Burgruine Velburg

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Burgruine Velburg
Burgruine Velburg - Ansicht der Südostecke des Bergfriedes

Burgruine Velburg - Ansicht der Südostecke des Bergfriedes

Alternativname(n): Velberg
Entstehungszeit: 1129 erstmals erwähnt
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Teile des Bergfrieds, Mauerreste
Ständische Stellung: Adlige Grafen
Ort: Velburg
Geographische Lage 49° 14′ 3,4″ N, 11° 40′ 39,7″ OKoordinaten: 49° 14′ 3,4″ N, 11° 40′ 39,7″ O
Höhe: 621,8 m ü. NN
Burgruine Velburg (Bayern)
Burgruine Velburg

Die Burgruine Velburg, auch Velberg genannt, ist die Ruine einer hochmittelalterlichen bis frühneuzeitlichen Höhenburg, die sich einst auf der felsigen Kuppe des Schlossberges in 621,8 Meter Höhe über dem Tal des Frauenbaches erhob. Die Ruine befindet sich unmittelbar östlich der Stadt Velburg in der gleichnamigen Gemeinde im oberpfälzischen Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern, Deutschland.

Die ehemalige Grafenburg, die erst 1129 aus dem Dunkel der Geschichte auftaucht, wurde im Dreißigjährigen Krieg beschädigt und danach wohl aufgegeben. Sie dient heute dank des 12 Meter hohen zugänglich gemachten Bergfriedes als Aussichtspunkt.[1]

Blick vom Schlossberg auf Velburg und die Frankenalb (2017)

Man erreicht die Ruine von Velburg aus am besten auf dem Wanderweg König-Otto-Schlaufe am Jurasteig. Eine alte Lindenallee führt über Serpentinen den Schlossberg durch die felsige Juralandschaft mit Trockenrasen und Buchenwäldern hinauf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg, deren genaue Entstehung im Dunklen liegt, wurde 1129 erstmals erwähnt und war bis 1217 im Besitz der Herren von Velburg, die mit den Grafen Gerhard und Hermann von Velburg 1156 erstmals genannt wurden. 1188 erbte das österreichische Grafengeschlecht von Clamm die Burg und 1190 begleitete Otto von Velburg den Kaiser Friedrich Barbarossa auf den Dritten Kreuzzug. Bis 1231 ist ein comes de Velburch (Graf von Velburg) aus der gleichen Familie nachgewiesen.

Ansicht des Schlossberges aus südlicher Richtung

Nach dem Aussterben der Velburger Grafen ging die Burg an die Wittelsbacher und wurde wechselweise von oberbayerischen und pfälzischen Pflegern besetzt. Um 1450 brannte die Burg fast vollständig ab, wurde wieder aufgebaut und kam 1505 nach dem Landshuter Erbfolgekrieg an das neu gegründete Herzogtum Pfalz-Neuburg.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg von schwedischen Truppen zerstört und 1790 als Steinbruch zum Bau der Velburger Pfarrkirche benutzt. In den 1980er Jahren wurden die Reste der Burg gesichert.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenansicht des Burgtores

Von der ehemaligen Burganlage mit dreieckigem Grundriss sind noch Teile des rekonstruierten Bergfrieds auf einer Grundfläche von 8×8 Metern und Mauerreste erhalten.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landschaftsschutzgebiet bei Velburg: Das 350 Hektar große Landschaftsschutzgebiet umfasst die Ruine Velburg mit Umgebung, die sog. „Drei steinernen Jungfrauen“, den Hohllochberg, den Osterberg und den Bockenberg mit der König-Otto-Tropfsteinhöhle. Die deutliche Ausprägung der Juralandschaft mit zahlreichen Kalkfelsengebilden prägt das schöne Landschaftsbild.[2][3]
  • FFH-Gebiet Schloßberg, Wolfgangshöhle und Hohllochberggruppe bei Velburg: Das 160 Hektar große europäische Schutzgebiet enthält zwei Hügel der Dolomitkuppenalb mit hoher Lebensraumvielfalt und hoher Artendichte, z. T. auf trockenwarmen Standorten.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burgruine Velburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Burg Velburg - Geschichte auf der Webseite der Stadt Velburg
  2. BayernAtlas – der Kartenviewer des Freistaates Bayern mit Karten, Luftbildern und vielfältigen Themenkarten. Bayerische Vermessungsverwaltung (Freistaat Bayern), abgerufen am 13. August 2017.
  3. Landschaftsschutzgebiete. Landkreis Neumarkt, abgerufen am 13. August 2017.
  4. Steckbriefe der Natura 2000 Gebiete: 6736-301 Schloßberg, Wolfgangshöhle und Hohllochberggruppe bei Velburg (FFH-Gebiet). Bundesamt für Naturschutz (BfN), 14. April 2015, abgerufen am 13. August 2017.