Bitburger Braugruppe

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Bitburger Braugruppe
Rechtsform GmbH
Gründung 1817
Sitz Bitburg, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Axel Dahm (Sprecher), Stephan Fahrig, Jan Niewodniczanski
Mitarbeiterzahl 1700
Umsatz 797 Mio. EUR (Jahresumsatz 2018)
Branche Brauerei
Website www.bitburger-braugruppe.de

Die Bitburger Braugruppe ist eine deutsche Brauereigruppe mit Sitz in Bitburg in der Eifel. Sie ging aus der Bitburger Brauerei hervor und ist ein Schwesterunternehmen der Bitburger Holding. Die Dachgesellschaft für die Bitburger Braugruppe und die Bitburger Holding ist die Th. Simon GmbH & Co. KG, in der die Familie Simon ihre gemeinsamen unternehmerischen Aktivitäten gebündelt hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bitburger Brauerei wurde 1817 „vor dem Schaakentore“ in Bitburg durch den damals 33-jährigen Brauer und Gutsbesitzer Johann Peter Wallenborn gegründet.

Seit Anfang der 1990er Jahre erweiterte die Bitburger Brauerei ihr Produktportfolio durch Zukäufe anderer Brauereien. 1991 übernahm Bitburger die Köstritzer Schwarzbierbrauerei in Thüringen, die 1543 als „Köstritzer Erbschänke“ erstmals urkundliche Erwähnung fand. Das Köstritzer Schwarzbier hatte trotz großer Tradition kaum noch Marktbedeutung, bis 1993 die bundesweite Einführung von Original Köstritzer Schwarzbier folgte. Damit etablierte sich das Segment der Schwarzbiere. 2002 wurde die Wernesgrüner Brauerei in Sachsen übernommen. Hier erhielten bereits 1436 die Brüder Schorer das Recht zum Brauen und Schenken. 2004 folgten die König-Brauerei in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) und die Licher Privatbrauerei in Hessen. Die König-Brauerei wurde 1858 in der Landgemeinde Beeck im Ruhrgebiet gegründet und die Licher Privatbrauerei 1854 in Lich.

Seit 2007 agieren die fünf Marken Bitburger, König Pilsener, Köstritzer, Wernesgrüner und Licher vereint unter dem Dach der Bitburger Braugruppe GmbH.[1]

Im Januar 2014 verhängte das Bundeskartellamt gegen die Bitburger Gruppe und drei weitere Brauereien wegen Preisabsprachen für Fass- und Flaschenbiere in einem Bierkartell von 2006 bis 2008 eine Strafzahlung von 106,5 Millionen Euro.[2]

Im August 2018 gründete die Bitburger Braugruppe zusammen mit der Krombacher Brauerei und der Coca-Cola European Partners Deutschland das Joint-Venture-Unternehmen Kollex, für eine enge Zusammenarbeit im Bereich digitale Services für den Getränkefachgroßhandel (GFGH) und den Außer-Haus-Markt.[3]

Marken und Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Braugruppe gehören die Marken Bitburger, König, Köstritzer, Licher, Wernesgrüner sowie Königsbacher und Nette. Darüber hinaus besteht eine Vertriebspartnerschaft mit der Benediktiner Weißbräu GmbH.

Die Barth-Haas-Group listete Bitburger zum 31. Dezember 2017 auf Platz 30 der 40 größten Brauereigruppen der Welt.[4]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bitburger Braugruppe – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tillmann Becker-Wahl, Michael Niestedt (Grafik): Fusionierte Großbrauereien: Zu welchem Konzern gehört mein Bier? In: Spiegel Online. 13. Oktober 2015 (spiegel.de [abgerufen am 13. Februar 2019]).
  2. DIE WELT: Warsteiner & Co.: Kartellamt verhängt hohe Bußgelder gegen Brauereien. In: DIE WELT. 13. Januar 2014 (welt.de [abgerufen am 11. März 2018]).
  3. presseportal.de, gesichtet 12. September 2018
  4. Der Barth-Bericht: Die 40 größten Brauereigruppen der Welt zum 31. Dezember 2017. (pdf) Joh. Barth & Sohn GmbH & Co KG., Juli 2018, S. 9, abgerufen am 27. Juli 2018.

Koordinaten: 49° 58′ 28,4″ N, 6° 31′ 17,9″ O