Bahnhof Salzwedel

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Bahnhof Salzwedel
Blick über die Bahnsteige
Blick über die Bahnsteige
Daten
Kategorie 4
Lage im Netz Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung LSW
IBNR 8010310
Eröffnung 1870
Profil auf Bahnhof.de 5487
Lage
Stadt Salzwedel
Land Sachsen-Anhalt
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 51′ 29″ N, 11° 9′ 42″ O52.85805555555611.161666666667Koordinaten: 52° 51′ 29″ N, 11° 9′ 42″ O
Bahnhöfe in Sachsen-Anhalt
i7i12i13i15i16i16i18i20

Der Bahnhof Salzwedel ist der Bahnhof der Kreisstadt Salzwedel in der Altmark. Bis 2004 war er noch ein bedeutender Bahnknotenpunkt, durch Stilllegungen aller Zweigstrecken hat er jedoch bis heute erheblich an Bedeutung verloren. Lediglich eine Bahnstrecke führt noch durch Salzwedel.

Geschichte[Bearbeiten]

Das ehemalige Bahnbetriebswerk beherbergt heute ein Eisenbahnmuseum
Fallblattanzeiger Gleis 4; Sonderzug vom 7. Juni 2008 nach Arendsee (Altmark)

Der Bahnhof Salzwedel wurde 1870 im Zuge des Baus der Bahnstrecke Stendal–Uelzen (Teil der „Amerikalinie“ von Berlin nach Bremen/Bremerhaven) durch die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft errichtet. Vom Bahnhof Salzwedel bzw. dem unmittelbar östlich gelegenen Bahnhof Salzwedel Neustadt führten früher in sieben Richtungen Eisenbahnstrecken, wie die nebenstehende Übersicht zeigt. Zur Bedienung dieser Strecken wurde direkt neben dem Bahnhof ein Bahnbetriebswerk errichtet. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte am 22. Februar 1945 ein Luftangriff den Bahnhofsbereich und forderte etwa 300 Tote. Von den sieben Strecken blieb nur die Bahnstrecke Stendal–Uelzen erhalten, die in der Zeit der deutschen Teilung unterbrochen war und seit dem 19. Dezember 1999 wieder durchgehend befahrbar ist. Sie wurde nach der Wiedervereinigung elektrifiziert und umfangreich modernisiert, um den ICE-Zügen von Berlin nach Hamburg als Ausweichstrecke dienen zu können.

Bei den Nebenstrecken war es zuletzt die Kursbuchstrecke 303 Salzwedel–Wittenberge, die zum Fahrplanwechsel im Dezember 2004 stillgelegt wurde. Sie hatte zuvor noch eine Aufwertung erfahren: Die jahrzehntealten „Ferkeltaxen“ waren ab 2003 durch moderne „Desiro“-Niederflurtriebwagen von Siemens abgelöst worden. Aber weder der neue Triebwagen noch eine eigens gegründete Bürgerinitiative konnten die Strecke retten.

Strecke Eröffnung Einstellung
Personenverkehr
Salzwedel–Stendal 1870
Salzwedel–Uelzen 1873
Salzwedel–Oebisfelde 1889 2002
Salzwedel–Dannenberg 1891 1945
Salzwedel–Diesdorf 1901 1995
Salzwedel–Badel 1902 1980
Salzwedel–Wittenberge 1922 2004

Der heutige Bahnhof[Bearbeiten]

Das Gebiet um den Bahnhof wurde Ende der 1990er Jahre komplett neu gestaltet. Die Deutsche Bahn AG sanierte das Empfangsgebäude und errichtete zwei neue Inselbahnsteige, die durch eine neue Unterführung zu erreichen sind, deren Eingang ein Anbau des Bahnhofsgebäudes wich. Die Stadt Salzwedel vervollständigte das Areal mit einem neuen Busbahnhof am Bahnhofsvorplatz und einem großen Park&Ride-Platz.

Zugangebot[Bearbeiten]

IRE Berlin–Hamburg am Bahnhof Salzwedel, August 2014.

Das Zugangebot im Nahverkehr wurde vor einigen Jahren auf moderne Elektrotriebwagen der Baureihe 425 umgestellt. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2006 verkehren auf der Linie RE 20 wieder Doppelstockzüge.

Im Fahrplanjahr 2014/15 halten folgende Linien im Bahnhof Salzwedel:

Linie Linienverlauf Takt (min) EVU
IC Berlin Südkreuz – Stendal – Salzwedel – Uelzen – Hamburg-Altona - DB Fernverkehr
IRE 1 Berlin Ostbahnhof – Stendal – Salzwedel – Uelzen – Hamburg - DB Regio Nordost
RE 20 Halle (Saale)KöthenMagdeburg – Stendal – Salzwedel – Uelzen 120 DB Regio Südost
RB 32 (Schönebeck-Bad Salzelmen – Magdeburg –) Stendal – Salzwedel (– Uelzen) 120 DB Regio Südost

Im Zweistundentakt verkehren Busse vom Busbahnhof als „Arendsee-Express“ nach Seehausen über Arendsee und als „Drömling-Express“ nach Oebisfelde über Beetzendorf. Diese Linien waren nach der Abbestellung der Züge auf den Bahnstrecken Salzwedel–Wittenberge und Salzwedel–Oebisfelde eingerichtet worden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Salzwedel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]