Burg-Wächter

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BURG-WÄCHTER KG

Logo BW mit roter Fahne
Rechtsform KG
Gründung 1920
Sitz Wetter-Volmarstein, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Dietmar Lüling, Harald Lüling, Reinhard Lüling, Christopher Lüling[1]
Mitarbeiter etwa 600[2]
Branche Sicherheitstechnik
Website www.burg.biz

Die Burg-Wächter KG (Eigenschreibweise: BURG-WÄCHTER) mit Sitz in Wetter-Volmarstein ist ein Hersteller präventiver Sicherheitstechnik. Schlösser und Tresore, Briefkästen, Türschlosselektronik, Messtechnik, Videoüberwachung, Tür- und Fenstertechnik sowie Kassetten und Schlüsselboxen gehören zum Programm. Im Tresorbau zählt Burg-Wächter zu den Weltmarktführern.[3] Das Unternehmen ist christlich geprägt [4]. Die Burg im Markenzeichen ist die Burg Volmarstein.

Firmengeschichte und Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfred Lüling (1899-1960) gründete 1920 die Firma Burg-Wächter

Die Anfänge (1920 bis 1961)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde am 25. November 1920 von Alfred Lüling (2. November 1899 bis 22. Juni 1960) und dessen Onkel Ferdinand Buhl als Vertrieb für den damaligen führenden Schlosshersteller Burg gegründet.[5] Die Handelsfirma trug den Namen F.Buhl & Co. Die Firma Burg gehörte Alfred Lülings Vater, Friedrich Wilhelm Lüling. Ab 1923 ging das Alleinvertriebsrecht der Burg-Vorhängeschlösser für Deutschland an F.Buhl & Co über.[6]

Altes Vorhängeschloss von Burg-Wächter.

Nachdem das Unternehmen zunächst expandierte, musste es während des Zweiten Weltkriegs seine Geschäfte zurückfahren und teilweise ganz einstellen. Da alle Produktionsstätten erhalten blieben, konnte die Firma nach Kriegsende ihre Tätigkeit wieder in vollem Umfang aufnehmen. Erste Innovationen wurden 1949 mit einem bügellosen Schloss und einem Panzerriegel auf den Markt gebracht. 1950 traten die Söhne des Firmengründers – Alfred jr., Adalbert und Friedhelm Lüling – in das Geschäft ein. In jenem Jahr firmierte das Unternehmen um und wurde zu Burg-Wächter. [7]

Erweiterungen und Innovationen (1962 bis 1992)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belastungsprobe: Drei Männer versuchen in den 1950er-Jahren vergeblich, eine Panzer-Überfalle von Burg-Wächter zu knacken

1962 wurde in Wetter-Volmarstein mit der Fertigung von Zylinder-Vorhängeschlössern begonnen. Neben der Betriebsstätte am Stammsitz erbaute das Unternehmen im 1964 eine weitere Produktionsstätte in Meinerzhagen-Valbert, die bis heute mehrere Male erweitert worden ist. Es folgten zahlreiche Neuerungen. 1966 brachte Burg-Wächter Geldkassetten auf den Markt, 1971 wurden Wandtresore und Geldschränke neu ins Programm aufgenommen. [8]

Im vierten Quartal 1975 wurden erste Briefkästen ausgeliefert. 1982 wurde das Portfolio um Kunststoff-Briefkästen erweitert. 1984 folgte die Einführung des „Secutronic“-Kombinationsschlosses bei Tresoren mit 111 Millionen Kombinationsmöglichkeiten. 1990 kam die Tresor-Serie „Royal“ auf den Markt. Mit dieser wurde Burg-Wächter Mitglied in der „Fachgemeinschaft Geldschränke und Tresor-Anlagen“ im VDMA und im ECB•S „European Certification Board - Security Systems“ für Tresore und Tresorschlösser. [9]

Die Neuzeit (1993 bis heute)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modernes Vorhängeschloss Profi 116 aus Messing

Nach der deutschen Einheit baute Burg-Wächter in Gägelow bei Wismar 1993 eine neue Produktionsstätte, dort stellt die Tochterfirma Secu elektronische und mechanische Verschlusstechnik sowie Explosionsschutz her. 1997 startete in Arad (Rumänien) die Tochterfirma Securo mit Produktion und Vertrieb. Als letzter ausländischer Produktionsstandort kam die Tochterfirma China Safe 2005 mit einem Werk in Nanjing (China) hinzu, dessen Kapazitäten 2015 verdoppelt wurden.

Des Weiteren erwarb Burg-Wächter 2012 die auf Videosicherheit spezialisierte Firma Santec aus Ahrensburg und die französische BALSA-Gruppe. Der Vertriebsstandort in Frankreich ist in Mommenheim. 2013 kam die britische Sterling-Gruppe hinzu.

Als Produkt-Innovation kam 2007 das elektronische Türschloss-System TSE auf den Markt – das schlüssellose Schloss. Ohne Schlüssel – dafür mit Fingerabdruck, Code oder Transponder – erhält man Zutritt zu Haus und Wohnung. Die neueste TSE-Version ist unter dem Namen secuEntry auf dem Markt.

Das elektronische Türschloss secuENTRY von Burg-Wächter

2016 wurde die Produktpalette durch die Paketbox eBoxx mit ParcelLock-System erweitert. In der Paket-Box können Lieferungen aller Paketdienstleister abgelegt und Retouren versendet werden, auch wenn der Adressat nicht zu Hause ist. Zur Kommunikation mit dem Dienstleister tauscht sich die Box über eine Bluetooth-Verbindung aus. [10]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017 erhielt Burg-Wächter von „Die Deutsche Wirtschaft“ die Auszeichnung „Innovator des Jahres 2017“[11]. Die Auszeichnung erhielt die Firma für ihr elektronisches Türschloss secuENTRY in der Sparte praxisnahe Erfindungen/Erzeugnisse.
  • 2016 erhielt Burg-Wächter für die eBoxx mit Parcel Lock den Plus X Award[12]. Der Plus X Award gilt als weltgrößter Innovationspreis für Technologie, Sport und Lifestyle. Durch das offene System können alle Zusteller Pakete abliefern und mitnehmen.
  • 2015 erhielt Burg-Wächter für die secuENTRY-Serie den Plus X Award als „Bestes Produkt 2015/2016“[13]. Außerdem wurde Burg-Wächter zusätzlich mit dem Gütesiegel in den Kategorien High Quality, Design, Bedienkomfort und Funktionalität ausgezeichnet.
  • 2011 zählte Burg-Wächter zu den Preisträgern der iF design awards 2012[14]. Der Briefkasten Quadus und das elektronische Türschloss TSE 5000/6000 wurden ausgezeichnet.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Engagement im Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit vielen Jahren unterstützt Burg-Wächter verschiedene Sportvereine und Individualsportler. Seit März 2012 ist die Firma Partner des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund [15].

Seit 1998 werden vom Trackteam Burg-Wächter junge Leichtathleten gefördert.[16] Zu den unterstützten Athleten zählten beispielsweise der Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe oder die vielfache Deutsche Meisterin in den Laufdisziplinen Sabrina Mockenhaupt. Momentan werden acht Sportler unterstützt, darunter die Olympia-Vierte Gina Lückenkemper (Sprint), die Deutsche Weitsprung-Meisterin Lena Malkus und die U20-Europameisterin Alina Reh (Langstreckenlauf). [17]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burg-Wächter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Impressum
  2. Klaus Deuse: Burgwächter – Spezialist für Tresore und Panzerschränke, Deutschlandfunk, 13. März 2009
  3. Deutsche Welle (www.dw.com): Angst greift um sich | Alle multimedialen Inhalte der Deutschen Welle | DW | 10.05.2016. Abgerufen am 6. Juli 2017 (deutsch).
  4. Philosophie - BURG-WÄCHTER - 1. In: Burg-Wächter DE. (burg.biz [abgerufen am 6. Juli 2017]).
  5. Unternehmensgeschichte: Burg-Wächter Tradition. In: Burg-Wächter DE. (burg.biz [abgerufen am 6. Juli 2017]).
  6. 1920-1995 Chronik (Zum 75. Firmengeburtstag)
  7. 1920-1995 Chronik (Zum 75. Firmengeburtstag).
  8. 1920-1995 Chronik (Zum 75. Firmengeburtstag).
  9. 1920-1995 Chronik (Zum 75. Firmengeburtstag).
  10. Deutsche Post: Der Paketkasten bekommt einen Konkurrenten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 6. Oktober 2015, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 6. Juli 2017]).
  11. Preisgekrönte Innovatoren aus 10.000 Stimmen - Die Deutsche Wirtschaft. In: Die Deutsche Wirtschaft. 10. Mai 2017 (die-deutsche-wirtschaft.de [abgerufen am 6. Juli 2017]).
  12. Plus X Award 2016. Abgerufen am 6. Juli 2017.
  13. Plus X Award 2015. Abgerufen am 6. Juli 2017.
  14. if Design Award 2012. Abgerufen am 6. Juli 2017.
  15. Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA: Burg-Wächter ist neuer Partner des BVB. Abgerufen am 6. Juli 2017.
  16. Team - Trackteam. In: Trackteam. (trackteam.de [abgerufen am 6. Juli 2017]).
  17. Athleten - Trackteam. In: Trackteam. (trackteam.de [abgerufen am 6. Juli 2017]).