Bąkowice

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Bąkowice
Bąkowice führt kein Wappen
Bąkowice (Polen)
Bąkowice
Bąkowice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Opole
Powiat: Namysłowski
Gmina: Świerczów
Geographische Lage: 50° 56′ N, 17° 42′ OKoordinaten: 50° 55′ 51″ N, 17° 42′ 1″ O
Einwohner:
Postleitzahl: 46-112
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: ONA
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Flughafen Katowice



Historische Karte des Regierungsbezirks Breslau in Schlesien, 1905

Bąkowice (deutsch Bankwitz) ist ein Dorf in der Landgemeinde Świerczów (Schwirtz) im Powiat Namysłowski in der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bąkowice liegt im Osten der historischen Region Niederschlesien an der Grenze zu Oberschlesien ca. 16 km südlich von Namysłów (Namslau) und 40 km nordwestlich der Landeshauptstadt Opole (Oppeln) sowie ca. 5 km östlich von Mąkoszyce (Mangschütz). Nachbarorte sind im Norden Grodziec (Groditz), Gola (Gühlchen) und Świerczów, im Osten Miejsce (Städtel) und Krogulna (Krogullno) sowie im Süden Roszkowice (Raschwitz) und Tarnowiec (Tarnowitz). Bąkowice liegt am westlichen Rand des Landschaftsschutzgebiets Stobrawski Park Krajobrazowy [Landschaftspark am Stober].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bankwitz wurde erstmals im Jahre 1353 als „Bangk“ erwähnt. Weitere Schreibweisen waren 1359 „Bank“, 1373 „Banka“ und 1378 „Bankow“.[1] Es gehörte zum Herzogtum Breslau[2], das bereits 1335 als erledigtes Lehen an die Krone Böhmen gefallen war, die 1526 an die Habsburger gelangte. Sie waren Landesherren von Schlesien in ihrer Eigenschaft als Könige von Böhmen.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Bankwitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Mit Inkrafttreten der Preußischen Reformen gehörte Bankwitz ab 1813 zum preußischen Landkreis Namslau, der bis 1945 bestand und 1815 in die Provinz Schlesien eingegliedert worden war. 1874 wurde der Amtsbezirk Bankwitz geschaffen, zu dem auch die Landgemeinden Groditz und Gühlchen sowie die Gutsbezirke Bankwitz und Gülchen gehörten.[3] Von 1919 bis 1938 und von 1941 bis 1945 war Schlesien in zwei Provinzen geteilt, der Regierungsbezirk Breslau, dem Bankwitz eingegliedert war, gehörte dabei jeweils zur Provinz Niederschlesien. 1933 wurden für Bankwitz 747 Einwohner gezählt, 1939 waren es 745 Einwohner.[4]

Als Folge des Zweiten Weltkrieges fiel Bankwitz mit dem größten Teil Schlesiens 1945 an Polen und wurde in Bąkowice umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben. Nach 1945 gehörte Bąkowice zur Woiwodschaft Breslau. Von 1945 bis 1954 war es Sitz der gleichnamigen Landgemeinde, 1950 wurde es zusammen mit dem Powiat Namysłowski (Kreis Namslau) in die neu geschaffene Woiwodschaft Opole eingegliedert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Schloss Bankwitz wurde nach 1800 vom damaligen Besitzer Graf Sandreczky errichtet. Es entstand an der Stelle eines Vorgängerbaus aus dem 15. Jahrhundert, das den Freiherren Tschammer gehört hatte. Im 20. Jahrhundert wurde es umgebaut und die Innenräume neu gestaltet. Das Schloss ist von einem Landschaftspark umgeben.[5]
  • Die katholische St.-Anna-Kirche entstand 1837–39 nach Entwurf des Namslauer Baumeisters Hasenwinkel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, Breslau 1830, S. 18 Digitalisat
  2. Zugehörigkeit zum Herzogtum Breslau
  3. Amtsbezirk Bankwitz
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. namslau.html. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 117