Berhaneyesus Demerew Souraphiel

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Erzbischof Souraphiel
Kardinalswappen von Berhaneyesus Demerew Souraphiel

Berhaneyesus Demerew Kardinal Souraphiel CM (* 14. Juli 1948 in Tchela Claka, Äthiopien) ist Erzbischof der Äthiopisch-katholischen Kirche in Addis Abeba und Metropolit der Kirchenprovinz Addis Abeba.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berhaneyesus Demerew Souraphiel wurde am 4. Juli 1976 zum Ordenspriester der Lazaristen geweiht. Bis 1980 übte er pastorale und missionarische Tätigkeiten im südwestlichen Äthiopien aus, ehe er für sieben Monate in Jimma inhaftiert wurde. Von 1981 bis 1983 hielt er sich zu Studienzwecken in Rom auf, wo er auch als Delegat an der Generalversammlung der Lazaristen teilnahm, und kehrte anschließend nach Addis Abeba zurück, wo er bis 1990 pastorale Aufgaben wahrnahm. Nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft im Jahre 1991 wurde Souraphiel Professor am Priesterseminar von Addis Abeba. Von 1994 bis 1997 war er Präfekt der Apostolischen Präfektur Jimma-Bonga.

Er wurde am 7. November 1997 zum Apostolischen Administrator des Erzbistums Addis Abbeba und gleichzeitig zum Titularbischof von Bita ernannt. Kardinal Paul Tzadua, sein Vorgänger als Erzbischof von Addis Abeba und die Mitkonsekratoren Yohannes Woldegiorgis (Apostolischer Vikar von Meki) und Woldetensaé Ghebreghiorghis OFMCap (Apostolischer Vikar von Harar) weihten ihn am 25. Januar 1998 zum Bischof. Am 7. Juli 1999 übernahm er das erzbischöfliche Amt des Erzbistums Addis Abeba und wurde gleichzeitig Metropolit der Kirchenprovinz Addis Abeba. Im Dezember 2008 unterzeichnete Souraphiel eine Resolution gegen die rechtliche Duldung von Homosexualität in Äthiopien.

Im feierlichen Konsistorium vom 14. Februar 2015 kreierte ihn Papst Franziskus zum Kardinal und ernannte ihn zum Kardinalpriester mit der Titelkirche San Romano Martire.[1]

Präsidien und Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1998 ist er Präsident des Rates der äthiopischen Kirche und seit 1999 Präsident der Äthiopischen Bischofskonferenz. Papst Benedikt XVI. berief ihn 2009 zum neuen Mitglied in die Kongregation für die orientalischen Kirchen.[2][3] Papst Franziskus bestätigte diese Ernennung am 19. Februar 2014[4] und am 13. April 2015[5]. Am selben Tag bestellte er ihn auch zum Mitglied des Päpstlichen Rates der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs.[5]

Bischofsweihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erzbischof Berhaneyesus Demerew Souraphiel weihte folgende Bischöfe:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Annuncio di Concistoro per la creazione di nuovi Cardinali. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 4. Januar 2015; abgerufen am 4. Januar 2015 (italienisch).
  2. Vatikan: Neue Mitglieder in der Ostkirchenkongregation. radiovaticana.org. Abgerufen am 3. Juni 2012: „Unter den neuen Mitgliedern der päpstlichen Kongregation für die orientalischen Kirchen ist auch der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal […] Zu den neu Ernannten zählen auch der Metropolit von Prešov für die Katholiken des byzantinischen Ritus, Erzbischof Ján Babjak, sowie die Metropoliten Berhaneyesus Demerew Souraphiel und Basil Myron Schott.
  3. Nomina di Membri della Congregazione per le Chiese Orientali. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 7. März 2009; abgerufen am 10. Januar 2015 (italienisch).
  4. Conferme e Nomine nella Congregazione per le Chiese Orientali. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 19. Februar 2014; abgerufen am 10. Januar 2015 (italienisch).
  5. a b Nomina di Cardinali Membri dei Dicasteri della Curia Romana. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 13. April 2015; abgerufen am 18. April 2015 (italienisch).