Bellershausen

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Bellershausen
Gemeinde Diebach
Koordinaten: 49° 17′ 55″ N, 10° 13′ 28″ O
Höhe: 409 m ü. NHN
Einwohner: 140 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 91583
Vorwahl: 09868
St. Laurentius in Bellershausen

Bellershausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Diebach im Landkreis Ansbach in Mittelfranken (Bayern).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kirchdorf liegt am Wohnbach, einem rechten Zufluss der Tauber. Circa einen Kilometer südwestlich des Ortes liegt das Poppenfeld, circa einen Kilometer südlich das Weißfeld und circa einen Kilometer südöstlich das Seefeld. Im Norden ist eine Erhebung der Schillingsfürst-Wettringer Hardt, die Teil der Frankenhöhe ist.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In vorreformatorischer Zeit lautete der Ortsname „Bedlinhusen“. Damals gab es bereits die Laurentiuskirche, ursprünglich eine Filiale von Frankenau, heute zum katholischen Pfarramt Kreuzerhöhung in Schillingsfürst gehörend. 1799 hatte der Ort 42 Haushalte, die alle zum hohenlohischen Oberamt Schillingsfürst gehörten.[3]

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) entstand die Ruralgemeinde Bellershausen, zu der die Neu- und Pfeffermühle gehörten. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Schillingsfürst (ab 1840 Landgericht Schillingsfürst).[4] Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 4,369 km².[5] Im Zuge der Gebietsreform wurde diese am 1. Mai 1978 nach Diebach eingemeindet.[6]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rothenburger Straße 8: katholische Kuratiekirche St. Laurentius, Chorturmkirche, Umfassungsmauer wohl hochmittelalterlich, 1683 neu geweiht; mit Ausstattung; Friedhof, im Kern wohl mittelalterliche Umfassungsmauer, Grabsteine.
  • Rothenburger Straße 14: eingeschossiges Wohnstallhaus mit Fachwerkgiebel, 17./18. Jahrhundert
  • Schillingsfürster Straße 12: Gasthof zum Stern, zweigeschossiger Krüppelwalmbau, verputzt mit Hausteingliederungen, 1851.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Diebach#Bellershausen

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Bellershausen

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 224 187 217 213 228 202 196 199 216 211 202 195 193 182 167 166 167 176 173 194 214 197 184 168
Häuser[7] 42 39 41 43 40 39 39 39
Quelle [8] [9] [10] [10] [11] [10] [12] [10] [10] [13] [10] [10] [14] [10] [10] [10] [15] [10] [10] [10] [16] [10] [5] [17]

Ortsteil Bellershausen

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 209 166 211 183 199 193* 167* 214* 184* 164 140
Häuser[7] 39 36 39 40* 39* 39* 39* 49
Quelle [8] [9] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [5] [17] [1]
* inklusive Neu- und Pfeffermühle

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an der Staatsstraße 2247, die nach Diebach bzw. nach Schillingsfürst führt. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Unteroestheim und Wohnbach.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bellershausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 325 (Digitalisat).
  2. Bellershausen im BayernAtlas
  3. J. K. Bundschuh, Bd. 1, Sp. 336.
  4. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 82 (Digitalisat).
  5. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 813 (Digitalisat).
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 707.
  7. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  8. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 8 (Digitalisat). Für die Gemeinde Bellershausen zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Neumühle (S. 63) und Pfeffermühle (S. 71).
  9. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 230 (Digitalisat).
  10. a b c d e f g h i j k l m n Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 181, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  11. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1074, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  12. a b kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1239, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  13. a b Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1175 (Digitalisat).
  14. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1247 (Digitalisat).
  15. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1281 (Digitalisat).
  16. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1108–1109 (Digitalisat).
  17. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 168 (Digitalisat).