Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz

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Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
— NLWKN —

Coat of arms of Lower Saxony.svg
Staatliche Ebene Land
Stellung Landesoberbehörde[1] und Landesbetrieb
Geschäftsbereich Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz
Aufsichtsbehörde Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz
Gründung 1. Januar 1998[2]
Vorgänger Niedersächsisches Landesamt für Ökologie und Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Küstenschutz
Hauptsitz Norden, Niedersachsen Niedersachsen
Direktorin Anne Rickmeyer
Stv. Direktor Berthold Paterak
Bedienstete 1400
Netzauftritt www.nlwkn.niedersachsen.de

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ist ein niedersächsischer Landesbetrieb mit Sitz in Norden, der zum Geschäftsbereich des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz gehört. Dieser Landesbetrieb hat auch die Funktion einer Landesoberbehörde.[3]

Entstehung und Weiterentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Küstenschutz war zum 1. Januar 1998 gegründet worden.[2] Er führte vom 1. Januar 2005 an die Bezeichnung „Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz“, nachdem ihm aus dem 2004 aufgelösten Niedersächsischen Landesamt für Ökologie die Naturschutzaufgaben sowie die Dezernate für Naturschutz und Wasserwirtschaft der ebenfalls 2004 aufgelösten Bezirksregierungen (Weser-Ems, Hannover, Lüneburg und Braunschweig) übertragen worden waren.[3]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überall in Niedersachsen finden sich Teile des NLWKN

Die Direktion des NLWKN ist in der Stadt Norden angesiedelt. Hier werden die strategischen Aufgaben der Behörde bearbeitet. Gründungsdirektor war Siegfried Popp, seine Nachfolgerin als Direktorin ist Anne Rickmeyer. Die Fachaufgaben vor Ort werden in den Betriebsstellen umgesetzt. Diese sind über ganz Niedersachsen verteilt und ermöglichen eine regionale Präsenz: Aurich, Brake-Oldenburg, Cloppenburg, Hannover-Hildesheim, Lüneburg, Meppen, Norden-Norderney, Stade, Sulingen, Süd (Braunschweig und Göttingen) und Verden.

Schiffe

Der Betrieb hat mehrere Schiffe, die jeweils für ihre unterschiedlichen Aufgaben gebaut und ausgerüstet sind, darunter die 2017 in Dienst gestellte Leysand als Nachfolgebau der Janssand[4], die Burchana.[5], die Utlandshörn und die Leyhörn. Die Vermessungsschiffe Memmert und Nynorderoog sollen 2023 durch einen Neubau ersetzt werden.[6] Es ist „zur Bewältigung von umfangreichen und hochgenauen Seevermessungen für gewässerkundliche, wasserwirtschaftliche und wasserbauliche Aufgabenstellungen“ vorgesehen. Das 16 Meter lange und 5 Meter breite Schiff soll in Norddeich stationiert werden. Sein Einsatzgebiet soll von der Ems bis zur Jade reichen.[7]

Die Dienststelle Stade hat für die Elbe das Laborschiff Tümmler. Es wird vor allem zur Überwachung der Gewässergüte der Elbe eingesetzt. Darüber hinaus werden mit Hilfe des Schiffes Vogel-Beobachtungen an der Elbe durchgeführt.[8]

Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem Namen der Landesbehörde spiegeln sich die zugewiesenen Aufgaben wider: Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

Der NLWKN gliedert sich in sieben Geschäftsbereiche. Sie werden von Geschäftsbereichsleitern geleitet, die ihren Sitz in Norden, Hannover, Lüneburg und Norderney haben:

  • Betrieb und Unterhaltung landeseigener Anlagen und Gewässer, Schadstoffunfallbekämpfung, Sitz in Norden
  • Planung und Bau wasserwirtschaftlicher Anlagen und Gewässer, Sitz in Norden
  • Flussgebietmanagement, Gewässerkundlicher Landesdienst, radiologische Überwachung, Sitz in Norden
  • Regionaler Naturschutz, Sitz in Hannover
  • Allgemeine Verwaltung, Finanzen, Personal, Sitz in Norden
  • Wasserwirtschaftliche Zulassungsverfahren, Sitz in Lüneburg (siehe auch Wasserrecht)
  • Landesweiter Naturschutz, Sitz in Hannover
  • Forschungsstelle Küste, Sitz in Norderney. Im Herbst 2019 wurde ihr Umzug auf das Festland angekündigt.[9]
  • Wolfsbüro des NLWKN[10]

Bedeutende wasserbauliche Anlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasserstraßen
Flusssperrwerke

Dienste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hochwassermeldedienst im Einzugsbereich der Flüsse Weser, Aller und Leine
  • Sturmflutwarndienst für die niedersächsische Küste
  • Wasserstandsdaten (Pegelstände) für Weser und Ems

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Betriebssatzung für den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz; Abruf am 11. März 2022
  2. a b Klaas-Heinrich Peters: Organisation des Küstenschutzes und Wandel des Deichrechts, in: Christoph Ohlig (Hrsg.): Ostfriesland und das Land Oldenburg im Schutz der Deiche und weitere wasserhistorische Beiträge, Reihe der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft, Band 6, Siegburg 2005, ISBN 3-8334-1503-7, S. 28 (Link zum Digitalisat)
  3. a b Gemeinsamer Rund-Erlass des MU, des MI und des MF vom 17. Dezember 1997, Abruf am 11. März 2022
  4. Pressemitteilung des NLWKN vom 1. Dezember 2017, Abruf am 6. Januar 2019
  5. Pressemitteilung des NLWKN vom 4. September 2017, Abruf am 6. Januar 2019
  6. Neues Seevermessungsschiff für Unterhaltungs- und Forschungsaufgaben des NLWKN. NLWKN, 28. Januar 2022, abgerufen am 28. Januar 2022.
  7. Pressemitteilung des NLWKN vom 28. Januar 2022, Abruf am 28. Januar 2022
  8. Mess- und Laborschiff „Tümmler“ des NLWKN offiziell getauft | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Abgerufen am 29. Juni 2022.
  9. Pressemitteilung des Niedersächsischen Umweltministeriums vom 10. September 2019, Abruf am 11. September 2019
  10. Das Wolfsbüro des NLWKN