Alina Reh

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Alina Reh Leichtathletik

Alina Reh (2015)
Alina Reh bei den U18/U20-Meisterschaften 2015 in Jena

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 23. Mai 1997 (21 Jahre)
Geburtsort Laichingen, Deutschland
Größe 174 cm
Gewicht 54 kg
Beruf Einzelhandelskauffrau
Karriere
Disziplin Mittel-, Langstrecken-, 10 km Straßenlauf,
Halbmarathon
Verein SSV Ulm 1846,
vorm.: TSV Erbach, TSV Laichingen
Trainer Jürgen Austin-Kerl, vorm.: Julian Rudziok,
Wieland Pokorny, Michael Schwenkedel
Medaillenspiegel
U23-Europameisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Junioreneuropameisterschaften 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Crosslauf-Europameisterschaften 2 × Gold 2 × Silber 2 × Bronze
Olympische Jugendspiele 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Deutsche Meisterschaften 2 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
Deutsche Hallenmeisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Logo der EAA U23-Europameisterschaften
0Silber0 Bydgoszcz 2017 5000 m
Logo der EAA Junioreneuropameisterschaften
0Gold0 Eskilstuna 2015 3000 m
0Gold0 Eskilstuna 2015 5000 m
Logo der EAA Crosslaufeuropameisterschaften
0Bronze0 Samokow 2014 Juniorinnen Team
0Bronze0 Hyères 2015 Juniorinnen Einzel
0Gold0 Hyères 2015 Juniorinnen Team
0Silber0 Chia 2016 Juniorinnen Team
0Gold0 Šamorín 2017 U23 Einzel
0Silber0 Šamorín 2017 U23 Team
Olympische Ringe Olympische Jugendspiele
0Silber0 Nanjing 2014 3000 m
Deutsche Meisterschaften
0Gold0 Nürnberg 2015 5000 m
0Bronze0 Bad Liebenzell 2015 10 km
0Gold0 Löningen 2017 Crosslauf
0Silber0 Ohrdruf 2018 Crosslauf
0Silber0 Nürnberg 2018 5000 m
Deutsche Hallenmeisterschaften
0Bronze0 Karlsruhe 2015 3000 m
0Silber0 Leipzig 2016 3000 m
0Gold0 Leipzig 2017 3000 m
letzte Änderung: 23. Juli 2018

Alina Reh (* 23. Mai 1997 in Laichingen, Baden-Württemberg) ist eine deutsche Leichtathletin, die sich auf Langstrecken-, wie 10-km-Straßen- und Halbmarathonläufe spezialisiert hat und auch Crossläufe absolviert. Lag ihr Fokus in der Jugend noch auf der 3000-Meter-Distanz, will sie ihr Hauptaugenmerk auf die 5000 und 10.000 Meter legen.[1]

Berufsweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reh machte 2015 am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Laichingen ihr Abitur. Da sie gerne im Einzelhandel arbeitet, schloss sie eine Abiturientenausbildung zur Einzelhandelskauffrau ab[1] und will sich mit einem BA-Studium in diesem Bereich einfinden.[2][3]

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alina Reh betrieb nie richtig „klassische“ Leichtathletik, sondern begann direkt mit dem Laufen.[1] Sie begleitete bereits als Siebenjährige ihre Marathon laufende Mutter beim Training auf dem Fahrrad, fing dann selbst mit dem Laufen an, nahm auch immer wieder an Schülerläufen teil und gewann mit zehn Jahren in Sonthofen ihr erstes Rennen.[1][2][3] Trotz ihrer überragenden Ausdauerfähigkeiten, war Reh aber bei einer Talentsichtung Letzte, weil sie Defizite im Kraft- und Sprintbereich aufwies.[2][3]

2012, 15-jährig, wurde Reh Deutsche U18-Vizemeisterin im 3000-Meter-Lauf.

2013 konnte sie sich auf der gleichen Distanz Deutsche U18-Meisterin nennen als auch Deutsche U18-Crosslaufmeisterin sowie Deutsche U20-Meisterin über 5000 Meter. International kam Reh bei den U18-Jugendweltmeisterschaften im 3000-Meter-Lauf auf den fünften Platz. Bei den Crosslauf-Europameisterschaften belegte sie in der U20-Klasse mit der Mannschaft den dritten, und in der Einzelwertung den 5. Platz.

2014 war Reh erneut Deutsche U18-Meisterin auf den 3000 Metern und Deutsche U18-Crosslaufmeisterin als auch Deutsche U20-Meisterin über die 5000 Meter. International holte sie bei den Olympischen Jugend-Sommerspielen die Silbermedaille im 3000-Meter-Lauf und kam bei den Crosslauf-Europameisterschaften in der U20-Klasse mit der Mannschaft auf den dritten, und in der Einzelwertung auf den 4. Platz. Am Ende des Jahres standen drei deutsche Bestleistungen zu Buche: Deutscher U20-Rekord über 5000 Meter (15:55,82 min), deutsche U18-Bestleistungen über 3000 Meter (9:05,07 min) und beim Grand 10 Berlin über 10 km (33:32 min).

Im Juli 2015 gewann Reh bei den U-20-Europameisterschaften im schwedischen Eskilstuna die Titel über 3000 und 5000 Meter.[4] Eine Woche später wurde sie Deutsche U20-Meisterin im 5000-Meter-Lauf. Am 13. Dezember errang sie bei den Crosslauf-Europameisterschaften 2015 in der Altersgruppe der Juniorinnen die Bronzemedaille. In der Teamwertung gewann sie mit der deutschen Mannschaft Gold.

2016 war geprägt durch eine Fußverletzung und einen Trainerwechsel. Dennoch konnte Reh bei den U20-Weltmeisterschaften in Bydgoszcz (Polen) mit Rang neun über 5000 Meter und einem zu diesem Zeitpunkt neuen deutschen U20-Rekord (15:41,62 min) einen Achtungserfolg erzielen[5] und auch wieder Deutsche U20-Meisterin im 5000-Meter-Lauf werden.

2017 wurde Reh in Leipzig über 3000 Meter mit persönlicher Bestleistung Deutsche Hallenmeisterin in 8:53,56 min und qualifizierte sich für die Halleneuropameisterschaften in Belgrad. Dort belegte sie den achten Platz. Die Freiluft-Saison begann sie beim Berliner Läufermeeting Ende April mit einer neuen 5000-Meter-Bestzeit und der Norm für die Weltmeisterschaften 2017 in London. In 15:16,39 min steigerte sie ihre Bestzeit um rund 25 Sekunden.[6] Im nordfranzösischen Lille wurde Reh Team-Europameisterin, wozu sie durch einen 3. Platz beim 5000-Meter-Lauf beitrug. Anfang Juli 2017 nahm sie an den U23-Europameisterschaften im polnischen Bydgoszcz teil und musste sich dabei über 5000 Meter nur der Türkin Yasemin Can geschlagen geben, die unangefochten mit neuem Meisterschaftsrekord gewann.[7] Zum Saisonende unterbot Reh beim Einstein-Marathon in Ulm am 17. September mit 1:11:21 Std. den von Sonja Oberem seit 1995 gehaltenen U23-Rekord im Halbmarathon um 21 Sekunden und ließ dabei auch das gesamte Starterfeld der Männer hinter sich.[8] Am 8. Oktober 2017 verbesserte sie bei „Great 10k“ in Berlin in 31:38 min den deutschen U23-Rekord im 10-km-Straßenlauf von Kathrin Ullrich aus dem Jahr 1989 um 23 Sekunden und ihre eigene Bestleistung um 89 Sekunden. Als einzige Deutsche lief bisher nur Irina Mikitenko im Jahr 2008 schneller.[9] Bei den Crosslauf-Europameisterschaften in Šamorín siegte sie im U23-Rennen und erreichte zusammen mit Konstanze Klosterhalfen und Anna Gehring den zweiten Platz in der Mannschaftswertung.[10]

2018 kam Reh nach längerer Verletzungspause bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund mit einer Zeit von 9:02,42 Minuten über die 3000 Meter auf den 4. Platz. Bei den Deutschen Crosslauf-Meisterschaften in Ohrdruf wurde sie Vizemeisterin und siegte in der U23-Wertung. Ab Mitte April musste Reh wegen eines Ermüdungsbruchs im rechten Wadenbein eine Zwangspause einlegen.[11] Bei den Europameisterschaften in Berlin wurde sie über 10.000 Meter Vierte in 32:28,42 min.

Vereinszugehörigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alina Reh war ursprünglich im TSV Laichingen aktiv und startete anschließend bis 2015 für den TSV Erbach. Ihr Trainer war Michael Schwenkedel, ein Realschullehrer. Mit Jahresbeginn 2016 wechselte sie zum SSV Ulm.[12] Hier wurde sie zunächst von Wieland Pokorny trainiert, bevor sie Mitte der Saison zum ehemaligen Marathonläufer Jürgen Austin-Kerl wechselte.

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 13. Juni 2018)

Halle
Freiluft

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

national
international

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alina Reh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Alina Reh. trackteam.de, abgerufen am 22. Mai 2017.
  2. a b c Ewald Walker: 17-Jährige Athletin aus Laichingen – Die Davonläuferin. stuttgarter-zeitung.de, 30. Dezember 2014, abgerufen am 22. Mai 2017.
  3. a b c Ewald Walker, Martin Neumann: Alina Reh – Ein Naturkind auf der Überholspur. leichtathletik.de, 15. Januar 2015, abgerufen am 22. Mai 2017.
  4. Alina Reh holt bei U-20-EM zweimal Gold. Südwest Presse, 20. Juli 2015, abgerufen am 26. Juli 2015.
  5. Silke Morrissey: Alina Reh pulverisiert deutschen U20-Rekord. leichtathletik.de, 23. Juli 2016, abgerufen am 2. Mai 2017.
  6. Jan-Henner Reitze: Alina Reh läuft WM-Norm und pulverisiert Bestzeit. leichtathletik.de, 29. April 2017, abgerufen am 2. Mai 2017.
  7. Results
  8. Pamela Ruprecht: Alina Reh rennt deutsche U23-Bestleistung im Halbmarathon. leichtathletik.de, 17. September 2017, abgerufen 18. September 2017.
  9. Harald Koken, Jörg Wenig: Alina Reh pulverisiert deutsche U23-Bestleistung. Leichtathletik.de, 8. Oktober 2017, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  10. Pamela Ruprecht: Doppel-Sieg für Alina Reh und Konstanze Klosterhalfen in Samorin. leichtathletik.de, 10. Dezember 2017, abgerufen am 10. Dezember 2017.
  11. Alina Reh erleidet Ermüdungsbruch – EM in Berlin weiter im Blick, auf: trackteam.de, vom 18. April 2018, abgerufen 14. Juni 2018
  12. Top-Läuferin Alina Reh setzt aufs professionelle Umfeld beim SSV Ulm 1846 Südwest Presse, 27. Oktober 2015, abgerufen am 28. Oktober 2015.
  13. Silke Bernhart: Alina Reh begeistert die Leichtathletik-Fans. leichtathletik.de, 16. Oktober 2017, abgerufen am 17. Oktober 2017.
  14. Jörg Wenig, Silke Bernhart: Flash-News des Tages – Arne Gabius und Alina Reh deutsche „Straßenläufer des Jahres“. leichtathletik.de, 20. November 2017, abgerufen am 23. November 2017.