Benutzer:KUI/Labor/Berlin-Halensee

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Karte
Lage Halensee in Berlin
Basisdaten
Verwaltungsbezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
Geografische Lage:

52° 30′ N, 13° 17′ OKoordinaten: 52° 30′ N, 13° 17′ O

Höhe: XXX m ü. NN
Fläche: XXX km²
Einwohner: XX.XXX (T. Mmm JJJJ)
Bevölkerungsdichte: XXX Einwohner je km²
Postleitzahlen: 10709-10711
(alt: 1000 Berlin 31)
Ortsteilnummer: 04 07

Berlin-Halensee ist ein Ortsteil im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, gelegen am westlichen Ende des Kurfürstendammes. Er entstand als als Villen- und Mietshaussiedlung Ende des 19. Jahrhunderts, wobei die Entwicklung und Bebauung um 1914 im Wesentlichen abgeschlossen war.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halensee liegt auf der Hochfläche des Teltow im Südwesten des heutigen Berlins. Der namensgebende Halensee, der ein Teil der Grunewaldseenkette ist, liegt am Außenrand des Ortsgebietes im Ortsteil Berlin-Grunewald.

Ausdehnung des Ortsteilgebiets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Beschluss der BVV vom 30. September 2004 zur Einrichtung des Ortsteiles definiert die Grenzen wie folgt: Der Ortsteil wird in etwa von der Stadtbahn und Ringbahn begrenzt. Östliche Grenzachse: Cicerostraße-Hochmeisterplatz-Lehniner Platz-Damaschkestraße), Westend und Berlin-Charlottenburg-Nord. ... Dem Ortsteil Halensee ist aus Gründen der baunutzungs- und siedlungsstrukturellen Sinnhaftigkeit auch der Bereich zwischen Bahngraben und Stadtring BAB A 100 neu zugeordnet worden.

Nachbarortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halensee grenzt an Charlottenburg im Westen und Norden, im Südosten an Wilmersdorf, im Süden an Schmargendorf und im Westen an Grunewald und Westend.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benannt 1880 nach dem gleichnamigen See, zur damaligen Kolonie Grunewald gehörig, und angetrieben durch die Eröffnung des Ringbahn-Bahnhofes Halensee, der damals noch den Namen Berlin-Grunewald trug, entstand der Ortsteil als Villen- und Mietshaussiedlung Ende des 19. Jahrhunderts. Der Bereich Halensee entwickelte sich rasch zu einem bevorzugten Wohnort von pensionierten Militärs, Beamten, Literaten und Rentiers. Bis zum Jahr 1914 war die Bebauung praktisch abgeschlossen.

In den 1920er Jahren siedelten sich hier, ebenso wie im benachbarten Charlottenburg, viele russische Emigranten an. So wohnte beispielsweise Vladimir Nabokov lange Jahre in der Nestorstraße 22, wo eine Gedenktafel angebracht ist.

In der Markgraf-Albrecht-Straße Nummer 11-12 befand sich die Synagoge Friedenstempel, die vom Besitzer des Lunaparks, Prof. Dr. jur. Salomon Goldberg als Vereinssynagoge nach liberalem Ritus gestiftet worden war. Die Synagoge bot Platz für 1450 Menschen und war eine der großen Berliner Vereinssynagogen. 1929 wurde sie von der Berliner Jüdischen Gemeinde erworben und wurde damit zur Gemeindesynagoge. Nach 1933 erlebte sie einen Aufschwung, weil immer mehr Juden, die von den Nationalsozialisten terrorisiert wurden, hier die Gemeinschaft suchten. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wurde sie vom NS-Mob angezündet. Am Haus ist eine Gedenktafel mit der folgenden Inschrift angebracht:

An dieser Stelle stand einst
die Synagoge "Friedenstempel"
erbaut von G. und C. Gause 1922-1923
eingeweiht am 9.September 1923
angezündet und zerstört von
Nationalsozialisten am 9. November 1938.
"Der Tempel soll nicht allein religiösen
Zwecken dienen, sondern auch eine Versamm-
lungsstätte aller sein, die an der Herbeiführung
eines wirklichen Friedens mitarbeiten wollen".
Prof. Dr.S. Goldberg anlässlich der Einweihung

Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Ortsteil stark beschädigt und mit vielen Bauten des Sozialen Wohnungsbaus wieder neu aufgebaut, wodurch sich allerdings der Charakter stark veränderte.

Gedenktafel für Rudi Dutschke

Bis 1970 war auf der Ecke Joachim-Friedrich/Johann-Georg-Straße das Haus des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes. Keine 30 m davon entfernt fand am 11. April 1968 vor dem Grundstück Kurfürstendamm 141 das Attentat auf den Studentenführer Rudi Dutschke statt. Eine in den Gehweg eingelassen Gedenktafel erinnert heute daran.

Mit Beschluss der BVV vom 30. September 2004 wurde Halensee zum Ortsteil erhoben.

Wirtschaftsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1904 bis 1934 lag am Ostufer des Halensees das Vergnügungsgelände Lunapark, ein beliebtes Berliner Ausflugsziel.

In Halensee befanden sich in der Vor- und Nachkriegszeit zahlreiche Automobilbetriebe wie die Firma Rometsch, die Karosserien auf Basis verschiedener Autofahrgestelle baute. Noch heute gibt es hier zahlreiche Autohändler mit den dazugehörenden Werkstätten.

Der Bahnhof Halensee (bis 1884 Grunewald) erhielt 1960 ein Bahnhofsgebäude im Pavillionstil. Der Bahnhof wurde aber bald nach dem Mauerbau stillgelegt und eine Weile als Autosalon benutzt. Im Zuge der Wiedereröffnung der Ringbahn wurde das Bahnhofgebäude 1993 abgerissen. Der daneben liegende Güterbahnhof Halensee wurde in den 1990er Jahren geschlossen.



Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen und Plätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathenauplatz mit Wolf Vostells Betoncadillacs
  • Auf dem Rathenauplatz wird der Berlin-Besucher von den "Beton Cadillacs in Form der nackten Maja" des Charlottenburger Künstlers Wolf Vostell begrüßt, das 1987 anlässlich der 750-Jahr Feier Berlins aufgestellt wurde und zu teilweise heftigen Debatten führte.

Die meisten Seitenstraßen des Kürfürstendammes in Halensee sind nach brandenburgischen Kurfürsten benannt:

Die anschließenden Straßen gehören zum Ortsteil Wilmersdorf und sind ebenfalls nach Kurfürsten benannt:


Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Halensee gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vladimir Nabokov, russischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, lebte von 1922 bis zu seiner Flucht vor den Nazis 1937 in Halensee (Nestorstraße 22).
  • Else Lasker-Schüler, Schriftstellerin und Lyrikerin, lebte von 1909 bis 1911 in der Katharinenstraße 5.
  • Daniel Libeskind, Architekt, lebte in seiner Berliner Zeit bis 2003 am Kurfürstendamm 96.


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]