Biskupiec (Powiat Nowomiejski)

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Biskupiec
Wappen von Biskupiec
Biskupiec (Polen)
Biskupiec
Biskupiec
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Nowe Miasto Lubawskie
Geographische Lage: 53° 30′ N, 19° 21′ OKoordinaten: 53° 30′ 2″ N, 19° 21′ 2″ O
Einwohner: 1913 (2010[1])
Postleitzahl: 13-340
Telefonvorwahl: (+48) 56
Kfz-Kennzeichen: NNM
Wirtschaft und Verkehr
Schienenweg: Toruń–Iława
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 25 Schulzenämter
Fläche: 241,25 km²
Einwohner: 9549
(30. Jun. 2014)[2]
Bevölkerungsdichte: 40 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2812022
Verwaltung
Bürgermeister: Kazimierz Tomaszewski
Adresse: ul. Rynek 1
13-340 Biskupiec
Webpräsenz: www.gminabiskupiec.pl



Die Kirche des hl. Johannes Nepomuk

Biskupiec (deutsch: Bischofswerder) ist ein Ort im Powiat Nowomiejski der polnischen Wojewodschaft Ermland-Masuren. Der Ort ist Sitz der Landgemeinde Gmina Biskupiec.

Die in der Nähe liegende ehemalige ostpreußische Stadt Bischofsburg heißt ebenfalls Biskupiec. Zur Unterscheidung wird der hiesige Ort umgangssprachlich oft „Biskupiec Pomorski“ genannt, welches der offizielle Name der sich in Bielice an der Bahnstrecke Toruń–Korsze befindlichen Bahnstation ist.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren am rechten Ufer der Ossa in einer Höhe von 80 m ü. NN. Sie ist über die Überlandstraße 538 an das Verkehrsnetz angeschlossen und umfasst 241 km².

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft Bischofswerder war 1325 von Bischof Rudolph von Pomesanien neu gegründet worden, was auch ihren Namwen erklärt;[3] sie erhielt 1331 von ihm und dem Kapitel seiner Kirche das Stadtrecht[4].

Nach dem Brand von 1726 wurde die Stadt von Friedrich Wilhelm I. auf Staatskosten neu erbaut. Für die Neubauten wurde gemauertes Fachwerk verwendet; die Häuser erhielten ausnahmslos Dächer mit Dachpfannen.[3]

Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es am Ort eine evangelische Kirche, eine katholische Kirche und eine Synagoge, ein Hospital, Maschinen- und Tuchfabriken und eine Kreissparkasse. Die Bevölkerung war überwiegend evangelisch.

Bischofswerder im Landkreis Rosenberg, Regierungsbezirk Marienwerder, gehörte vor dem Ersten Weltkrieg zu Westpreußen und kam nach dem Versailler Vertrag 1920 zu Ostpreußen. Die Ossa bildete die Grenze zu Polen.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region nach Kämpfen mit der deutschen Wehrmacht von der Roten Armee besetzt. Anschließend wurde Bischofswerder unter polnische Verwaltung gestellt. Die in Biskupiec umbenannte Stadt verlor 1946 die Stadtrechte.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner-
zahl
Bemerkungen
1543 350[5]
1740 278[5]
1789 919 mit der Garnison (89 Personen, eine Schwadron Dragoner), meist
Evangelische, Einwohner sprechen Deutsch und Polnisch[3]
1801 1.133[5]
1831 1.029 deutsche Einwohner[6]
1840 1.895[5]
1885 1.948[7]
1905 2.060 davon 616 Katholiken und 95 Juden.[5]
1933 1.792[7]
1939 1.821[7]
1943 1.975[5]
2011 1.913[1]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Landgemeinde Biskupiec gehören 25 Ortsteile (deutsche Namen bis 1945)[8] mit einem Schulzenamt:

  • Babalice (Babalitz)
  • Bielice (Bielitz)
  • Biskupiec (Bischofswerder)
  • Czachówki (Schackenhof)
  • Fitowo (Fittowo)
  • Gaj (Neubruch)
  • Krotoszyny (Krottoschin)
  • Lipinki (Lippinken)
  • Łąkorek (Lonkorrek)
  • Łąkorz (Lonkorsz)
  • Mierzyn (Petersdorf)
  • Osetno (Ossettno)
  • Ostrowite (Ostrowitt)
  • Piotrowice Duże
  • Piotrowice Małe (Klein Peterwitz)
  • Podlasek Duży
  • Podlasek Mały
  • Rywałdzik (Klein Rehwalde)
  • Słupnica (Stangenwalde)
  • Sumin (Summin)
  • Szwarcenowo (Schwarzenau)
  • Tymawa Wielka
  • Wardęgowo (Wardengowo)
  • Wielka Wólka (Groß Wolka)
  • Wonna (Wonno)

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind Borki (Borken), Buczek (Buczek), Iwanki, Leszczyniak, Mała Wólka (Klein Wolka), Mec, Osówko, Sędzice (Sendzitz), Wardęgówko (Wardengowko), Wąkop und Zawada (Annenwalde).

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Joseph Kaufmann: Geschichte der Stadt Bischofswerder. Bischofswerder 1928.
  • Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Band 2: Topographie von West-Preussen, Marienwerder 1789, S. 8–9, Nr. 5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Biskupiec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Główny Urząd Statystyczny, Portret miejscowości statystycznych w gminie Biskupiec (powiat nowomiejski, województwo warmińsko-mazurskie) w 2010 r. Online-Abfrage
  2. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), archiviert vom Original am 7. Dezember 2014, abgerufen am 22. November 2014.
  3. a b c Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Band 2: Topographie von West-Preussen, Marienwerder 1789, S. 8–9, Nr. 5.
  4. Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter; Erlangen 1863, S. 233-234.
  5. a b c d e f Ernst Bahr: Bischofswerder. In: Handbuch der historischen Stätten, Ost und Westpreußen (Erich Weise, Hrsg.) , Kröner, Stuttgart 1981, ISBN 3-520-31701-X, S. 20.
  6. August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde. Königsberg 1835, S. 439, Nr. 52.
  7. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte Provinz Westpreußen, Kreis Rosenberg (2006).
  8. Das Genealogische Orts-Verzeichnis