Brunsberg (Lohberge)

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Brunsberg
Blick auf den Brunsberg

Blick auf den Brunsberg

Höhe 129 m ü. NHN [1]
Lage bei Sprötze; Landkreis Harburg, Niedersachsen (Deutschland)
Gebirge Lohberge in den
Schwarzen Bergen
Koordinaten 53° 18′ 1″ N, 9° 49′ 56″ OKoordinaten: 53° 18′ 1″ N, 9° 49′ 56″ O
Brunsberg (Lohberge) (Niedersachsen)
Brunsberg (Lohberge)

Der Brunsberg bei Sprötze im niedersächsischen Landkreis Harburg ist eine etwa 129 m ü. NHN[1] hohe Erhebung der Lohberge, dem Südteil der Schwarzen Berge, am Nordwestrand der Lüneburger Heide. Früher existierte neben dem Begriff Lohberge der Name Brunsberge.

Namensursprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namensgebend für den Brunsberg ist eine tragische Begebenheit, nach der zwei junge Schafhirten, Bruns und Harms, beim Hütern der Schafe am Brunsberg aus Langeweile auf den Gedanken gekommen seien, „einmal Aufhängen zu spielen“ – was Bruns mit seinem Leben bezahlen musste.[2][3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Brunsberg erhebt sich im Nordteil der Lohberge und im Norden des Naturparks Lüneburger Heide. Sein Gipfel liegt zwischen den Ortschaften Buchholz in der Nordheide im Nordosten und Tostedt im Westsüdwesten – rund 1,8 km (Luftlinie) südöstlich der Dorfkirche von Sprötze. Er gehört zum Buchholzer Stadtgebiet, und südlich vorbei verläuft die Grenze von Buchholz zu Tostedt.

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Brunsberg gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Lüneburger Heide (Nr. 64), in der Haupteinheit Hohe Heide (640) und in der Untereinheit Wilseder Endmoränen (640.0) zum Naturraum Schwarze Berge (640.00).[4]

Schutzgebiete und Landschaftsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Brunsberg liegt das Naturschutzgebiet Brunsberg (CDDA-Nr. 81478; 1954 ausgewiesen; 60 ha groß). Umschlossen ist es vom Landschaftsschutzgebiet Lohbergen, Höllental und angrenzende Flächen (CDDA-Nr. 322651; 1997; 5,49 km²).[5] Die Kuppe des Brunsbergs ist mit Heidekräutern (Erika) bewachsenen und wird von Heidschnucken beweidet.[6]

Aussichtsmöglichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Kuppe des Brunsbergs fällt der Blick über angrenzende Heidegebiete und nach Süden bis zum Wilseder Berg (169,2 m) und weiter bis zum Heidepark Soltau. Richtung Südwest erblickt man den Turm der Johanneskirche in Tostedt. Der Blick in Richtung Hamburg ist durch die Harburger Berge, dem Nordteil der Schwarzen Berge, versperrt.

Jugendferienheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Südwestflanke des Brunsbergs stehen etwa 350 m südwestlich des Gipfels die Gebäude Jugendferienheim der Jugendorganisation Deutsche Schreberjugend (Landesverband Hamburg e. V.).

Verkehr und Wandern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlich und südlich am Brunsberg vorbei führt zwischen Sprötze und Holm-Seppensen die Kreisstraße 72. Zum Beispiel an dieser Straße beginnend kann die Erhebung auf Wegen und Pfaden, die anfangs durch Wald und auf höheren Lagen durch Heidekrautlandschaft führen, erwandert werden. Hinüber führt der Europäische Fernwanderweg E1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Der Große Falk AtlasDeutschland Detailkarten, M = 1:200.000, 2004/2005, ISBN 9783827903815
  2. Walter Marquardt, Wilhelm Marquardt: Sagen, Märchen und Anekdoten aus dem Kreis Harburg und seinem Umfeld. Sutton Verlag, Erfurt 2008, S. 100–102.
  3. Wilhelm Marquardt: Sagen, Märchen und Geschichten des Kreises Harburg. Band 1 (= Veröffentlichungen des Helms-Museums. Nr. 11). Verlag Dr. Johannes Knauel, Buchholz 1960, S. 53–54.
  4. Sofie Meisel: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 57 Hamburg-Süd. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1964. → Online-Karte (PDF; 4,4 MB)
  5. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  6. Naturschutzgebiet „Brunsberg“ in der Datenbank des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)