Nassauische Sparkasse

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Logo der Sparkassen  Nassauische Sparkasse
Stammsitz der Nassauischen Sparkasse Wiesbaden
Stammsitz der Nassauischen Sparkasse Wiesbaden
Staat Deutschland
Sitz Wiesbaden
Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts
Bankleitzahl 510 500 15[1]
BIC NASS DE55 XXX[1]
Verband Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen
Website www.naspa.de
Geschäftsdaten 2014[2]
Bilanzsumme 10,95 Mrd. Euro
Einlagen 7,931 Mrd. Euro
Kundenkredite 8,514 Mrd. Euro
Mitarbeiter 1.901
Geschäftsstellen 215
Leitung
Verwaltungsrat Sven Gerich, Vorsitzender
Vorstand Stephan Ziegler, Vorsitzender; Andreas Fabich, Günter Högner, Bertram Theilacker
Liste der Sparkassen in Deutschland
Logo der Naspa seit 2015

Die Nassauische Sparkasse, kurz Naspa, mit Sitz in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ist die achtgrößte Sparkasse in Deutschland. Ihr Geschäftsgebiet erstreckt sich über mehrere kommunale Gebietskörperschaften auf dem Gebiet des ehemaligen Herzogtums Nassau. Hierzu zählen in Hessen die Landkreise Hochtaunus, Main-Taunus und Rheingau-Taunus, das Gebiet des Altkreises Limburg im Landkreis Limburg-Weilburg, die kreisfreien Städte Frankfurt am Main und Wiesbaden sowie in Rheinland-Pfalz die Landkreise Rhein-Lahn und Westerwald. Damit steht die Naspa teilweise in Konkurrenz zu weiteren Stadt- oder Kreissparkassen, wie z. B. der Taunus Sparkasse, der Sparkasse Westerwald-Sieg, der Frankfurter Sparkasse und der Kreissparkasse Limburg.

Am 9. Oktober 2014 kündigte die Naspa an, ihren Markenauftritt anlässlich ihres 175. Jubiläums am 22. Januar 2015 zu ändern.[3] Mit der Neuerung wurden die traditionellen nassauischen Hausfarben Blau-Orange durch das klassische „Sparkassen-Rot“ ersetzt und das Aussehen des Logos der Filialen und der EC-Karten angepasst.

Die Nassauische Sparkasse wies im Geschäftsjahr 2014 eine Bilanzsumme von 10,95 Mrd. Euro aus und verfügte über Kundeneinlagen von 7,931 Mrd. Euro. Gemäß der Sparkassenrangliste 2014 liegt sie nach Bilanzsumme auf Rang 12. Sie unterhält 215 Filialen/SB-Standorte und beschäftigt 1.901 Mitarbeiter.[4]

Organisationsstruktur[Bearbeiten]

Die Bank ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Träger seit 1989 ist der Sparkassenzweckverband Nassau, der sich aus den Gebietskörperschaften zusammensetzt, die im Geschäftsgebiet ansässig sind (das sind die oben genannten sechs Landkreise und die Städte Frankfurt am Main und Wiesbaden). Rechtsgrundlagen sind das Hessische Sparkassengesetz[5] und die durch den Verwaltungsrat der Sparkasse erlassene Satzung. Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat. Die Nassauische Sparkasse betreibt als Sparkasse das Universalbankgeschäft.

Geschichte[Bearbeiten]

Logo bis zum 21. Januar 2015

Die Bank ist die Rechtsnachfolgerin der Landes-Credit-Casse Nassau. Deren Gründung erfolgte am 22. Januar 1840 durch den Nassauischen Herzog Adolph. Die Farben des verbundenen Adelshauses sind noch heute die Sparkassenfarben: Orange und Blau. Zur Errichtung der Landes-Credit-Casse kam es aufgrund des Fehlens eines Bankinstituts im Herzogtum Nassau und der Zehntablösungsfrage. Das Institut hatte folgende Aufgaben:

  • Finanzierung und Abwicklung der Zehntablösung in Nassau
  • Verwaltung von Staatsgeldern
  • Annahme von Depositen- und Spargeldern
  • Gewährung von Hypotheken und Krediten im Rahmen der vorhandenen Mittel.

Hinzu kam die Befugnis, Banknoten, sogenannte Landes-Credit-Casse-Scheine, auszugeben, wodurch auch im Herzogtum Nassau erstmals Papiergeld an die Stelle der Silbermünzen trat.

Das heutige Gebäude wurde zwischen 1860 und 1863 unter Leitung des Wiesbadener Architekten Richard Görz nahezu zeitgleich mit dem ebenfalls von Görz erbauten Justizgebäude errichtet.

1869 wurde die Bank in die Nassauische Landesbank und die Nassauische Sparkasse aufgespalten.

Durch Preußisches Gesetz vom 26. März 1886 wurde der Geschäftsbereich der Nassauischen Sparkasse mit Wirkung vom 1. April 1886 auf den Regierungsbezirk Wiesbaden in dem sich aus der Preußischen Kreisordnung für die Provinz Hessen-Nassau vom 7. Juni 1885 ergebenden Umfang erstreckt.

Ende 1960 übertrug die Nassauische Sparkasse ihre Niederlassungen in den Kreisen Biedenkopf, Oberlahn, Dill, Wetzlar und Gießen an die örtlichen Kreis- und Bezirkssparkassen. Das Geschäftsgebiet der Nassauischen Sparkasse blieb unverändert.

Naspa Dublin[Bearbeiten]

Bis Mitte 2012 verfügte die Naspa über eine eigene Tochtergesellschaft in Irland. Die Naspa Dublin war innerhalb der Sparkasse für das Kapitalmarktgeschäft zuständig. Da die Eigenkapitalquote des Naspa stetig weniger wurde, gab der Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen im April 2012 bekannt, dass der Verband die Naspa Dublin plc für 250-Millionen Euro übernimmt. Der Verband beauftragte nach der Übernahme, die Landesbank Hessen-Thüringen mit der Abwicklung der Naspa Dublin. Durch den Verkauf stieg die zumeist sehr niedrige Eigenkapitalquote der Naspa von 7,3 auf 10 Prozent. Das Portfolio hatte bei Übernahme einen Wert von 4,2 Milliarden Euro. [6]

Sparkassen-Finanzgruppe[Bearbeiten]

Die Nassauische Sparkasse ist Teil der Sparkassen-Finanzgruppe und gehört damit auch ihrem Haftungsverbund an. Er sichert den Bestand der Institute und sorgt dafür, dass sie auch im Fall der Insolvenz einzelner Sparkassen alle Verbindlichkeiten erfüllen können. Die Sparkasse vermittelt Bausparverträge der regionalen Landesbausparkasse, offene Investmentfonds der Deka und Versicherungen der SV SparkassenVersicherung. Im Bereich des Leasing arbeitet die Nassauische Sparkasse mit der Deutschen Leasing zusammen. Die Funktion der Sparkassenzentralbank nimmt die Landesbank Hessen-Thüringen wahr.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nassauische Sparkasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Sparkassenrangliste 2014 (PDF) Abgerufen am 5. Mai 2015.
  3. Neuer Look. Starker Auftritt.: Naspa stellt neuen Markenauftritt vor – Neues Logo betont Zugehörigkeit zur marktführenden Sparkassen-Finanzgruppe auch optisch. Nassauische Sparkasse (Naspa), 9. Oktober 2014, abgerufen am 15. Januar 2015.
  4. Sparkassenrangliste 2014 (PDF) Abgerufen am 5. Mai 2015.
  5. Hessenrecht: Hessisches Sparkassengesetz
  6. Sparkassenverband übernimmt die Naspa Dublin plc abgerufen auf faz.net am 30. Juli 2014.

50.0774488.239113Koordinaten: 50° 4′ 38,8″ N, 8° 14′ 20,8″ O