BIM Berliner Immobilienmanagement

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BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 2003
Sitz Berlin
Leitung Sven Lemiss, Birgit Möhring, Klaus Gendner
Mitarbeiter rund 450 (2016)[1]
Umsatz 15,80 Mio. Euro (31. Dez. 2014: vor Zusammenführung mit dem Liegenschaftsfonds)[2]
Branche Immobilienmanagement
Website www.bim-berlin.de
Stand: 9. Juli 2016

Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, kurz BIM, ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Landes Berlin. Sie ist im Auftrag des Landes Berlin für die Bewertung, die Bewirtschaftung und die Optimierung sowie für die Vermietung und den Verkauf von insgesamt rund 4500[1] landeseigenen Immobilien einschließlich der Verwaltung des Sondervermögens Immobilien des Landes Berlin (kurz: SILB) verantwortlich.

Die BIM wurde im Januar 2003 gegründet, um die Dienstgebäude des Landes Berlin zentral zu verwalten. 2015 übernahm das Unternehmen zudem die Aufgaben des Liegenschaftsfonds Berlin, der bis dahin für die Veräußerung landeseigener Grundstücke verantwortlich war. Als Aufsichtsbehörde fungiert die Senatsverwaltung für Finanzen, deren Staatssekretärin Margaretha Sudhof den Vorsitz des Aufsichtsrates führt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde im Januar 2003 gegründet, um die Dienstgebäude des Landes Berlin effizienter zentral zu verwalten und die Haushaltskonsolidierung[3] zu unterstützen. Bis 2003 gab es für die vom Land Berlin genutzten Gebäude keine einheitlichen Immobilien- und Belegungsdaten. Ohne diese Daten war eine übergreifende Bedarfsplanung für die Unterbringung der im öffentlichen Dienst Beschäftigten nicht möglich. So wurden trotz hohen Leerstands bei den landeseigenen Immobilien Flächen extern angemietet.[4] Zusätzlich hatte sich über die Jahre ein Sanierungsstau angesammelt.[5]

Bereits am 1. Januar 2001 war vom Land Berlin als Alleingesellschafter die Liegenschaftsfonds Berlin GmbH & Co. KG gegründet worden.[6] Der Liegenschaftsfonds war für den Verkauf landeseigener Immobilien, die nicht für eigene Zwecke benötigt wurden, zuständig und wurde per 1. März 2015 mit der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH zusammengelegt.

Aufgaben und Arbeitsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BIM verwaltet die Immobilien des Landes Berlin. Rechtsgrundlage hierfür ist das Gesetz über die Errichtung eines Sondervermögens Immobilien des Landes Berlin (kurz: SILB ErrichtungsG) vom 4. Dezember 2002 nebst den späteren Änderungen sowie der Geschäftsbesorgungsvertrag.[7] Mit Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses vom 31. Oktober 2002 sollte das festgesetzte Startportfolio „auf alle geeigneten Gebäude des Landes erweitert“ werden.[8]

Das Land Berlin hat nach dem Beschluss des Abgeordnetenhauses vom 31. Oktober 2002 ein neues gebäudewirtschaftliches Modell eingeführt, das sogenannte Mieter-Vermieter-Modell, mit dem die BIM arbeitet.[9] Das Mieter-Vermieter-Modell bedeutet, dass die Leitung öffentlicher Immobilien und Grundstücke „organisatorisch gebündelt wird und die Nutzer für die Inanspruchnahme immobilienbezogener Leistungen Miete entrichten müssen“.[10] Das heißt für die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, dass die landeseigenen Institutionen wie die Senatsverwaltungen, Gerichtsgebäude, Polizeiwachen etc. die landeseigenen Gebäude mieten und dem Land, in Vertretung durch die BIM, Miete bezahlen. Die Bereitstellung der zu vermietenden Räume wird nach einer festen Größe berechnet, der AllARaum.[7] Diese besagt, dass das Büro jedes Mitarbeiters aus wirtschaftlichen Gründen 11 m² nicht überschreiten sollte.[11]

Mit dieser Arbeitsweise konnte die BIM nach eigener Angabe bis Ende 2013 insgesamt 278 Millionen Euro für das Land Berlin einsparen.[12]

Immobilien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BIM verwaltete 2015 rund 4800 Gebäude des Landes Berlin und veräußerte über 200 Immobilien.[13]

Im Sondervermögen Immobilien des Landes Berlin, das von der BIM verwaltet wird, sind rund 1600 vom Land Berlin für die öffentliche Verwaltung genutzte Gebäude enthalten.[14] Darunter unter anderem:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Die BIM – Immobiliendienstleister für das Land Berlin. Website der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, abgerufen am 9. Juli 2016.
  2. Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH. In: Bundesanzeiger, 18. Februar 2016. Abgerufen am 8. Juli 2016.
  3. Stephan Küßner: Organisationskonzept für das Immobilien- und Liegenschaftsmanagement der Bundesländer (= Forum Finanzwissenschaft und Public Management. Bd. 6). Köln 2007, S. 1 f. und 54 ff.
  4. Katrin Schoelkopf: Landeseigene Berliner Immobilienmanagement GmbH legt Bilanz vor: Gebäudemanagement spart Millionen Euro. In: DIE WELT. 28. Juni 2007 (welt.de [abgerufen am 7. Februar 2018]).
  5. SENAT BESCHLIESST GRÜNDUNG EINER LANDESEIGENEN IMMOBILIENMANAGEMENT GMBH. 4. Dezember 2013, abgerufen am 7. Februar 2018.
  6. So funktioniert der Liegenschaftsfonds. In: Der Tagesspiegel, 16. August 2011. Abgerufen am 9. November 2015.
  7. a b Kleine Anfrage der Abgeordneten Felicitas Kubala (Bündnis 90/Die Grüne) vom 11. Mai 2004 (PDF; 133 kB) abgerufen 22. Juli 2010.
  8. Abgeordnetenhaus Berlin, 20. Sitzung des Abgeordnetenhauses, Plenarprotokoll 15/20, 31. Oktober 2002, S. 1344.
  9. Abgeordnetenhaus Berlin, 20. Sitzung des Abgeordnetenhauses, Plenarprotokoll 15/20, 31. Oktober 2002, S. 1345 und Kleine Anfrage der Abgeordneten Felicitas Kubala (Bündnis 90/Die Grüne) vom 11. Mai 2004 (PDF; 133 kB) abgerufen 22. Juli 2010.
  10. Stephan Küßner: Organisationskonzept für das Immobilien- und Liegenschaftsmanagement der Bundesländer (= Forum Finanzwissenschaft und Public Management. Bd. 6). Köln 2007, S. 52.
  11. Gilbert Schomaker: Im Roten Rathaus gelten andere Regeln. In: Berliner Morgenpost, 13. Juli 2010.
  12. Geschäftsbericht 2013 (PDF; 4,0 MB). Berliner Immobilienmanagement, S. 18. Abgerufen am 9. November 2015.
  13. Zahlen & Daten 2015. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Stand Juli 2016, abgerufen am 15. September 2016 (PDF; 364 kB).
  14. Unsere Immobilien – Bestandsimmobilien. Website der BIM, abgerufen am 3. Oktober 2016.
  15. Justizvollzug. Website der BIM, abgerufen am 3. Oktober 2016.