Besenbinder

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Skulptur eines Besenbinders am Rathausbrunnen von Neukirchen in der Pfalz

Der Besenbinder übt eine mit der Entstehung einer industriellen Produktion weitgehend verschwundene handwerkliche Tätigkeit aus. Die Herstellung von Besen hatte sich von einer saisonalen Tätigkeit im bäuerlichen Alltag zu einem Haus- und Wandergewerbe entwickelt.

Als Rohstoffe wurde meist Birkenreisig, Ginster oder auch Heidekraut (England) verwendet. Die Besen wurden als Stall- und Straßenbesen benutzt.[1][2]

Brandverhütung in den Werkstätten der Besenbinder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem in vielen Dörfern ganze Häuserreihen abbrannten, wurden im 18. Jahrhundert unter Pfalzgraf Karl IV. der Verhütung eines Feuerbrandes dienende strenge Anordnungen erlassen, in denen auch das allabendliche Beseitigen von Spänen in den Werkstätten der Besenbinder und Bender geregelt war.[3]

Märchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine besonders wertschätzende Bedeutung erfährt der Beruf des Besenbinders in dem Grimm'schen Märchen Die schöne Katrinelje und Pif Paf Poltrie.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Besenbinder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helmut Seebach: Altes Handwerk und Gewerbe in der Pfalz - Pfälzerwald. Annweiler-Queichhambach, 1994, S. 88ff.
  2. Aussterbende Berufe: Der Besenbinder, abgerufen am 13. Februar 2017
  3. Franz-Josef Sehr: Das Feuerlöschwesen in Obertiefenbach aus früherer Zeit. In: Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 1994. Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Limburg-Weilburg 1993, S. 151–153.