Nassauische Sparkasse

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Nassauische Sparkasse
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Stammsitz der Nassauischen Sparkasse Wiesbaden
Stammsitz der Nassauischen Sparkasse Wiesbaden
Staat Deutschland
Sitz Wiesbaden
Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts
Bankleitzahl 510 500 15[1]
BIC NASS DE55 XXX[1]
Verband Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen
Website www.naspa.de
Geschäftsdaten 2013[2]
Bilanzsumme 10,774 Mrd. Euro
Einlagen 7,711 Mrd. Euro
Kundenkredite 8,521 Mrd. Euro
Mitarbeiter 2.055
Geschäftsstellen 223
Leitung
Verwaltungsrat Sven Gerich, Vorsitzender
Vorstand Stephan Ziegler, Vorsitzender
Liste der Sparkassen in Deutschland

Die Nassauische Sparkasse, kurz Naspa, mit Sitz in Wiesbaden ist die achtgrößte Sparkasse in Deutschland. Ihr Geschäftsgebiet erstreckt sich über mehrere kommunale Gebietskörperschaften auf dem Gebiet des ehemaligen Herzogtums Nassau. Das sind in Hessen der Hochtaunuskreis, der Main-Taunus-Kreis, der Rheingau-Taunus-Kreis, das Gebiet des Altkreises Limburg im Landkreis Limburg-Weilburg, die Städte Frankfurt am Main und Wiesbaden sowie in Rheinland-Pfalz der Rhein-Lahn-Kreis und der Westerwaldkreis. Damit steht die Naspa teilweise in Konkurrenz zu weiteren Stadt- oder Kreissparkassen, wie z. B. der Taunus Sparkasse, der Kreissparkasse Westerwald, der Frankfurter Sparkasse und der Kreissparkasse Limburg.

Die Nassauische Sparkasse wies im Geschäftsjahr 2013 eine Bilanzsumme von 10,774 Mrd. Euro aus und verfügte über Kundeneinlagen von 7,711 Mrd. Euro. Gemäß der Sparkassenrangliste 2013 liegt sie nach Bilanzsumme auf Rang 10. Sie unterhält 223 Filialen/SB-Standorte und beschäftigt 2.055 Mitarbeiter.[3]

Organisationsstruktur[Bearbeiten]

Die Nassauische Sparkasse ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Träger seit 1989 ist der Sparkassenzweckverband Nassau, der sich aus den Gebietskörperschaften zusammensetzt, die im Geschäftsgebiet ansässig sind (das sind die oben genannten sechs Landkreise und die Städte Frankfurt am Main und Wiesbaden). Rechtsgrundlagen sind das Hessische Sparkassengesetz[4] und die durch den Verwaltungsrat der Sparkasse erlassene Satzung. Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat. Die Nassauische Sparkasse betreibt als Sparkasse das Universalbankgeschäft.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Nassauische Sparkasse ist die Rechtsnachfolgerin der Landes-Credit-Casse Nassau. Deren Gründung erfolgte am 22. Januar 1840 durch den Nassauischen Herzog Adolph. Die Farben des verbundenen Adelshauses sind noch heute die Sparkassenfarben: Orange und Blau. Zur Errichtung der Landes-Credit-Casse kam es aufgrund des Fehlens eines Bankinstituts im Herzogtum Nassau und der Zehntablösungsfrage. Das Institut hatte folgende Aufgaben:

  • Finanzierung und Abwicklung der Zehntablösung in Nassau
  • Verwaltung von Staatsgeldern
  • Annahme von Depositen- und Spargeldern
  • Gewährung von Hypotheken und Krediten im Rahmen der vorhandenen Mittel.

Hinzu kam die Befugnis, Banknoten, sogenannte Landes-Credit-Casse-Scheine, auszugeben, wodurch auch im Herzogtum Nassau erstmals Papiergeld an die Stelle der Silbermünzen trat.

Das heutige Gebäude wurde zwischen 1860 und 1863 unter Leitung des Wiesbadener Architekten Richard Görz nahezu zeitgleich mit dem ebenfalls von Görz erbauten Justizgebäude errichtet.

1869 wurde die Bank in die Nassauische Landesbank und die Nassauische Sparkasse aufgespalten.

Durch Preußisches Gesetz vom 26. März 1886 wurde der Geschäftsbereich der Nassauischen Sparkasse mit Wirkung vom 1. April 1886 auf den Regierungsbezirk Wiesbaden in dem sich aus der Preußischen Kreisordnung für die Provinz Hessen-Nassau vom 7. Juni 1885 ergebenden Umfang erstreckt.

Ende 1960 übertrug die Nassauische Sparkasse ihre Niederlassungen in den Kreisen Biedenkopf, Oberlahn, Dill, Wetzlar und Gießen an die örtlichen Kreis- und Bezirkssparkassen. Das Geschäftsgebiet der Nassauischen Sparkasse blieb unverändert.

Sparkassen-Finanzgruppe[Bearbeiten]

Die Nassauische Sparkasse ist Teil der Sparkassen-Finanzgruppe und gehört damit auch ihrem Haftungsverbund an. Er sichert den Bestand der Institute und sorgt dafür, dass sie auch im Fall der Insolvenz einzelner Sparkassen alle Verbindlichkeiten erfüllen können. Die Sparkasse vermittelt Bausparverträge der regionalen Landesbausparkasse, offene Investmentfonds der Deka und Versicherungen der SV SparkassenVersicherung. Im Bereich des Leasing arbeitet die Nassauische Sparkasse mit der Deutschen Leasing zusammen. Die Funktion der Sparkassenzentralbank nimmt die Landesbank Hessen-Thüringen wahr.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nassauische Sparkasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Sparkassenrangliste 2013
  3. Sparkassenrangliste 2013
  4. Hessenrecht: Hessisches Sparkassengesetz

50.0774488.239113Koordinaten: 50° 4′ 38,8″ N, 8° 14′ 20,8″ O