzhausen (Rheinland-Pfalz).[11]

Noch während die Verleihung läuft, werden die Namen der Gewinner mit einem mobilen Gravursystem in den Pokal gelasert.[11]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den letzten Jahren wurde die Kritik am Fernsehpreis immer wieder stark. Zum Einen waren die Filmschaffenden mit dem 2010 eingeführten Publikumspreis nicht zufrieden und die Privatsender äußerten ihren Unmut über die unklaren Verleihungsmaßstäbe der Kategorien. [12]

Doch waren dies nicht die einzigen Kritikpunkte. Fast jedes Jahr wurden die Kategorien verändert, die Privatsender beschwerten sich, weil sie bei der Preisvergabe oft leer ausgingen, die Öffentlich-Rechtlichen empfanden die ausgezeichneten Sendungen häufig als nicht preiswürdig.[13]

Die Branche empörte sich zudem, als die Preise nicht mehr in einzelnen Kategorien wie Regie, Kamera, Schnitt, Musik und Ausstattung vergeben wurden, sondern nur noch für Filme, Teams und Schauspieler. So wurde seit 2010 über einen alternativen Fernsehpreis nachgedacht – die Akademie für Fernsehen richtet ihn aus.[13]

Kritik zur Verleihung 2013:

„Die Richtigen gewinnen, aber die Show ist öde. Niemals in der an Tiefpunkten reichen Geschichte des Deutschen Fernsehpreises wurde eine Gala derart lieblos heruntergerattert. Möglich, dass es nach 2014 keinen Preis in dieser Form mehr geben wird.“

Süddeutsche Zeitung.de[14]

„DEkelhaft satt: Galt die Verleihung des Fernsehpreises vor zwei Jahren schon als Ausflug in die Untiefen des Niveaus, so wurde es dieses Mal eine noch längere Reise.“

Süddeutsche Zeitung.de[15]

2007 erhielt das Organisationsbüro des Deutschen Fernsehpreises den Preis der beleidigten Zuschauer für den „Kauf“ von „Fans“ zur Verleihung 2006 in Köln-Ossendorf.

Siehe hier über die Kritik, die Marcel Reich-Ranicki live in der Verleihung 2008 äußerte.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deutscher Fernsehpreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Vier Vorstände beriefen die Stifter. In: deutscher-fernsehpreis.de, 17. September 1999. Abgerufen am 24. Dezember 2015. 
  2. "Deutscher Fernsehpreis" wird reformiert. auf: wunschliste.de
  3. Kritik am "Deutschen Fernsehpreis" hält an. auf: wunschliste.de (Bericht über die Proteste der Filmschaffenden)
  4. Autoren üben scharfe Kritik am "Deutschen Fernsehpreis". (Bericht über die Proteste der Filmschaffenden)
  5. RTL überträgt "Deutschen Fernsehpreis" im Oktober auf wunschliste.de (Bericht über die bevorstehende Preisverleihung 2011 sowie das beibehaltene, gekürzte Kategoriensystem)
  6. Deutsche Akademie für Fernsehen e.V.. 1. Dezember 2015. Abgerufen am 1. Dezember 2015.
  7. DWDL.de - Beschlossen: Der Deutsche Fernsehpreis ist tot. In: dwdl.de. 22. Februar 2014, abgerufen am 22. Februar 2014.
  8. Hartmut Schultz: Neuer Deutscher Fernsehpreis 2016 als Neujahrstreffen der Fernsehbranche am 13. Januar 2016 in den Düsseldorfer Rheinterrassen. In: Der Deutsche Fernsehpreis. 21. August 2015, abgerufen am 11. Oktober 2015.
  9. Martin U. Müller: Eklat bei Gala: Reich-Ranicki lehnt Deutschen Fernsehpreis ab. auf: Spiegel Online. 11. Oktober 2008 (abgerufen am 16. September 2009)
  10. Ein Trio moderiert den Deutschen Fernsehpreis 2014 auf dwdl.de, abgerufen am 12. September 2014
  11. a b c d e Deutscher Fernsehpreis: Westerwälder arbeiten noch in der Show an Trophäen. In: rhein-zeitung.de, 2. Oktober 2012. Abgerufen am 24. Dezember 2015. 
  12. Sidney Schering: Deutscher Fernsehpreis 2016: Die Nominierten. In: quotenmeter.de, 10. Dezember 2015. Abgerufen am 24. Dezember 2015. 
  13. a b Deutscher Fernsehpreis: Sender ziehen Reißleine. In: sueddeutsche.de, 23. Februar 2014. Abgerufen am 24. Dezember 2015. 
  14. Deutscher Fernsehpreis 2013: Der Preis ist kalt. In: sueddeutsche.de. 3. Oktober 2013, abgerufen am 24. Dezember 2015.
  15. Deutscher Fernsehpreis 2013: Dann doch lieber Musik. In: taz.de. 3. Oktober 2013, abgerufen am 24. Dezember 2015.