Ava Max

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Ava Max (2019)
Logo der US-amerikanischen Sängerin

Ava Max (* 16. Februar 1994 in Milwaukee, Wisconsin als Amanda Ava Koci[1]) ist eine US-amerikanische Sängerin, die 2018 durch den Song Sweet but Psycho bekannt wurde.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wurde 1994 in Milwaukee geboren und hat einen Bruder. Ihre Eltern stammen aus Sarandë und Tirana in Albanien.[2] Sie verließen Albanien in den 1990er Jahren. Nach ihrer Geburt zog die Familie nach Virginia. Ihre Kindheit wurde durch die Vorliebe ihrer Mutter zur Oper musikalisch geprägt.[3] Bereits in der Schule trat sie auf der Bühne als Sängerin auf und zählt Madonna, Gwen Stefani, Fergie, Britney Spears und Christina Aguilera zu ihren musikalischen Einflüssen.[4] Im Alter von 14 Jahren bat sie den US-amerikanischen Musiker Pharrell Williams um Hilfe, um in das Musikgeschäft einzusteigen. Hierfür zog sie später nach Los Angeles.

Bis 2017: Musikalische Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte der 2000er Jahre wurde sie im sozialen Netzwerk Myspace aktiv. Unter dem Namen Amanda Kay veröffentlichte sie dort neben einigen Coverversionen auch eigene Lieder, die von Kevin Rudolf produziert wurden. Eine aus sechs Songs bestehende EP umfasst unter anderem die Lieder I Need You und More Than Words Can Say, die heute auf YouTube mehrere Tausende Aufrufe zählen. Die EP wurde unter anderem auch auf iTunes zur Verfügung gestellt.[5] 2013 erschienen zwei Kollaborationen im Bereich Electro-House mit dem österreichischen Produzenten und Tim-Tim-Mitglied Fritz Jerey. Dabei kam sie auch in Kontakt mit dem Produzenten-Team um Dr. Luke. Die Sängerin trat hier erstmals unter dem Künstlernamen AVA in Erscheinung. Während die erste Produktion Satellite lediglich auf SoundCloud veröffentlicht wurde,[6] erschien der zweite Song Take Away the Pain im Mai 2013 über Koci Media und Hizz Media Group als Single.[7]

Zwischen 2014 und 2015 traf sie auf den kanadischen Musikproduzenten und späteren Lebenspartner Henry Russell Walter alias Cirkut,[8] der mit ihr die Lieder Spinning Around und Come Home produziert. Die Popsongs wurden unter dem Namen Ava Koci via SoundCloud veröffentlicht. Im Juli 2015 veröffentlichte das kanadische DJ- & Produzenten-Duo Project 46 ihr offizielles Studioalbum Beautiful, auf dem sich eine neu abgemischte Version des Liedes Take Away the Pain befand, bei dem der Produzent DallasK mitwirkte.[9] Das Stück wurde über 300.000 Mal auf Spotify abgerufen.

Im Februar 2016 erschien der Song Jet Set. Im Juli 2016 veröffentlichte sie als AVA das Lied Anyone But You, ebenfalls via SoundCloud. Try Again war als dritter Song vorgesehen, doch die Veröffentlichung wurde trotz fertig gedrehtem Video und begonnener Marketingkampagne zurückgezogen.[10] Im August 2017 veröffentlichte der US-amerikanische DJ und Produzent Le Youth das Stück Clap Your Hands, auf dem sie als Gastmusikerin zu hören ist. Der Song bildet ihre erste offizielle Single-Veröffentlichung seit Take Away the Pain aus dem Jahr 2013 und zugleich das erste Release unter ihrem Künstlernamen Ava Max. Durch die große Aufmerksamkeit, die der Song auf Spotify (über 7 Mio. Aufrufe) und YouTube (über 1,5 Mio. Aufrufe) erzielte, bildete er ein wichtiges Sprungbrett für die Sängerin. Im Dezember 2017 erschien das Lied Not Your Barbie Girl als ein weiteres SoundCloud-Upload, das eine Coverversion von Aquas Barbie Girl aus dem Jahr 1997 ist und welches vor allem durch die häufige Verwendung in TikTok-Videos bekannt wurde.

Ab 2018: Durchbruch mit Sweet but Psycho[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 unterzeichnete sie einen Plattenvertrag bei Atlantic Records; im April desselben Jahres erschien die Single My Way. Cirkut blieb ihr Produzent. Der Track erreichte Platz 38 der rumänischen Airplay-Charts. Im Mai 2018 folgte der nur auf YouTube und SoundCloud veröffentlichte Song Slippin, der in Zusammenarbeit mit Gashi aufgenommen wurde. Im Juni 2018 erschien ihr zweiter Gastbeitrag als Feature auf der Single Into Your Arms des US-amerikanischen Rappers Witt Lowry. Im Juli erschien auf SoundCloud das Lied Salt. Im August 2018 veröffentlichte sie den bereits im Vorjahr auf SoundCloud freigegebenen Song Not Your Barbie Girl als offizielle Single. Insbesondere als Werbesong für die sich gerade etablierende Videoplattform TikTok erreichte das Lied Aufmerksamkeit.

Ebenfalls im August 2018 veröffentlichte sie Sweet but Psycho als offizielle Single. Insbesondere bei Spotify entwickelte sich der Track zu einem Erfolg[11] und gelangte Mitte August 2018 in die schwedischen Musikcharts. Bis Oktober 2018 kletterte das Lied dort bis auf Platz eins. Anschließend kam das Stück auch in anderen skandinavischen Ländern in die Charts. In Deutschland erreichte es innerhalb von vier Wochen die Spitzenposition. Kurze Zeit später stieg es auch in der Schweiz, in Österreich und im Vereinigten Königreich auf Platz eins der Singlecharts.[12] Auf dem im September 2018 von David Guetta veröffentlichten Studioalbum 7 sang sie Let It Be Me. Der Track enthält ein Sample von Tom’s Diner von Suzanne Vega aus dem Jahr 1981. Im Oktober 2018 veröffentlichte Max in Zusammenarbeit mit Vice und Jason Derulo den Song Make Up.

Nachdem sich Sweet but Psycho Anfang Januar 2019 auch in den USA zu einem kommerziellen Erfolg entwickelt hatte und unter anderem an der Spitze der Billboard-Club-Songs stand, erschien im März 2019 der Nachfolgetitel So Am I.

Im August 2019 fand anschließend die Premiere ihres neuen Songs Torn statt. Das offizielle Musikvideo zählte in den ersten zwei Monaten mehr als 28 Millionen Aufrufe.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[12] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2018 Sweet but Psycho
1
DreifachgoldDreifachgold

(48 Wo.)
1
DoppelplatinDoppelplatin

(41 Wo.)
1
DoppelplatinDoppelplatin

(… Wo.)
1
DoppelplatinDoppelplatin

(53 Wo.)
10
DoppelplatinDoppelplatin

(35 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. August 2018
Verkäufe: + 5.250.000
2019 So Am I
21
(18 Wo.)
26
GoldGold

(19 Wo.)
18
(26 Wo.)
13
GoldGold

(16 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 7. März 2019
Verkäufe: + 640.000
Torn
59
(… Wo.)
60
(… Wo.)
28
(… Wo.)
87
(2 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 19. August 2019

Weitere Singles

  • 2013: Take Away the Pain (als AVA)
  • 2018: My Way
  • 2018: Not Your Barbie Girl
  • 2019: Blood, Sweat & Tears
  • 2019: Freaking Me Out
  • 2019: Tabú (mit Pablo Alborán)

SoundCloud-Veröffentlichungen

  • 2013: Satellite (als AVA)
  • 2015: Spinning Around (als Ava Koci)
  • 2015: Come Home (als Ava Koci)
  • 2016: Jet Set (als Ava Koci)
  • 2016: Anyone But You (als AVA)
  • 2018: Salt
  • 2018: Slippin (mit Gashi)

Gastbeiträge

  • 2015: Take Away the Pain (Project 46 feat. Ava Koci)
  • 2017: Clap Your Hands (Le Youth feat. Ava Max)
  • 2018: Into Your Arms (Witt Lowry feat. Ava Max)
  • 2018: Let It Be Me (David Guetta feat. Ava Max)
  • 2018: Make Up (Vice & Jason Derulo feat. Ava Max)
  • 2019: Slow Dance (AJ Mitchell feat. Ava Max)

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • BelgienBelgien Belgien
    • 2019: für die Single So Am I
  • FrankreichFrankreich Frankreich
    • 2019: für die Single So Am I
  • PolenPolen Polen
    • 2019: für die Single So Am I

Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 2019: für die Single So Am I
  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2019: für die Single So Am I
  • FrankreichFrankreich Frankreich
    • 2019: für die Single Sweet but Psycho
  • NeuseelandNeuseeland Neuseeland
    • 2019: für die Single Sweet but Psycho
  • NorwegenNorwegen Norwegen
    • 2018: für die Single Sweet but Psycho
  • SpanienSpanien Spanien
    • 2019: für die Single Sweet but Psycho

2× Platin-Schallplatte

  • BelgienBelgien Belgien
    • 2019: für die Single Sweet but Psycho
  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2019: für die Single Sweet but Psycho
  • NiederlandeNiederlande Niederlande
    • 2019: für die Single Sweet but Psycho

3× Platin-Schallplatte

  • ItalienItalien Italien
    • 2019: für die Single Sweet but Psycho
  • KanadaKanada Kanada
    • 2019: für die Single Sweet but Psycho
  • PolenPolen Polen
    • 2019: für die Single Sweet but Psycho

4× Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 2019: für die Single Sweet but Psycho

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Ver­käu­fe Quel­len
AustralienAustralien Australien (ARIA) 0! G 5 350.000 aria.com.au
BelgienBelgien Belgien (BEA) 1 2 100.000 ultratop.be
DanemarkDänemark Dänemark (IFPI) 1 2 225.000 ifpi.dk
DeutschlandDeutschland Deutschland (BVMI) 1 1 600.000 musikindustrie.de
FrankreichFrankreich Frankreich (SNEP) 1 1 300.000 snepmusique.com
ItalienItalien Italien (FIMI) 0! G 3 150.000 fimi.it
KanadaKanada Kanada (MC) 0! G 3 240.000 musiccanada.com
NeuseelandNeuseeland Neuseeland (RMNZ) 0! G 1 30.000 nztop40.co.nz
NiederlandeNiederlande Niederlande (NVPI) 0! G 2 80.000 nvpi.nl
NorwegenNorwegen Norwegen (IFPI) 0! G 1 10.000 ifpi.no
OsterreichÖsterreich Österreich (IFPI) 1 2 75.000 ifpi.at
PolenPolen Polen (ZPAV) 1 3 70.000 bestsellery.zpav.pl
SchweizSchweiz Schweiz (IFPI) 0! G 2 40.000 hitparade.ch
SpanienSpanien Spanien (Promusicae) 0! G 1 40.000 elportaldemusica.es
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten (RIAA) 0! G 2 2.000.000 riaa.com
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich (BPI) 1 2 1.600.000 bpi.co.uk
Insgesamt 7 33

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ACE Repertory. In: ascap.com. Abgerufen am 22. Oktober 2018 (englisch).
  2. Ava Max: Replying to @buticanlearn- Tirana and Sarande ❤️ auf „Twitter
  3. RJ Frometa: AVA MAX RETURNS WITH NEW SINGLE “SWEET BUT PSYCHO” -. In: ventsmagazine.com. 17. August 2018, abgerufen am 22. Oktober 2018 (amerikanisches Englisch).
  4. Ava Max Explains the Meaning behind Her Hit ‘Sweet But Psycho’ auf „Warner Music New Zealand
  5. 6 − Song EP auf „Genius“
  6. CTRClub: Ava Max - Satellite auf „SoundCloud“
  7. Album: AVA - Take Away The Pain auf „Napster
  8. Heiko Mandler: Ava Max Talks Sweet But Psycho and Upcoming Work auf „CelebMix“
  9. Ultra Music: Project 46 - Take Away The Pain (feat. Ava Koci) [Cover Art] auf „YouTube“
  10. AVA - Try Again auf „Genius“
  11. Ava Max - Sweet but Psycho - Spotify Chart History. In: kworb.net. Abgerufen am 22. Oktober 2018 (englisch).
  12. a b Chartquellen: DE AT CH UK US