Autengrün

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Autengrün
Koordinaten: 50° 15′ 19″ N, 11° 54′ 12″ O
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 95145
Vorwahl: 09286

Autengrün ist ein Ortsteil von Oberkotzau im Landkreis Hof in Oberfranken.

In Autengrün befand sich ein Turmhügel der Familie von Kotzau, der in Geländespuren noch erkennbar ist. Frühere Schreibweisen des Ortes lauten „Autmannsgrün“, „Autumsgrün“ und „Annatengrün“. Die aus Stein erbaute Turmhügelanlage soll erst im 17. Jahrhundert verwüstet und abgetragen worden sein. Das Rittergut wurde 1735 erbaut.

Autengrün wurde 1390 mit drei Höfen genannt. Nickel von Kotzau erhielt den Ort 1402 als Reichslehen vom Nürnberger Burggrafen Friedrich. 1414 wurde Autengrün als Wüstung bezeichnet. 1417 waren auch die Rabensteiner zu Döhlau im Besitz eines Hofes.

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde in den Markt Oberkotzau eingegliedert.[1] Zum früheren Gemeindegebiet gehörte noch Pfaffengrün. Die Liste der Straßennamen von Oberkotzau beinhaltet auch die Straßennamen von Autengrün.

Durch den Ort führt die Kreisstraße HO 7 vom Hauptort Oberkotzau weiter nach Unterpferdt und Oberpferdt. Verbindungsstraßen führen nach Pfaffengrün und über den Ort Am Wendler weiter in Richtung Wustuben.

Im Autengrüner Wald befinden sich Grenzsteine, die um das Jahr 1791 aufgestellt wurden und als Inschrift ein „K“ für die Freiherren von Kotzau, teilweise auch ein „R“ für die Familie von Reitzenstein tragen.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August Gebeßler: Stadt und Landkreis Hof. Die Kunstdenkmäler von Bayern, Kurzinventare, VII. Band. Deutscher Kunstverlag. München 1960. S. 37.
  • Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, S. 16 f.
  • Wilhelm Malter: Oberfranken-Ost. Heroldsberg 1984. S. 337.
  • Werner Risser: So war es! - Fragmente einer Chronik des Marktes Oberkotzau (sogenannte Lörner-Chronik). S. 23.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 485.
  2. Hans Bucka, Oskar Heland: Grenzsteine – Flur- und Kleindenkmäler im Landkreis Hof. Hoermann, Hof 1991, ISBN 3-88267-040-1, S. 24f.