Bredenscheid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bredenscheid
Stadt Hattingen
Koordinaten: 51° 22′ 30″ N, 7° 11′ 41″ O
Eingemeindung: 1. April 1926
Eingemeindet nach: Bredenscheid-Stüter
Postleitzahl: 45527
Vorwahl: 02324
Bredenscheid (Nordrhein-Westfalen)
Bredenscheid

Lage von Bredenscheid in Nordrhein-Westfalen

Bredenscheid ist ein Ortsteil der Stadt Hattingen im Ennepe-Ruhr-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Bis 1926 war Bredenscheid eine eigenständige Gemeinde im Kreis Hattingen der preußischen Provinz Westfalen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bredenscheid nimmt die nordwestliche Hälfte des Hattinger Stadtteils Bredenscheid-Stüter ein. Im Norden reicht Bredenscheid bis zur Hattinger Kernstadt und im Nordosten bis Holthausen. Im Osten grenzt Bredenscheid an Sprockhövel, im Süden an den Hattinger Stadtteil Niederstüter und im Westen an Velbert im Kreis Mettmann.

Bredenscheid besteht aus den beiden Gemarkungen Niederbredenscheid und Oberbredenscheid. Nachdem Bredenscheid historisch eine aus Einzelhöfen bestehende Bauerschaft war, hat sich im 20. Jahrhundert beiderseits der Straße Im Lichtenbruch eine größere Ansiedlung entwickelt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bredenscheid war ursprünglich eine alte westfälische Bauerschaft im Amt Blankenstein der Grafschaft Mark. Seit dem 19. Jahrhundert bildete Bredenscheid eine Landgemeinde im Amt Hattingen des Landkreises Bochum im westfälischen Regierungsbezirk Arnsberg. Seit 1885 gehörte das Amt Hattingen mit der Gemeinde Bredenscheid zum Kreis Hattingen.

Am 1. April 1926 wurde Bredenscheid mit der Nachbargemeinde Niederstüter zur Gemeinde Bredenscheid-Stüter zusammengeschlossen. Diese Gemeinde kam 1970 zum größten Teil zur Stadt Hattingen. Ein Teil von Niederstüter kam zur Stadt Sprockhövel.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Quelle
1871 702 [1]
1885 635 [2]
1895 814 [3]
1910 1181 [4]

Bergbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bredenscheid wurde zwischen 1737 und 1925 in den folgenden Zechen Steinkohlebergbau betrieben:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Bredenscheid verläuft die stillgelegte Bahnstrecke Wuppertal-Wichlinghausen–Hattingen, die in Bredenscheid auch einen Bahnhof besaß.[5] An diese Bahnstrecke schlossen in Bredenscheid früher eine Pferdebahn aus dem Paasbachtal sowie das Anschlussgleis der Zeche Johannessegen an.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Westfalen 1871
  2. Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1885
  3. Volkszählung 1895
  4. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 2. Februar 2017.
  5. Der frühe Bergbau an der Ruhr: Bahnhof Bredenscheid