Bernd Wegner (Historiker)

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Bernd Wegner (* 1. Oktober 1949 in Oberhausen-Sterkrade[1]) ist ein deutscher Historiker. Er ist seit 1997 Professor für Neuere Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Geschichte Westeuropas an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg.

Mit der 2010 in neunter Auflage veröffentlichten Monografie Hitlers politische Soldaten – die Waffen-SS 1933–1945 verfasste er ein allgemein anerkanntes Standardwerk zur Geschichte der Waffen-SS.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Abitur und Wehrdienst bei der Bundeswehr studierte Wegner Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft an den Universitäten Tübingen, Wien und Hamburg. 1979/80 verbrachte er ein Akademisches Jahr als Stipendiat der Volkswagenstiftung in Oxford (Volkswagen Research Fellow am St Antony’s College).[1] 1980 wurde er bei Klaus-Jürgen Müller am Historischen Seminar der Universität Hamburg zum Dr. phil. promoviert. Dann war Wegner über 15 Jahre am Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Freiburg tätig, mit Lehraufträgen an der dortigen Universität, einer Gastdozentur an der Universität Greifswald (nach dem Mauerfall) und häufigen Vortragsreisen im In- und Ausland. 1995 erfolgte die Habilitation durch den Fachbereich Geschichtswissenschaft der Universität Hamburg. Seit 1997 hat Wegner eine Professur für „Neuere Geschichte unter Berücksichtigung Westeuropas“ an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg. Zu seinen akademischen Schülern gehören u. a. Michael Jonas, Agilolf Keßelring, Thorsten Loch, Rudolf J. Schlaffer, Oliver von Wrochem und John Zimmermann.

Von 2000 bis 2005 war er Vorsitzender des Deutschen Komitees für die Geschichte des Zweiten Weltkrieges. Er ist Mitherausgeber der Reihe Krieg in der Geschichte. 2009 wirkte er bei einer Folge der Reihe Planet Wissen mit.

Wegner ist seit 1975 verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.[1]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien
  • Hitlers politische Soldaten. Die Waffen-SS 1933–1945: Leitbild, Struktur und Funktion einer nationalsozialistischen Elite. 9. Auflage. Schöningh, Paderborn 2010, ISBN 978-3-506-76313-6 (überarbeitete Dissertation, Universität Hamburg, 1980).
  • (Mitautor) Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Hrsg. v. Militärgeschichtlichen Forschungsamt. Bd. 6: Die Ausweitung zum Weltkrieg und der Wechsel der Initiative 1941–1943. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1990, ISBN 3-421-06233-1.
  • (Mitautor) Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Bd. 8: Die Ostfront 1943/44. Der Krieg im Osten und an den Nebenfronten. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-421-06235-2.
  • Das deutsche Paris. Der Blick der Besatzer 1940–1944, Schöningh, Paderborn 2019 ISBN 978-3506780553
Als Herausgeber

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche who's who. XLVI. Ausgabe 2007/08 (Begründet von Walter Habel – vormals Degeners wer ist´s), Lübeck 2007, S. 1390.