Böhl (Böhl-Iggelheim)

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Böhl
Ortsgemeinde Böhl-Iggelheim
Koordinaten: 49° 23′ 4″ N, 8° 17′ 54″ O
Höhe: 105 m ü. NHN
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Postleitzahl: 67459
Vorwahl: 06324
Böhl (Rheinland-Pfalz)
Böhl

Lage von Böhl in Rheinland-Pfalz

Böhl ist einer von zwei Ortsteilen der Ortsgemeinde Böhl-Iggelheim im Rhein-Pfalz-Kreis in Rheinland-Pfalz.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Böhl liegt im nördlichen Teil der Ortsgemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals im Jahr 780 in einer Urkunde des Klosters Lorsch als Buhilo genannt. Böhl gehörte mit Iggelheim und Haßloch zu einer Gruppe von Reichsdörfern, die ab 1330 an die Pfalzgrafen bei Rhein verpfändet, später teilweise an die Grafen von Leiningen weiterverpfändet wurden.[1]

Bis zur französischen Revolution gehörte Böhl sowohl gleichzeitig zur Kurpfalz als auch zu Leiningen-Dagsburg. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Böhl in den Kanton Mutterstadt eingegliedert. Anschließend wechselte der Ort in das Königreich Bayern. Vom 1818 bis 1862 gehörte er dem Landkommissariat Speyer an; aus diesem ging das Bezirksamt Speyer hervor. Ab 1886 war Böhl Bestandteil des neu geschaffenen Bezirksamt Ludwigshafen. 1928 hatte Böhl 2430 Einwohner, die in 459 Wohngebäuden lebten. Sowohl die Katholiken als auch die Protestanten besaßen jeweils eine eigene Pfarrei vor Ort.[2] Seit 1938 ist der Ort Bestandteil des Landkreises Ludwigshafen, der seit 2004 Rhein-Pfalz-Kreis heißt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Böhl innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde Böhl am 7. Juni 1969 mit der Nachbargemeinde Iggelheim zur neuen Ortsgemeinde Böhl-Iggelheim zusammengelegt.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1847 besitzt Böhl einen Bahnhof an der Pfälzischen Ludwigsbahn. Sein früheres Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz. Weitere Kulturdenkmäler vor Ort sind unter anderem ein Fachwerkhaus in der Kirchenstraße sowie der Wasserturm.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erhard Nietzschmann: Die Freien auf dem Lande. Ehemalige deutsche Reichsdörfer und ihre Wappen. Melchior, Wolfenbüttel 2013, ISBN 978-3-944289-16-8, S. 20.
  2. daten.digitale-sammlungen.de: Ortschaftenverzeichnis für den Freistaat Bayern. Abgerufen am 25. März 2016.