CV-Afrika-Hilfe

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Der CV-Afrika-Hilfe e. V. ist ein dem Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) nahestehender Verein, aber trotz der Namensgebung kein Organ oder Verein des Cartellverbandes. Dennoch prägt eine starke Verbundenheit die Zusammenarbeit zwischen dem CV und der CV-Afrika-Hilfe seit deren Gründung am 6. Januar 1972 in Köln.[1] Als zentrale, selbstgesteckte Ziele gem. den Vereinsstatuten sind die Durchführung und Förderung von nachhaltigen Projekten in Afrika definiert, wobei die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund steht. Seit 2005 ist dabei eine Zunahme an Großprojekten und eine verstärkte Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen in Deutschland (BMZ) sowie in den afrikanischen Projektstaaten feststellbar.

Verein und Körperschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Verein ist dieser laut Satzung in die aktiven Mitglieder des Vorstandes sowie den Förderkreis untergliedert.[2] Als Körperschaft ist er nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftssteuer und nach § 3 Nr. 6 GewStH von der Gewerbesteuer befreit, weil sie ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigte Zwecke im Sinne der § 3 51 ff. AO dient. Die Ausstellung eines Spendensiegels durch nicht-staatliche Dritte wurde von den Vorständen der CV-Afrika-Hilfe bislang nicht angestrebt, da man einen ausführlichen Rechenschaftsbericht auf der jährlichen Cartellversammlung vorträgt.

Als Körperschaft fördert der Verein folgende als gemeinnützige Zwecke anerkannten Ziele:

  • Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens, insbesondere die Bekämpfung von Seuchen und seuchenähnliche Krankheiten, auch durch Krankenhäuser i.S.d. § 67 (§ 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 AO)
  • Förderung der Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe (§ 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 07 AO)

Diese juristische Ausformulierung fasste der Vorsitzende Grevelding mit den Worten „Hilfe zur Selbsthilfe in Sachen Gesundheitswesen und Bildung“[3] zusammen,[4] wobei im Bereich Kultur- und Wissenstransfer von ihm in Vorträgen und Interviews ein differenziertes Afrikabild gefordert wird, da seiner Meinung nach durch Schwarz-Weiß-Vergleiche die Erfolge, welche Afrika vorzuweisen hat, unterschlagen werden.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde am 6. Januar 1972, dem Afrikatag der katholischen Kirche, von dem damaligen CV-Seelsorger und Studentenpfarrer Edmund Dillinger und einem Kreis interessierter Mitglieder des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen aus dem Kölner Raum gegründet.[6] Der Gründung ging ein für den Studentenpfarrer prägendes Erlebnis in einer kamerunischen Lepra-Station voraus; da er gegen diese Krankheit ankämpfen und vor allem aber auch die teils menschenunwürdigen Zustände in der dort bestehenden Station beseitigen wollte, war er aber auf Drittmittel und personelle Hilfe angewiesen.[7]

„Der Auslöser für diese Initiative war ein schreckliches Erlebnis in einer Lepra-Station im Bistum Mbalmayo in Kamerun. Die Kranken lagen in zerfallenden Lehmhütten auf staubigem Fußboden. Die ärztliche Behandlung mußte im Freien, oft in strömendem Regen, stattfinden. Als sich unter den Kranken herumgesprochen hatte, daß ein Priester aus Deutschland angekommen sei, wollte jeder sein eigenes Bittgesuch vortragen. Die verstümmelten Hände und Füße der Kranken, die eitrigen Wunden, die übergroße Armut und der hoffnungslose Gesichtsausdruck von Menschen, die als gesellschaftlich Geächtete und Ausgestoßene nur noch auf den Tod warteten, führte zu dem Entschluß: Hier muß geholfen werden. Nach Gründung wurde daher zuerst diese Lepra-Station vor den Toren der Stadt Mbalmayo (40.000 Einwohner; 50 km südlich der Hauptstadt Yaoundé) total neu aufgebaut. Es entstanden 40 saubere Patienten-Unterkünfte, eine medizinische Versorgungsstation und drei Rehabilitationswerkstätten. Mehrere Medizinstudenten des CV arbeiteten sowohl in der Krankenpflege wie auch in der Apotheke der Station und ernteten Lob und Anerkennung des Personals und der Missionare für ihre ausgezeichnete Tätigkeit. Die Kranken gaben ihrer Station den bedeutungsvollen Namen ‚Nkol Afidi‘, dt. ‚Hügel der Hoffnung‘.“[8]

In den Folgejahren kamen weitere Projekte hinzu, wobei in der Gründungsphase die Projektierungspartner die Ansprechpartner der katholischen Kirche vor Ort waren. Die medizinischen Projekte im Bistum Mbalmayo und dem Erzbistum Yaoundé wurden um Studienstipendien ergänzt. In Burkina Faso wurde ein Krankenhausprojekt, in Togo die beiden Waisenhausprojekte in Lomé und Pagala (Bistum Atakpamé) gefördert und um Wasserleitungen und Wassertürme ergänzt. In Nigeria baute die CV-Afrika-Hilfe im Bistum Orlu einen Kindergarten, im Bistum Yamousoukro (Elfenbeinküste) wurde das Jugendzentrum ausgebaut. In Liberia entstanden mehrere Handwerksschulen, die Ausbildung von Sozialarbeitern wurde übernommen und die Hilfe für das Lepra-Zentrum Ganta gestellt. In Zaire wurde im Bistum Boma die Wasserversorgung eines Schulinternates umgesetzt und im Bistum Isiro ein Sozialzentrum errichtet.

Die Zeit bis 2005 wurde geprägt von einer Vielzahl von Projekten aller Größenordnungen. Mit dem Vorstandswechsel, Diakon Hans Gerd Grevelding folgte auf den ausscheidenenden Pfarrer Edmund Dillinger als neuer Vorsitzende,[7] verlagerte sich das Tätigkeitsgebiet sichtlich mehr auf die Umsetzung von größeren Projekten. Mit Stand 2015 wurden von der CV-Afrika-Hilfe mehrere hundert Projekte in Afrika umgesetzt resp. gefördert.[9]

Auf der 129. Cartellversammlung in Heidelberg 2015 lautete das Fazit der Vereinstätigkeit, dass man in rund 40 Jahren über 400 Projekte in mehr als 20 Ländern Afrikas[4] umgesetzt hat, dies ehrenamtlich und ohne Verwaltungsausgaben, und dabei etwas mehr als 2,2 Millionen Euro an Spendengeldern, ohne Drittmittelbezuschussung und primär von Mitgliedern aus dem Cartellverband investieren konnte.[10] Die jährlichen Spendenvolumina und Investitionen der ersten zwei Dekaden kann man dabei als eher bescheiden bezeichnen. Seit den 1990ern ist ein Anstieg feststellbar und mit dem Beginn der Großprojektierung ab 2005 kann man von einer signifikanten Steigerung sprechen. So sind rund 1,5 Millionen Euro, ohne Drittelmittelberücksichtigung, seit 2005 geflossen.[11][12]

Projektierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Liste der Projektierungen der Jahre 2010–2017 zeigt, wie vielfältig die Art der Projektierungen und der Projektierungsorte des Vereins sind.

  • Burkina Faso: Ouahigouya - Anschaffung diverser medizinischer Geräte für Ausbildung und Praxis-/Laborbetrieb
  • Elfenbeinküste: Neuanlage einer Kakaoanlage in Koria, Gebäude zur Herstellung von Wassertüten in Tienkoikro, Wasserprojekt in Tienkoikro für 5 Dörfer, Jugendzentrum Yamousoukro[13]
  • Ghana: Grundschule inkl. der Möblierung in Akwamufie, Mineralwasserproduktion und Starkstromzuführung für das Dorf Dormaa Ahenekro, Brunnen in Koforidua, Schüler- und Studentenunterstützung, Bau eines Brunnens in Sunyani, DJK Coaches-Ausbildung Capecoast[14][15], Schulprojekt Akwamufie, Ausbaustufe II DJK-Kooperationsprojekt
  • Kamerun: Brunnen für die Schule Saint Jean-Baptiste in Tonga, Wasser- und Stromerzeugungsstation in Khoti / Mbindia, Grundschule in Melong, Brunnen mit Wasserturm zwecks Versorgung des kath. Gymnasiums St. Thomas von Aquino und des Kleinen Seminars in Bafoussam, Jatrophaprojekt in Kumbo,[16] Kindergarten in Buh, Brunnen in Zoatoupsi, Grundschule in Fokoué, Kindergarten für Kinder aus Flüchtlingsfamilien in Bertoua, Schweineprojekt und Fischzuchtprojekt, Sprachlabor in Bafoussam, Unterstützung von Schülern und Seminaristen in der Diözese Bafoussam, Waisenhausprojekt in Bandjoun, Leprastation in Mbalmayo,[17] Studentenunterstützung sowie Waisenhaus in Ngomedzap, Zentrum für Underprivileged Youth Nkambe, Schulbau in Dschang[18], Brunnenprojekt in Bangangté
  • Kenia: Brunnen für das Krankenhaus in Chesongoch, Beseitigung der Schäden durch einen Bergrutsch an der Wasserverteilungsstelle Mbindia, Grundschule nebst Brunnenanlage in Upur, Bau eines Schul- u. Berufsschulzentrums in Nairobi
  • Nigeria: Wasserzisterne in Minna, Schlafsaal in Nairobi, Wasserprojekt in Rongo Township, Bau eines Heimes für Straßenkinder in Owerri
  • Rwanda: Farm- und Geflügelfarmprojekt für Aidskranke, Schulprojekt in Ruhengeri, Unterstützung von jugendlichen Kriegswaisen, Kindergarten-/Grundschulprojekt Butare Diocese, Saint Joseph Primary School in Nyanza
  • Südsudan: Grundschule in Tombura-Yambo, Grundschule nebst Brunnenanlage in Kurumi, „Franz Lorenz Gerbl“-Schulprojekt, Schulprojekt in Ndingimo
  • Tansania: Medikamentenversorgung von Aidskranken in Ifakara-Mahenge, Wassertankprojekt in Moshi/im Rahmen des AIDS-Waisen-Projektes,[19] Skatepark als Kooperationsprojekt in Dodoma,[20][21] Erweiterung Sambarai Kooperations-Projekte u.a. Schweinefarm[22] und Skatepark[23] in Zusammenarbeit mit Léhan-Fisk unter der Schirmherrschaft des Kölner Oberbürgermeisters Jürgen Roters
  • Togo: Renovierung der kath. Grundschule in Koutime, Grundschule in Adokouwoé,[24][25] Unterstützung bedürftiger Kinder in Kouve, Unterstützung von Schulkindern in Lomé, Brunnenbau in Gapé,[26] Förderung von Waisen und Schulkindern in Lomé, Bau Kindergartens Lomé, Schulneubau in Atakpame, Entbindungsstation Anfoin dans la prefecture de Lacs, Disepensaire Village de Kéta-Akoda
  • Uganda: Sports Centers (CV Sportarena) an der Archbishop Kiwanuka Secondary School Kitovu, Grundschule für AIDS-Waisen
  • Bau von 6 Brunnen in Bouli, Borongo, Koume, Ngomedzap, Okode, Ekombitie
Beispiel: In Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft von Dormaa Ahenekro, Ghana, vertreten durch den dortigen Chief, wurde die Suche nach einem Mineralwasservorkommen und die danach notwendige Stromzuführung an Starkstrom sowie der Aufbau eines Mineralwasserherstellungsbetriebes und -vertriebes umgesetzt.
Beispiel: In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erfolgte der Bau einer Wasser- und Stromerzeugungsstation in Khoti / Mbindia, Kamerun.
Beispiel: In Zusammenarbeit mit den staatlichen Stellen entstand ein Musterdorf in Ghana. Durch die CV-Afrika-Hilfe erfolgte Konzeption und Realisierung von Brunnen, Grundschule, Futtermühle, Wassertank, Schweinestall I + II, Wiederaufforstung der Kaffeeplantage. Zusätzliche Maßnahmen waren Heilpflanzenschulungen, Malariaprophylaxe aus Heilpflanzen sowie die Schaffung von drei Ausbildungsstipendien für Handwerker. Auf Grund des Engagements wurde durch den Staat das Dorf elektrifiziert und die Diözese Sunyani steuerte eine neue Kirche und ein Pfarrhaus bei.
Beispiel: Zu den Neuprojektierungen 2015 zählt die Errichtung eines Krankenhauses im ländlichen Umfeld von Quahigouya, nahe Burkina Faso. Die Italienische Bischofskonferenz hat die Zusage für die Finanzierung der Gebäude getroffen, die CV-Afrika-Hilfe die Übernahme der Ausstattung des medizinischen Labors.[27]

Durch den Einsatz im Bildungssektor, kam es z.B. im Bereich des Achas University Institute of Sustainable Tourism, Hospitality and Business Management auch zu langfristigen Projektierungsstrukturen. Der Vorsitzende der CV-Afrika-Hilfe gehört dem Institutsvorstand als Director of Projects an.[28]

Vorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenvorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Diakon Hans Gerd Grevelding
  • Pfarrer Edmund Dillinger

Protektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Benennung eines kirchlichen Protektors sollte „die Verbundenheit mit der katholischen Kirche“[30] dokumentieren und war, wie man an anderen Hilfsorganisationen sehen kann, nicht aus Strukturgründen notwendig.

Paul-Etoga-Medaille[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bischof Paul Etoga Medaille, beide Seiten

Der erste Preisträger der Medaille, der auch gleichzeitig Namensträger der Medaille ist, war Bischof Paul Etoga aus der Diözese Mbalmayo in Kamerun. Paul Etoga war der der erste schwarzafrikanische Bischof aller französischsprechenden Länder Afrikas. Unter seiner Leitung wurde das Petit Séminaire Saint Paul mit finanzieller Unterstützung der CV-Afrika-Hilfe errichtet und durch die Erlebnisse in der Lepra-Station im Ort Mbalmayo wurde er ein enger Freund des Gründers und 1. Vorsitzenden der CV-Afrika-Hilfe Dillinger[7][31] Der zweite Träger der Paul-Etoga-Medaille war 2005 der ehemalige Generalvikar der Diözese Enugu in Nigeria, Prälat Obiora Ike, damals Caritasdirektor in der Diözese Enugu. Die Paul-Etoga-Medaille wird unregelmäßig an Personen, die sich um die CV-Afrika-Hilfe verdient gemacht haben, verliehen.[32][33] Die Bronze-Medaillen wurden von dem Kölner Künstler Egino Weinert entworfen und umgesetzt.[34] Sie weisen einen Durchmesser von 68,50 mm und ein Gewicht von circa 130 Gramm auf. Die Pault-Etoga-Medaille wurde bis 2015 verliehen.

Paul-Etoga-Stele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul-Etoga-Stele, Verleihnummer 2, verliehen 2016 durch den Vorstand des CV-Afrika-Hilfe e. V.

Am 28. Mai 2016 wurde im Rahmen der CXXX. Cartellversammlung in Würzburg das Ende der, noch vom Vereinsgründer Edmund Dillinger gestifteten, Paul-Etoga-Medaille mitgeteilt. Sie wurde mit der Verleihung der 1. Paul-Etoga-Stele an den CV-Sekretär Richard Weiskorn durch diese als neue Auszeichnung des CV-Afrika-Hilfe e. V. ersetzt. Mit Beginn 2015, und gemäß den Vorstandsbeschlüssen vom 27. September 2015 und 27. Februar 2016, wird die Stele ausdrücklich maximal an zwei Personen jährlich und nur bei vorherigem einstimmigem Vorstandsbeschluss verliehen. Eine jährliche Verleihung ist dabei nicht verpflichtend. Bei der Stele handelt sich dabei um durchnummerierte und individuell gestaltete Einzelanfertigungen.

Preisträger: Richard Weiskorn (2015), Alexander Kirsch (2016)

Gründung der ersten afrikanischen CV-Verbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Band der KAV Rheno-Fua-Ndem Dschang im CV, bis 2015
Band der KAV Rheno-Fua-Ndem Dschang im CV;2015

Auf Betreiben der CV-Afrika-Hilfe wurde 2008 in Zusammenarbeit mit der KDStV Rheno-Baltia Köln an der Universität Dschang in Kamerun die KAV Rheno-Fua-Ndem, Abkürzung und Zirkel RFN, gegründet. Diese erste afrikanische Verbindung mit typisch deutschem Studentenverbindungsbrauchtum wurde 2009 in den Cartellverband aufgenommen. Sie gilt seitdem als erste Verbindung des CV auf afrikanischem Boden, eine weitere KAV-Verbindung in Ghana wurde durch die CV-Afrika-Hilfe angeregt und ist im Aufbau. Der Namensbestandteil „Fua Ndem“ in der Verbindungs-Vollbezeichnung KAV Rheno-Fua-Ndem zu Dschang (Kamerun) im CV bedeutet so viel wie „Chief Gott“ und stammt von einem Wasserfall in Kamerun.[35] Der Ausdruck Chief wird hierbei nicht ins Deutsche übertragen, da weder Chef, Bürgermeister noch Häuptling als Übersetzung dieses Titels einer afrikanischen Dorfgemeinschaft korrekt wären. Es handelt sich nicht um einen staatlichen, sondern einen traditionellen Funktionstitel des Vorstandes einer dörflichen Gemeinschaft.

Rezeptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Eigendarstellungen in Form von Flyer, Eigenschaltungen in Zeitschriften und Mitgliederbriefen wurde die Arbeit der CV-Afrika-Hilfe in den letzten Jahren mehrfach vom Domradio Köln, der Verbandszeitschrift Academia des Cartellverbandes, der Presse des Erzbistums Köln und Trier sowie der lokalen Presse in einigen Bundesländern aufgegriffen und dargestellt. Neben der Darstellung der Projektierungen in der afrikanischen Presse vor Ort, den Wandschriften wie am Institut Saint Joseph d'Adoukowoe,[25] stellt sicherlich die Benennung des Sports Centers an der Archbishop Kiwanuka Secondary School Kitovu, Uganda, in „CV Afrika Hilfe Sportarena“, kurz auch „CV Sportarena“ bezeichnet, eine der aus Vereinssicht bedeutendsten Ehrungen dar.[36]

Durch Spendenaufrufaktionen von Dritten wurde die Vereinsarbeit auch während diversen Aktionen und in der dortigen Presse aufgegriffen. Beispiele hierfür sind:

  • Der Musikzug „die Domstädter“ spendete mehrfach die Kollekte der in Kooperation umgesetzten „Englisch/deutsche Mess mit kölsche un schottische Tön“ für die Bildungs- und Gesundheitsprojekte der CV-Afrika-Hilfe[37][38]
  • Teilnahme des CV-Vororts Mannheim/Heidelberg für die CV-Afrika-Hilfe am SAS Halbmarathons der TSG 78 Heidelberg am 26. März 2015 in Heidelberg[39]
  • Teilnahme Tobias Pancratz im CV-Afrika-Dress am Münster Marathon im September 2010
  • Spendenaktionen Fliegende Klassenzimmer für Kamerun/Ghana
  • Unterstützung des 1. Katholikentages der Afrikaner in Nordrhein-Westfalen

Für die Koordination in Kamerun wurden im Zuge der Projektmaßnahmen für das Rainbow-School-Projekt[40] sowie die Elektrifizierung und Wasserversorgung des Dorfes Fontem wurde Chief Forbellah Charles Morfaw mit dem kamerunischen Verdienstkreuz ausgezeichnet. Für die BMZ Ausbaustufen in Mbindia wurde Afutendem Lucas Nkwetta[41] mit der Ernennung zum Knight of the Cameroon Order of Merit geehrt .

Musikproduktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland wurde von 1976 bis Ende der 1980er Jahre die Schallplattenreihe „Kameruner Kirchenmusik“ als Kulturaustauschprojekt zwischen Kamerun und Deutschland durch die CV-Afrika-Hilfe umgesetzt. Mit der Umstellung auf Musik-CDs in den 1990er-Jahren wurden sowohl die Aufnahmen, als auch die Produktion der CDs nach Ghana und Kamerun verlagert und nur noch der Vertrieb in Deutschland wurde durch die CV-Afrika-Hilfe gestellt.

Die erste Schallplattenproduktion 1976, der eine bilinguale Fassung in 1979 folgte, trug den Titel Afrikanische Weihnacht: Jesu Krist abyalie a Bethlehem; Weihnachtsmesse aus der Rosenkranz-Kathedrale in Mbalmayo, Kamerun.[42] Ebenso wie das 1978 erschienene Gotteslob aus Yaounde: musica sacra Kamerunensis wurde der Rohling durch Hoppe und Werry umgesetzt, die weitere (Re-)Produktion sowie der Vertrieb liefen über die CV-Afrika-Hilfe selbst. Die Lieder der beiden Erstproduktionen wurden in der Landessprache Ewondo gesungen.[43]

Die Schallplattenreihen wurden in den 1990ern zu Gunsten von CD-Produktionen aufgegeben, u.a. da man zur Herstellung nicht mehr auf Dritte angewiesen war.[44] Das bislang letzte CD-Projekt aus 2009 Gloire à toi seigneur - dévise: garde moi mon seigneur stellte eine Co-Produktion mit Abbé Eleutére und dem Independent Label verte (PureAfrican Green) unter Produktion und Vertrieb durch die CV-Afrika-Hilfe dar. Insgesamt entstanden durch diese Projektierung zwei heute noch in Ghana und Kamerun bestehende Independent Labels.

Startend mit „MISSA KAMERUN - KRISTUS AKUI YA A SON ALLELUIA 2016 - Osterfestmesse gesungen in der Rosenkranzkathedrale in Mbalmayo (Kamerun)“ wurden die Musikstücke der 1970/80/90er-Jahre in MP3-Dateien umgewandelt, nachvertont und werden ab 2017 wieder durch die CV-Afrika-Hilfe vertrieben. Ergänzend wurde mit einem ghanaischen Independent Label eine Reihe von afrikanischen Musikstücken neu aufgezeichnet[45]. Das erste Lied wurde in der Weihnachtsspendensammlung 2016 als kostenlosen Download den Spendern angeboten.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher und eBooks

  • Edmund Dillinger: Kirche in Kamerun – Kirche der Hoffnung. Einzige Publikation zum 100-jährigen Bestehen der kamerunischen Kirche, gegründet von den deutschen Pallottinern (Limburg), Köln 1986.
  • Edmund Dillinger: Wir essen alle aus demselben Topf. Festakademie zum 15-jährigen Bestehen der CV-Afrika-Hilfe 1987: Akademie im Konrad-Adenauer-Haus zu Bonn. Referate von Bundesminister Hans Klein (Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit) und Kardinal Franz Hengsbach (ehemaliger Protektor der CV-Afrika-Hilfe), Friedrichsthal 1987.
  • Edmund Dillinger: Wir essen alle aus demselben Topf: fünfzehn Jahre Arbeit der CV-Afrika-Hilfe, Köln 1998.
  • Edmund Dillinger: Kirche in Kamerun - Kirche der Hoffnung: zur Hundertjahrfeier der Gründung der katholischen Kirche in Kamerun, Friedrichsthal/Köln 1991.
  • Edmund Dillinger: Den Menschen Hoffnung auf Zukunft geben, 25-jähriges Bestehen der CV-Afrika-Hilfe (1997), Akademie in Fulda: Referate von Staatssekretär Wighard Härdtl und Pater Bernhard Werle SVD (Togo), Köln 1997.
  • Edmund Dillinger: Jesus Christus – die einzige Antwort auf die Sehnsucht der Menschen. 30-jähriges Bestehen (2002): Akademie im Maternushaus zu Köln. Referate von Botschafter Hubert Beemelmans (Ghana) und Pater Thomas Heck SVD (Kinshasa), Köln 2002.
  • Hans-Gerd Grevelding: Der Heilige Charles Lwanga und die Märtyrer aus Uganda, Internationale Katholische Seelsorge im Erzbistum Köln, Gedenktag zu Ehren der Märtyrer Ugandas. Abgerufen am 12. August 2015.

Artikel in der Verbandszeitschrift Academia des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen

  • Benedikt Vallendar: Neuer Vorsitzender der CV Afrika Hilfe, Academia 5/2005 (98.), S.299.
  • Hans-Gerd Grevelding: CV Afrika Hilfe unterstützt Projekt gegen Kinderhandel, Academia 4/2007 (100.), S.234f.
  • Hans-Gerd Grevelding: Köln unterstützt CV Afrika Hilfe, Academia 3/2008 (101.), S.182.
  • Hans-Gerd Grevelding: Chief Charles Morfaw - Leben in zwei Welten, Academia 4/2008 (101.), S.251.
  • Siegbert Kemmer: CV Afrika Hilfe in Togo aktiv, Academia 5/2008 (101.), S.315.
  • Hans-Gerd Grevelding: CVer in Afrika, Academia 5/2009 (102), S.291f.
  • Hans-Gerd Grevelding: CV Afrika Hilfe: 38 Jahre Hilfe zur Selbsthilfe, Academia 3/2010 (103.), S.186.
  • Renate Hotse: Unterstützung, die direkt ankommt - Seit 40 Jahren wirkt die CV Afrika Hilfe, Academia 6/2012 (105.), S.36f.
  • Hans-Gerd Grevelding: Keine Schule ohne Brunnen, Academia 5/2014 (107.), S.48-51.
  • Benedikt Wild: Der Vorort ist gelaufen - nicht wie Forrest Gump, aber immerhin sehr weit - Und vor allem, im Rahmen des Heidelberger Halbmarathons, zugunsten der CV Afrika Hilfe, Academia 3/2015 (108.), S.63.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Neumann: RODENA: Rodener Geschichte(n) 2008, Norderstedt 2008 (1).
  • bpb|Bundeszentrale für politische Bildung: Go Africa Go Germany 2008/09, German-African Scholarship Exchange Programme, Mitschrift 11. September 2008 [Köln], Rolf Domning u. Hans-Gerd Grevelding: Church and religion in Germany.
  • Presse Erzbistum Köln: Nachhaltig und direkt, in: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln 40-41/12, S.9.
  • Obiora Ike: All Things to All People, Enugu 2006.
  • Paul Etoga: Premier Evêque Autochthone de l'Afrique Centrale Fondateur et Premier Evêque du Diocèse de Mbalmayo : mon autobiographie, Köln 1994 (1).
  • Paul Etoga: Mon autobiographie, Köln 1995 (2).

Abbildungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 116. CV, Ansprache Edmund Dillinger, „…die Geborgenheit als erste und einzige als Verein realisierte Afrikaunternehmung im Cartellverband, erfüllt mich mit Stolz…“
  2. cvafrikahilfe.de Website sowie Satzung einsehbar auf Anfrage
  3. Jürgen Pielhoff: Hilfe zur Selbsthilfe - Die Zukunft der CV Afrika Hilfe, in: Afrika Positive (7), Nummer 19, Dortmund 2005, S.24f.
  4. a b kizkoeln.de, Nachhaltig und direkt (S.9). Abgerufen am 12. August 2015.
  5. domradio.de, Textfassung des Domradiointerviews, Für ein differenziertes Afrika-Bild. Abgerufen am 14. August 2015.
  6. afrikahilfe.erlebe-es.de, Artikel Die ersten Jahre. Abgerufen am 4. August 2015.
  7. a b c Kölner Stadt-Anzeiger, Es begann mit einem Schock. Abgerufen am 5. August 2015.
  8. afrikahilfe.erlebe-es.de, Artikel Die ersten Jahre. Abgerufen am 4. August 2015.
  9. cvafrikahilfe.de, Unsere Projekte. Abgerufen am 4. August 2015.
    karte-der-hoffnung.de. Abgerufen am 4. August 2015.
  10. cvafrikahilfe.de, CV-Afrika-Hilfe Unser Blog. Abgerufen am 5. August 2015.
  11. Rechenschaftsberichte 2005-2015, einzusehen im CV-Sekretariat (Bad Honnef) und CV-Afrika-Hilfe Protokoll-Archiv (Wadgassen/Saar).
  12. Geschichte und Entwicklung der CV-Afrika-Hilfe, Academia 5/2013, München 2013, S.39-42.
  13. Paul Ndongo: Une nouvelle chance aux jeunes, In: Le Nouveau Reveil – République de Côte d’Ivoir, N'Chaud Bertin, Elfenbeinküste 2012, S.7f.
  14. djkdvkoeln.de, DJK bildet „Coaches“ in Ghana aus. Zwei Mitglieder des DJK Lehrteams haben bereits 79 Ghanaer geschult (S.4). Abgerufen am 12. August 2015.
  15. djk-sportverband.de, DJK-Projekt in Ghana/Cape Coast, Freiwillige als Übungsleiter gesucht! in Kooperation mit der CV – Afrika Hilfe und der Diözese Cape Coast (Rundbrief deutschlandweit). Abgerufen am 14. August 2015.
  16. Cameroon tribune: Les bioénergies - A Kumbo, deux sociétés d'origine allemande ont aidée les agriculteurs, 11 août 2010, Yaoundé (Cameroon 2008), S.5f.
  17. Cameroon tribune: Une lueur d'espoir, 3 février 1997, Yaoundé (Cameroon 1997), S.8.
  18. rainbow-school-dschang.org, Unser großer Dank. Abgerufen am 14. August 2015.
  19. merchernich.de, Kleine christliche Gemeinschaften sind „großartig“. Abgerufen am 14. August 2015.
  20. betonlandschaften.de, Skatepark Tansania, Afrika. Abgerufen am 12. August 2015.
  21. skate-aid.org, Tansania, Dodoma. Don Bosco & CV-Afrika-Hilfe. Abgerufen am 12. August 2015.
  22. domradio.de, Von "Ferkelpaketen" und Nächstenliebe. Abgerufen am 15. August 2015.
  23. ksta.de, Skateboarding in Tansania. Abgerufen am 14. August 2015.
  24. JW: L'ONG Afrika Hilfe dote le village d'Adoukowoé d'une école primaire, Azimuts 2010, S.7.
  25. a b Video de Andre Kangni Afanou: Remise de dons à l'Institut St Joseph d'Adoukowoé (Préfecture des Lacs-Togo). Abgerufen am 14. August 2015.
  26. Faustin Lagbai: De l `eau potable pour les habitant de Gapé-Togodoé, Togo-Presse, 27. Mai 2008, S. 6.
  27. Rhein-Lahn-Kurier: Partnerschaftverein Lahnstein-Vence-Quahigouya, Abbé Bana Martin aus Quahigouya besucht Partnerstadt Lahnstein, 10. Juli 2015
  28. achashigherinstitute.com Board of Directors. Abgerufen am 12. August 2015.
  29. 26. September 2015, Vorstandstreffen 2015/2 und Mitgliederversammlung. Abgerufen am 20. Oktober 2015.
  30. afrikahilfe.erlebe-es.de, Artikel Edmund Dillinger. Abgerufen am 4. August 2015.
  31. afrikahilfe.erlebe-es.de, Artikel Eine Schilderung von Edmund Dillinger. Abgerufen am 4. August 2015.
  32. cvafrikahilfe.de, Mgr Paul Etoga. Abgerufen am 4. August 2015.
  33. Saarbrücker Zeitung (saarbruecker-zeitung.de), Dudweiler Ehepaar wird für seine Hilfe für Afrika geehrt. Abgerufen am 15. August 2015.
  34. „Die Hilfe für den Nächsten ist wahres Christentum“. Abgerufen am 4. August 2015.
  35. afrika4kids.de Aleeke. Abgerufen am 4. August 2015.
  36. cvafrikahilfe.de, Artikel und Presse. Abgerufen am 5. August 2015.
  37. cvafrikahilfe.de, Domstädter spenden der CV Afrika Hilfe. Abgerufen am 4. August 2015.
  38. fototeam-besgen.de, Kölsche Fastelovend Eck, Domstädter-Messe (Köln und Umgebung). Abgerufen am 15. August 2015.
  39. Benedikt Wild: Der Vorort ist gelaufen - nicht wie Forrest Gump, aber immerhin sehr weit - Und vor allem, im Rahmen des Heidelberger Halbmarathons, zugunsten der CV Afrika Hilfe, in: Academia 3 (108), München 2015, S. 63.
  40. Rainbow-School-Projekt Flyer. Abgerufen am 12. August 2015.
  41. Rainbow-School-Projekt Flyer. Abgerufen am 12. August 2015 (PDF).
  42. Deutsche Nationalbibliothek (dnb.de), Afrikanische Weihnacht. Abgerufen am 16. August 2015.: Jesu Krist abyalie a Bethlehem; Weihnachtsmesse aus der Rosenkranz-Kathedrale in Mbalmayo, Kamerun / [Erl.: Edmund Dillinger]
  43. Deutsche Nationalbibliothek (dnb.de), Gotteslob aus Yaounde. Abgerufen am 16. August 2015.: musica sacra Kamerunensis / [P. Betene. Erl.: Edmund Dillinger]
  44. Brigitte Schellmann: Who's who in German: Biographisches Kompendium in deutscher Sprache, München 1999, S.307.
  45. Ankündigung: Januar 2017 erscheint die Neuauflage von MISSA KAMERUN - KRISTUS AKUI YA A SON ALLELUIA. Abgerufen am 10. Februar 2017.