Bettina Blümner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bettina Blümner (* 5. September 1975 in Düsseldorf) ist eine deutsche Regisseurin und Drehbuchautorin. Sie lebt heute in Berlin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1998 bis 1999 studierte sie Medienkultur- und Gestaltung an der Bauhaus-Universität in Weimar. Ab 1999 bis 2004 folgte das Regie-Studium (Schwerpunkt Szenischer Film) an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg sowie mit einem Austauschprogramm an der Escuela Internacional de Cine y Televisión auf Kuba. In dieser Zeit drehte sie einige Kurzfilme wie Forever Young (1999), Sommersonne (2001), Wash and Go (2003) und Die Kette (2004). Der Kurzfilm La Vida Dulce erhielt das Prädikat „besonders wertvoll“. Dieser Film aus dem Jahr 2005 handelt von den Muttertagsbräuchen auf Kuba. Er wurde auf dem Filmfestival Münster 2005 gezeigt und mit dem Förderpreis ausgezeichnet. 2006 erschien Bettina Blümners Kurzfilm Naked City über die Künstlerin Pia Dehne, die Blümner durch ihren Arbeitsalltag begleitete.

2007 hatte Bettina Blümner ihr Langfilmdebüt mit dem Film Prinzessinnenbad.[1] Darin geht es um das Leben der drei 15-jährigen Mädchen Klara, Mina und Tanutscha, die im Berliner Stadtteil Kreuzberg aufwachsen. Für diesen Film erhielt Bettina Blümner den Preis Dialogue en Perspective bei der Berlinale 2007, sowie den Deutschen Filmpreis 2008. Aus Überzeugung dreht Blümner zwischen Spielfilmen auch immer Dokumentarfilme. In der Fernsehdokumentation „Halbmondwahrheiten“ (2014, 90 Minuten) zeigte sie die Hintergründe des deutschtürkischen Psychologen Kazım Erdoğan und seiner deutschlandweit ersten Selbsthilfegruppe für türkischstämmige Männer, die Vätergruppe „Aufbruch Neukölln“.[2] Für ihre 81-minütige Doku-Milieustudie „Parcours d’amour“ hat sie in zehn Tanzballhäusern in Paris recherchiert und gefilmt und von älteren Menschen erzählt, deren Lebensmittelpunkt das Tanzcafé und deren Leidenschaft das Tanzen ist.[3] Im Rahmen des Wim-Wenders-Stipendiums für junge Filmschaffende aus Deutschland erhielt die Regisseurin 30.000 Euro für die Realisierung des Spielfilms Hello my friend, eine Coming-of-Age-Geschichte dreier deutscher Studenten in Kuba.[4]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: Jonny, Oldie & Löffel
  • 1999: King of Swing
  • 1999: King of Sex
  • 2000: Ost-West ist krass
  • 2001: Sommersonne
  • 2002: Wash & go
  • 2004: Die Kette
  • 2005: La vida dulce
  • 2005: 13+15
  • 2006: Naked City
  • 2007: Prinzessinnenbad
  • 2010: Gestern, heute, übermorgen – 20xBrandenburg
  • 2013: Scherbenpark[5]
  • 2014: Halbmondwahrheiten (TV-Dokumentarfilm)
  • 2014: Parcours d'Armour (Kino-Dokumentarfilm)
  • 2016: Binny und der Geist (TV-Serie, 3 Episoden)
  • 2017: SOKO München (TV-Serie, 2 Episoden)

Theaterinszenierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Komplettinfo zum Film Prinzessinnenbad, abgerufen 29. April 2017
  2. Selbsthilfegruppe für türkische Männer: Halbmondwahrheiten, abgerufen 29. April 2017
  3. Bettina Blümners Doku "Parcours d'amour" Das Leben ist ein Tanztee, Der Tagesspiegel vom 2. Juni 2015, abgerufen 29. April 2017
  4. Wim-Wenders-Stipendium für vier Projekte vergeben, WDR vom 28. September 2016, abgerufen 29. April 2017
  5. Blümner verfilmt Alina Bronskys Roman über ein Prekariats-Girlie