Bahnhof Stadtroda

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Stadtroda
Bahnsteige (2017)
Bahnsteige (2017)
Daten
Betriebsstellenart Haltepunkt
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung USR
früher Sr
IBNR 8013025
Kategorie 6[1]
Eröffnung 1876
Profil auf Bahnhof.de Stadtroda
Lage
Stadt/Gemeinde Stadtroda
Land Thüringen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 52′ 4″ N, 11° 43′ 22″ OKoordinaten: 50° 52′ 4″ N, 11° 43′ 22″ O
Höhe (SO) 209,32 m ü. NN
Eisenbahnstrecken

Bahnhöfe in Thüringen
i16

Der Bahnhof Stadtroda (ehemals Roda) – heute lediglich noch ein Haltepunkt – liegt an der Bahnstrecke Weimar–Gera (auch „Holzlandbahn“ oder Mitte-Deutschland-Verbindung genannt). Ab dem Fahrplanjahr 2018/2019 wird der Halt im Fernverkehr durch insgesamt 6 Fahrten (3 pro Richtung, im 6-Stunden-Takt) durch Intercityzüge auf der Relation Köln HbfDüsseldorf HbfGera Hbf bedient.[2]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Stadtroda verläuft nördlich der Stadt in der Nähe eines Gewerbegebietes, wo er an die Straße „Am Bahnhof“ grenzt. Der Stadtkern liegt mehr als einen Kilometer südlich. Die Bundesautobahn 4 verläuft etwa 500 Meter weiter nördlich. Die nächste Station in Richtung Westen der sieben Kilometer entfernt gelegene Haltepunkt Neue Schenke, im Osten ist dies der Haltepunkt Papiermühle, dessen Entfernung zu Stadtroda etwa sechs Kilometer beträgt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Empfangsgebäude (2017)

Bis 1879 wurden die meisten Anlagen errichtet. Am nördlichen Ladegleis wurde Holz aus den umliegenden Forsten umgeschlagen, die Wagen konnten mithilfe einer höher gelegenen Rampe und eines Kranes beladen werden. Umfangreicher Güterverkehr, der in vielen Fällen die anliegende Holzindustrie betraf, wurde bis zum Jahre 1990 durchgeführt.

1944 wurde Stadtroda als Bahnhof dritter Klasse geführt.[3]

Der Bahnhof Stadtroda hat im Vergleich zu den anderen Betriebsstellen der Weimar-Geraer Bahn bis 2005 die wenigsten Änderungen erlebt, beispielsweise sind das Empfangsgebäude und der Güterschuppen noch aus den Anfangsjahren der Strecke erhalten geblieben.

Im Winter der Jahre 2005/06 wurden bis auf ein Gleis sämtliche Gleisanlagen des Bahnhofs entfernt, nachdem lange Zeit kein Güterverkehr mehr stattfand.

Bis zum 28. September 2006 waren in Stadtroda zwei mechanische Stellwerke in Betrieb: „Ro“ (Fahrdienstleiterstellwerk) und „Rw“ (Wärterstellwerk).[4]

2014 wurde der unter Denkmalschutz stehende Bahnhof privatisiert und aufwendig saniert. Er wurde zu Wohnzwecken ausgebaut und wird zur Nutzung in Wohngemeinschaft an Studenten der nahe gelegenen Universität Jena vermietet.

Die Bahnsteige sind 160 Meter lang und 55 Zentimeter hoch.[5]

Bahnsteige vor der Modernisierung (2005)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Verlauf Takt
IC 50 Köln HbfDüsseldorf HbfDortmund HbfKassel-WilhelmshöheErfurt HbfStadtrodaGera Hbf 6 h
RE 1 GöttingenLeinefeldeGothaErfurtWeimarJenaStadtrodaGeraGößnitzGlauchau 120 min
RE 3 Erfurt – Weimar – Jena – Stadtroda – Gera – Altenburg / (– Greiz) 120 min
EB 21 Weimar – Jena-Göschwitz – StadtrodaHermsdorf-Klosterlausnitz – Gera 120 min

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Stadtroda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DB Station&Service AG: Stationspreisliste 2016. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) S. 82, archiviert vom Original am 30. August 2016; abgerufen am 29. September 2016.
  2. Kursbuch der Deutschen Bahn
  3. Deutsche Reichsbahn, Amtliches Bahnhofsverzeichnis 1944
  4. Liste deutscher Stellwerke. Einträge Sev-Sz. In: stellwerke.de. Abgerufen am 8. Oktober 2016.
  5. Bahnsteiginformationen zum Bahnhof Stadtroda (Memento vom 22. April 2016 im Internet Archive), abgerufen am 8. April 2016