Benedikt Stuchtey

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Benedikt Stuchtey (* 2. April 1965 in Münster) ist ein deutscher Historiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benedikt Stuchtey studierte Philosophie, Geschichte und Germanistik in Münster, am Trinity College Dublin und in Freiburg im Breisgau, wo er 1994 bei Ernst Schulin mit einer historiographiegeschichtlichen Arbeit über das historiographische und politische Wirken des anglo-irischen Gelehrten W. E. H. Lecky promoviert wurde. Er arbeitete von 1995 bis 2013 am Deutschen Historischen Institut London, seit 2004 als dessen stellvertretender Direktor. Er habilitierte sich 2007 an der Universität Konstanz zum Thema der Kolonialismuskritik seit dem 18. Jahrhundert, wo er auch als außerplanmäßiger Professor bis Sommersemester 2013 tätig war.

Nachdem Benedikt Stuchtey neben seiner Tätigkeit in London 2012 und 2013 auch als Gastprofessor für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Basel gelehrt hat, hat er 2013 den Ruf an die Universität Marburg auf eine W3-Professur für Neueste Geschichte (19./20. Jahrhundert) angenommen. Er trat dort die Nachfolge von Wolfgang Krieger an. Im Frühjahr 2015 arbeitete er im Rahmen einer Gastprofessur an der Jawaharlal Nehru University (Neu Delhi).

Seine Forschungsschwerpunkte sind Theorie und Geschichte der Geschichtswissenschaften, Imperialismusforschung vom 18. bis 20. Jahrhundert, Geschichte des Wissens und der Wissenschaften, Geschichte der Adoption und die Geschichte Irlands. Stuchtey veröffentlichte zahlreiche Beiträge zur Globalgeschichte, darunter einer wegweisenden Studie zur Imperialismuskritik.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien

Herausgeberschaften

  • Science across the European Empires, 1800-1950. Oxford University Press, Oxford und New York 2005.
  • Writing World History 1800-2000. Oxford University Press, Oxford und New York 2003.
  • Across Cultural Borders. Historiography in Global Perspective. Rowan & Littlefield Publishers, Lanham u. a. 2002.
  • British and German Historiography, 1750-1950: Traditions, Perceptions, and Transfers. Oxford University Press, Oxford and New York 2000.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]