Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz)

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  Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG
Staat SchweizSchweiz Schweiz
Sitz Zürich
Rechtsform Aktiengesellschaft
BC-Nummer 8288[1]
BIC FBGSCHZZXXX[1]
Gründung 1955
Website www.frankfurter-bankgesellschaft.com
Geschäftsdaten 2017
Mitarbeiter rund 160
Leitung
Verwaltungsrat Thomas Groß, VR-Präsident

Unternehmensleitung

Holger Mai (CEO)
Thomas Groß (VR-Präsident)

Hauptsitz in Zürich

Die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG ist eine Schweizer Privatbank mit Sitz in Zürich. Sie ist die Privatbank der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG hat zwei Tochtergesellschaften, die Frankfurter Bankgesellschaft (Deutschland) AG und die Family Office der Frankfurter Bankgesellschaft AG.[2]

Das verwaltete Kundenvermögen der Frankfurter Bankgesellschaft Gruppe beläuft sich auf über 12 Milliarden Schweizer Franken[3]. Alleiniger Eigentümer der Frankfurter Bankgesellschaft ist die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) in Frankfurt am Main. Die Gruppe beschäftigt rund 160 Mitarbeiter.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bankenunion und Frankfurter Bankgesellschaft AG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die durch das Bankhaus Merck Finck & Co gegründete Deutsche Spar- und Kreditbank (DSK) suchte für seine Filialen im Raum Frankfurt einen Partner, ähnlich wie im Raum Hamburg, welches zur Gründung der Nordbank führte. Gemeinsam mit der Frankfurter Sparkasse (30 %), Württembergische Landessparkasse (30 %), Deutsche Spar- und Kreditbank (30 %) und Nordbank (10 %) wurde die Bankenunion AG gegründet.[4] Mit dem Einstieg der Naspa reduzierte sich der Anteil der drei Großaktionäre auf jeweils 28,33 Prozent.[5]

Zuletzt hielten an der 1969[6] gegründeten Bankenunion AG die Frankfurter Sparkasse 47,5 %, ebenso die Banca Carige und die restlichen 5 % wurden von der Südtiroler Sparkasse gehalten.[7] Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Bankenunion waren das Konsortialkredit- und Leasinggeschäft, sowie der Wertpapierhandel für Firmenkunden und Institutionelle Anleger.[8]

Im August 2000 ändert die Bankenunion ihren Namen in Frankfurter Bankgesellschaft AG und erweitert ihren Kundenkreis auf vermögende Privatkunden.[8] Die Namensrechte für Frankfurter Bankgesellschaft AG hatte die Frankfurter Sparkasse vom Bankhaus Lampe erworben.[9]

LB (Swiss) Privatbank AG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wurzeln der LB(Swiss) Privatbank AG reichen bis ins Jahr 1955 zurück. 1991 übernahm die Bayerische Landesbank 100 Prozent der Privatbank. Zehn Jahre später, 2001, fusionierte die Bayerische Landesbank mit der Helaba (Schweiz) Landesbank Hessen-Thüringen AG.

Durch die Fusionierung erhielt sowohl die Bayerische Landesbank als auch die Helaba (Schweiz) AG jeweils 50 Prozent Anteile an der LB(Swiss) Privatbank AG. Aufgrund regulatorischer Vorgaben erhielt 2009 die Helaba schließlich 100 Prozent der Aktien an der Privatbank in Zürich.[10]

Eine Tochter der Helaba, die Frankfurter Sparkasse, erwarb 2007 die Frankfurter Bankgesellschaft von 1899.  

Durch die Neuaufstellung der Landesbank Hessen-Thüringen im Jahr 2010 erwarb die LB(Swiss) Privatbank AG die Frankfurter Bankgesellschaft und deren Namensrechte.[11] Seither firmiert die damalige LB(Swiss) Privatbank AG unter dem Namen Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG.

Im selben Zug erwarb der deutsche Ableger die Helaba Trust Beratungs- und Management-Gesellschaft und verschmolz auf die Frankfurter Bankgesellschaft (Deutschland) AG. [12]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Eintrag im Bankenstamm der Swiss Interbank Clearing
  2. Frankfurter Bankgesellschaft nimmt Family Office in Betrieb. In: Private Banking Magazin. 2. Oktober 2017, abgerufen am 2. Oktober 2017.
  3. a b Unternehmensdaten der Frankfurter Bankgesellschaft Gruppe. Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG, abgerufen am 31. Dezember 2017.
  4. Friedrich Lauf: Im Zeichen des Bienenkorbs. Chronik der Frankfurter Sparkasse von 1822. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-7829-0288-2, Gründung der Bankenunion, S. 384.
  5. Manfred Köhler: Vertrauenswürdig wie ein Beichtvater und mit Nerven wie Schiffstaue. 1. Auflage. auvis, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-9802712-1-9, S. 242.
  6. Personalien. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Band 104, 6. Mai 1997, S. 23.
  7. Neuer Vorstand bei Frankfurter Bank. In: Börsen-Zeitung. 18. Januar 2006, abgerufen am 27. April 2016.
  8. a b Bankenunion heißt jetzt Frankfurter Bankgesellschaft. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Band 176, 1. August 2000, S. 56.
  9. Neue Privatbank der Helaba geht an den Start. In: Börsen-Zeitung. 3. September 2010, abgerufen am 1. Mai 2016.
  10. Peter Köhler: Helaba wildert bei den Nachbarn. In: Handelsblatt. 25. März 2010, abgerufen am 23. April 2016.
  11. Familienunternehmer und sehr Vermögende im Fokus. In: Börsen-Zeitung. 24. April 2013, abgerufen am 22. April 2016.
  12. Ergebnis der Helaba bis Ende Juni halbiert. In: Börsen-Zeitung. 31. August 2010, abgerufen am 1. Mai 2016.

Koordinaten: 47° 22′ 5,4″ N, 8° 32′ 25,4″ O; CH1903: 683219 / 246952