Aussichtspunkt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Das Nordkap

Ein Aussichtspunkt ist ein hervorragender Geländepunkt, eine Bergkuppe, ein freistehender Felsen oder ein anderes topografisches Objekt, oder dann ein Bauwerk wie etwa ein Turm oder ein Hochhaus, von dem aus eine freie Rundsicht oder eine sektorale Sicht auf die umliegende Landschaft möglich ist. An vielen aussichtsreichen Stellen bieten Aussichtswarten (Aussichtstürme oder Plattformen) eine Fernsicht.

Gute Aussichtspunkte weisen im Allgemeinen einen niedrigen Landschaftshorizont auf, also einen "weiten Himmel". Die Sicht ist abhängig von den Wetterbedingungen und auch von der örtlichen Luftverschmutzung. Die maximale Sichtweite ist abhängig von der Höhe des Aussichtspunkts und wird durch Beleuchtung, Wettersituation, Dunst und Hindernisse eingeschränkt.

Zum Begriff des Aussichtspunkts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Solche Stellen in der Landschaft, von denen aus ein guter Blick auf die weite oder nähere Umgebung möglich ist, kommen in der Malerei und in der Reiseliteratur seit der Romantik vor. Was früher der Landschaftsmaler zeigte,[1] und später die Ansichtskarte, ist heute die massenhafte eigene Fotografie vom Aussichtspunkt aus als Urlaubsmitbringsel oder zum Posten auf social media-Plattformen, gerade auch als Selfie, und sei es auch nur zum Beweis des „dagewesen seins“.

Hinweise auf gute Aussichtspunkten gehören weiterhin zu grundlegenden Inhalten der Reiseliteratur wie auch der Reise- und Freizeitkarten. Der Verortung in Landkarten mit speziellen Kartensymbolen zur touristischen Erschließung folgt die Beschilderung von Zugangswegen zu den beliebten Aussichtswarten.

Besonders gute Aussichtspunkte auf Bergspitzen oder Türmen bieten eine uneingeschränkte Rundsicht auf die ganze Umgebung. Andere gewähren wegen der Topographie oder der Vegetation nur den Blick auf einen ausgewählten Landschaftsausschnitt, eine besonders spektakuläre Stelle wie etwa einen Wasserfall oder auch einen Stadtteil.

Die Aussicht auf die nahen und fernen Landschaftsabschnitte, Ortschaften, Hügel und Berge wird oft durch eine Panoramatafel (in der Schweiz: Alpenzeiger) erklärt. Sichthilfen wie Fernrohre unterstützen den Blick auf Einzelheiten der Landschaft.

In touristisch erschlossenen Gebieten sind viele Aussichtspunkte mit verschiedenen Dienstleistungseinrichtungen wie Parkplatz, Haltestellen, Gaststätten, Souvenirläden, Spielplätzen und Bänken ausgestattet. Manchmal ist der Zugang zu einem Aussichtspunkt und besonders auf einen Aussichtsturm nur gegen Entrichtung eines Eintrittsgeldes oder auf die Terrasse eines Aussichtsrestaurants nur mit Konsumation möglich.

Markante Geländepunkte dienen auch der Landesvermessung und sind wenn nötig mit stabil verankerten Festpunkten und aus der Ferne sichtbaren Signalen versehen.

Vom Aussichtspunkt zu unterscheiden ist der point de vue, das auffällige Objekt in einer Parklandschaft.

Ein im Rahmen der taktischen militärischen Aufklärung eingerichteter Aussichtspunkt wird als Beobachtungsposten bezeichnet.

Beispiele für erdgebundene Aussichtspunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispiele für Aussichtspunkte auf Gebäuden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Aussichtspunkt – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Scenic overlooks – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Während bis in Romantik schöne Landschaft noch nach ästhetischen Gesichtspunkten zusammengestellte Versatzstücke war, haben die Naturalisten tatsächlich spezielle besondere Aussichtspunkt gesucht (das gilt für die europäische Landschaftsmalerei ebenso wie etwa die chinesische); manche dieser Punkte haben die Maler selbst berühmt gemacht.