August Werner von Meding

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

August von Meding (* 7. April 1792; † 16. August 1871) war ein preußischer Beamter. Zuletzt war er Oberpräsident in der Provinz Brandenburg.

Leben[Bearbeiten]

Er entstammte dem Adelsgeschlecht Meding. Er heiratete 1822 Gräfin Auguste Sophie v. Itzenplitz.

Meding war von 1821 bis 1828 Landrat in Salzwedel. Danach war er Generalkommissar in Stendal und später Präsident der Generalkommission in Berlin. Zwischen 1835 und 1838 amtierte er als Regierungspräsident in Merseburg. Danach wurde er Mitglied im Staatsrat und Ministerialdirigent im Ministerium des Innern. Zwischen 1842 und 1848 war er Oberpräsident der Provinz Brandenburg. Aus Furcht vor einer drohenden revolutionären Entwicklung hat Meding bereits 1845 die ihm unterstellten Regierungen in Potsdam und Frankfurt an der Oder aufgefordert, keine Volksversammlungen mehr zu genehmigen. Meding, der in der Öffentlichkeit als einer der reaktionärsten Beamten galt, hat sich als Mitglied des vereinigten Landtags zumindest äußerlich zum konstitutionellen System bekannt. Während der Märzrevolution wurden wegen seines Versuchs Beamte politisch zu beeinflussen, in der Frankfurter Nationalversammlung Rücktrittsforderungen gegen ihn laut.

Seit 1847 war er nach Ernennung zum Wirklichen Geheimen Rat zur Führung des Prädikats Exzellenz berechtigt. Meding gehörte zwischen 1850 und 1854 der ersten Kammer des preußischen Landtages und danach dem Herrenhaus an. Im Jahr 1857 sprach sich das Staatsministerium gegen seine Berufung in die Finanzprüfungskommission aus.

Literatur[Bearbeiten]