Bahnhof Gotha

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Bahnhof Gotha
Bahnhof Gotha.JPG
Empfangsgebäude 2007
Links sieht man die 5 roten, 4,20 m hohen vom Aachener Bildhauer Ulf Hegewald geschaffenen „Fünf Stelen für Gotha“.
Daten
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 6
Abkürzung UGO
IBNR 8010136
Kategorie 3
Eröffnung 1847
Profil auf Bahnhof.de Gotha
Architektonische Daten
Baustil Klassizismus
Lage
Stadt/Gemeinde Gotha
Land Thüringen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 56′ 21″ N, 10° 42′ 50″ OKoordinaten: 50° 56′ 21″ N, 10° 42′ 50″ O
Höhe (SO) 307,44 m
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Thüringen
i11i16i18

Der Bahnhof Gotha ist der wichtigste Bahnhof der thüringischen Stadt Gotha. Er ist Halt von ICs sowie zweistündlich von ICEs auf der Thüringer Bahn. Weitere anliegende Strecken sind die Ohratalbahn nach Süden und die Bahnstrecke Gotha–Leinefelde nach Norden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Gotha wurde 1847 eingerichtet, als die Bahnstrecke von Halle ins hessische Bebra gebaut wurde. Gotha war zu diesem Zeitpunkt Landeshauptstadt von Sachsen-Gotha und zählte bereits etwa 15.000 Einwohner. Im Jahr 1870 wurde die zweite Eisenbahnstrecke durch Gotha errichtet, sie führt über Mühlhausen nach Leinefelde (dort weiter nach Göttingen). Die dritte und letzte Strecke am Gothaer Bahnhof war die Ohratalbahn, die 1876 bis nach Ohrdruf und 1892 bis zur Bahnstrecke nach Würzburg nach Gräfenroda erbaut wurde.

Im Jahr 1894 erhielt Gotha eine Straßenbahn. Der Bahnhof wurde der Knotenpunkt mehrerer Linien. 1929 wurde mit der Thüringerwaldbahn eine Überlandstraßenbahn vom Bahnhof Gotha durch die Innenstadt in die Orte Tabarz, Waltershausen und Friedrichroda errichtet.

2007 wurde der Bahnhofsvorplatz komplett umgestaltet und die Haltestelle der Thüringerwaldbahn verlegt. 2011 wurde der planmäßige Personenverkehr auf der Ohratalbahn eingestellt.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bahnhofsgebäude wurde im Jahr 1848 erbaut. Von diesem Bau ist der östliche Teil erhalten geblieben. Dieser Gebäudeteil des Hauptflügels gehört zu den ältesten Bahnhofsgebäuden Deutschlands.

Der Bahnhof wurde im klassizistischen Stil mit einer bossierten Putzfassade errichtet und mehrmals erweitert. So erhielt er im Jahre 1907 einen großzügigen Eingangsbereich im Stil des Historismus. In den vor 1907 angebauten Westflügel zog später die "Bahnhofswirthschaft", die sich vorher in einem Gebäude auf dem Bahnhofsvorplatz befand. Diese Gastwirtschaft wurde von Justus Peter geführt. Zur "Bahnhofswirthschaft" gehörte auch der "Berliner Garten", eine Gaststätte im Freien, direkt vor der dem Gebäude.

In den 1930er Jahren wurde der Eingangsbereich modernisiert und das Bossenwerk der Fassade von 1848 entfernt.

Am 6. Februar 1945 zerstörten Bomben die Gaststätte, sowie den gesamten Westflügel und ein Teil des Hauptflügels. Der östliche Teil des Hauptgebäudes von 1848 mit seinen Anbauten und der Eingangsbereich von 1907 blieben erhalten. Dieser Zustand blieb, bis auf wenige Reparaturen, bis heute unverändert.

Bahnsteige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für alle Bahnsteige gibt es einen barrierefreien Zugang durch einen Aufzug, dazu sind sie über eine Treppe zu erreichen. Die Bahnsteige 4 und 5 wurden bis zuletzt noch von der Ohratalbahn genutzt, derzeit halten am Bahnsteig 5 die IC der Mitte-Deutschland-Verbindung von und nach Gera zum Lokwechsel. Das Gleis 4 wird gelegentlich für außerplanmäßige Überholungen durch die RB20 genutzt.

Gleis Länge in m[1] Höhe in cm[1]
1 200 38
1a 120 38
2 320 55
3 320 55
4 122 38
5 122 38
Gleisplan des Bahnhofs Gotha

Personenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Gotha ist Systemhalt im deutschen Schienenpersonenfernverkehr.

Linie Laufweg Takt
ICE 11 MünchenStuttgartFrankfurtGothaErfurtHalleBerlin einzelne Züge
ICE 50 (Saarbrücken –) WiesbadenFrankfurtFuldaEisenachGothaErfurtLeipzigDresden 120 min

Regionalverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Regionalverkehr von Thüringen ist Gotha ein Knotenpunkt.

Im aktuellen Fahrplanjahr 2018/2019 führt die Regionalbahn-Linie 20 Eisenach–Leipzig durch Gotha, welche in beide Richtungen stündlich verkehrt und Gotha mit den Nachbarknoten Eisenach und Erfurt verbindet. Darüber hinaus wird Gotha alle zwei Stunden von der langlaufenden Regionalexpress-Linie 1 bedient, welche von Göttingen kommend Gotha an die Städte Leinefelde, Mühlhausen und Bad Langensalza anbindet. In Ostrichtung verkehrt diese Linie, die in Gotha die Fahrtrichtung wechselt, weiter über Erfurt, Weimar, Jena-Göschwitz und Gera nach Glauchau (Sachs). Darüber hinaus gibt es noch die Regionalbahnlinie 53 von Gotha nach Bad Langensalza, welche zusammen mit dem Regionalexpress 1 einen annähernden Stundentakt zwischen diesen beiden Mittelzentren bildet. Bis 2013 wurde diese Linie von der Erfurter Bahn gefahren, seit Dezember 2013 von der DB Regio Südost. Zwischen Eisenach und Erfurt verkehren Montag bis Freitag in der Hauptverkehrszeit zusätzlich einzelne Verstärkerzüge.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Gotha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bahnhof Gotha – Reiseführer
  • Lage, Gleisanlagen, Signale und zulässige Geschwindigkeiten des Bahnhofs auf der OpenRailwayMap

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Gotha. (Nicht mehr online verfügbar.) DB Station&Service, archiviert vom Original am 22. Oktober 2018; abgerufen am 22. Oktober 2018. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutschebahn.com