Aukopf

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Aukopf
Höhe 644,9 m ü. NHN [1]
Lage bei Benfe; Kreis Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen (Deutschland)
Gebirge Rothaargebirge
Dominanz 1,55 km → Jägerhain
Koordinaten 50° 55′ 28″ N, 8° 14′ 0″ OKoordinaten: 50° 55′ 28″ N, 8° 14′ 0″ O
Aukopf (Nordrhein-Westfalen)
Aukopf
Talgrund in Benfe (Oberdorf), im Hintergrund der Berg "Aukopf"

Der Aukopf bei Benfe im nordrhein-westfälischen Kreis Siegen-Wittgenstein ist ein 644,9 m ü. NHN[1] hoher Berg im Rothaargebirge.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Aukopf befindet sich im Südteil des Rothaargebirges im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge. Der Gipfel des zur Gemarkung von Nenkersdorf, einem Ortsteil von Netphen, gehörenden Berges liegt etwa 800 Meter (m) südlich von Waldheim (zu Benfe gehörig), 1,6 Kilometer (km) nordwestlich von Großenbach (zu Bad Laasphe) und etwa 3,3 km (jeweils Luftlinie) nordöstlich der Dorfkirche von Walpersdorf (zu Netphen). Südöstlicher Nachbar des Aukopfs ist der jenseits der Siegquelle gelegene Jägerhain (650,7 m) und nordwestlicher der jenseits der Benfe befindliche Ederkopf (648,8 m), wo die Ederquelle liegt, mit der daran anschließenden Obersten Henn (675,9 m).

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Aukopf gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Süderbergland (Nr. 33), in der Haupteinheit Rothaargebirge (mit Hochsauerland) (333) und in der Untereinheit Dill-Lahn-Eder-Quellgebiet (333.0) zum Naturraum Ederkopf-Lahnkopf-Rücken (333.01).[2]

Berghöhe und Höhenangaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Aukopf ist 644,9 m hoch. Rund 55 m nördlich des Gipfels ist auf topographischen Karten ein trigonometrischer Punkt auf 643,5 m Höhe verzeichnet und rund 60 m südsüdwestlich ein solcher auf 644,4 m Höhe.[1]

Rhein-Weser-Wasserscheide und Fließgewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über den Aukopf verläuft die Rhein-Weser-Wasserscheide. Auf seinem Osthang entspringt der ostnordostwärts fließende Ahbach (Abach), der in Volkholz in die Lahn mündet. Auf dem Übergangsbereich zum nahen Jägerhain (650,7 m) liegt nordwestlich des Jägerhains die Siegquelle der südlich vom Aukopf verlaufenden Sieg. Lahn und Sieg entwässern in den Rhein. Auf dem Südwesthang des Aukopfs entspringt der südsüdwestwärts fließende Ahornbach, der weit oberhalb von Walpersdorf in die Sieg mündet. Nordwestlich am Berg vorbei verläuft durch Benfe der überwiegend nordwärts fließende Eder-Zufluss Benfe. Die Eder entwässert durch die Fulda in die Weser.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Aukopf liegen Teile des Landschaftsschutzgebiets (LSG) Gemeinde Netphen (CDDA-Nr. 321048; 1987 ausgewiesen; 117,6 km² groß) und bis auf seine Ostflanke reichen solche des LSG Bad Laasphe (CDDA-Nr. 319747; 1988; 123,11 km²). Auf der Südflanke erstrecken sich bis in Gipfelnähe Teile des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets Rothaarkamm und Wiesentäler (FFH-Nr. 5015-301; 34,46 km²).[3]

Verkehr und Wandern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über den Südwest- und Südhang des Aukopfs führt von Lützel (zu Hilchenbach) vorbei am Berg und an der Siegquelle die nach Lahnhof (zu Nenkersdorf) an der Lahnquelle verlaufende Landesstraße 722. Sie verläuft in der Bergregion als Teil der Eisenstraße des Rothaargebirges, einer ehemaligen Handels- und Fernverkehrsstraße, die westlich vom Aukopf (nahe der Ahornbachquelle) die L 722 verlässt, um dann als etwa 900 m langer Waldweg zu verlaufen und südöstlich des Berges (nahe der Siequelle) wieder auf die L 722 zu stoßen. Südöstlich vom Aukopf kreuzt diese Straße die L 719 (Walpersdorf–Volkholz). Auf der Südwestflanke zweigt von der L 719 die westlich vorbei am Berg und dort die L 722 kreuzende L 720 ab, die in das nordnordöstlich des Aukopfs liegende Benfe führt. Nordöstlich vorbei am Aukopf verläuft der Rothaarsteig.

Blick auf den Berg "Aukopf" von der Kohlenstraße, oberhalb Benfe (Waldheim).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  2. Heinz Fischer: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 124 Siegen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1972. → Online-Karte (PDF; 4,1 MB)
  3. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)