Centrosolar Group

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CENTROSOLAR Group AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 2005
Auflösung 2014
Auflösungsgrund Insolvenz
Sitz München, Deutschland
Leitung Alexander Kirsch (Vorstandsvorsitzender)

Guido A. Krass (Aufsichtsratsvorsitzender)

Mitarbeiter 761 [1]
Umsatz 188,94 Mio. Euro [1]
Branche Photovoltaik
Website www.centrosolar.de
Stand: 2012 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2012

Die Centrosolar Group AG mit Sitz in München war eine börsennotierte Unternehmensgruppe, die Photovoltaik-Anlagen für private Haushalte vertrieb. Der Auslandsanteil am Umsatz betrug im Jahre 2010 über 50 %.[2]

Die Gruppe bestand aus dem Mutterunternehmen Centrosolar Group, den 100%igen Töchtern Ubbink Econergy Solar GmbH, Centrosolar Glas GmbH & Co KG, Solarstocc AG, Solara AG, Solarsquare AG und Biohaus PV Handels GmbH sowie der Ubbink Solar Modules B.V., an der die Centrosolar Group 70 Prozent der Anteile hielt.

Das Unternehmen ist inzwischen insolvent.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Centrosolar Group[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gruppe entstand im Jahre 2005 als Centrosolar AG, als Tochter der Centrotec Sustainable, die das Unternehmen anschließend an die Börse brachte. Im selben Jahr wurden die Unternehmen Centrosolar Glas, Solarstocc und Solara Teil des Konzerns. 2006 folgten Solarsquare und Biohaus PV.

2007 wurde das Unternehmen in Centrosolar Group umbenannt. Seit September 2007 bildet die Centrosolar AG eine Tochtergesellschaft der Holding aus den Unternehmen Solara, Biohaus PV Handels GmbH und Solarstocc.

Biohaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biohaus wurde 1985 in Paderborn gegründet mit dem Ziel, den Markt für Baubiologie, umweltfreundliche Produkte sowie die Solar- und Energietechnik zu bedienen. Zehn Jahre darauf wurde Biohaus Vertreter für den spanischen Modulhersteller Isofotón. 1999 erfolgte eine umfassende Umstrukturierung. Die Bereiche Naturfarben/ökologischer Innenausbau, Dämmtechnik und Bauträger wurde ausgelagert, für den Bereich Solartechnik wurde die BIOHAUS PV Handels GmbH gegründet. Ab 2000 konzentrierte sich die BIOHAUS PV Handels GmbH auf den Vertrieb an den Großhandel. 2001 wurde die eigene Marke BIOSOL InDach entwickelt, die zuerst in der Provinz Málaga und ab 2003 in Paderborn produziert wurde. Am 9. Mai 2006 wurde das Unternehmen Teil der Centrosolar.[4]

Centrosolar Glas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tätigkeiten der heutigen Centrosolar Glas gehen auf das Jahr 1959 zurück, als die erste Fabrikation von Spiegeln und die Glasveredelung in Fürth begannen. Das FLABEG bezeichnete Unternehmen wurde 1980 Teil des Pilkington-Konzerns. 1995 begannen die Tätigkeiten im Bereich Solarglas. Im Jahr 2000 wurde die FLABEG wieder aus Pilkington ausgegliedert. 2001 errichtete das Unternehmen die weltweit erste vollautomatische Fertigungslinie für Solarglas. Die FLABEG Solarglas wurde 2002 als eigenständiges Unternehmen gegründet und 2005 von der Centrosolar erworben und als Centrosolar Glas GmbH & Co. KG geführt.

Centrosolar Sonnenstromfabrik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Solara GbR wurde 1996 gegründet und 1999 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Im Januar 2006 erwarb Centrosolar das Unternehmen und im Jahr 2008 erfolgte die Umbenennung in Centrosolar Sonnenstromfabrik GmbH.

Am Standort Wismar produzierte der Modulhersteller mit einer Kapazität von 350 MWp (2011)[5] und 450[6] Mitarbeitern.

Abwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Insolvenz der Centrosolar Group übernahm 2014 der deutsche Hersteller Solarwatt die Ländergesellschaften in Frankreich und den Niederlanden[7] und firmierte diese in SOLARWATT France SARL bzw. SOLARWATT BV um.

Aktie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptaktionär mit 26,14 % war bis Anfang Oktober 2012 die Centrotec Sustainable AG. Diese veräußerte ihren Anteil am 3. Oktober 2012 außerbörslich. Der Käufer ist bisher nicht bekannt.[8] Gegenwärtig sind rund 89 % der Aktien im Streubesitz, Vorstand und Aufsichtsrat halten etwa 11 %.[9] Am 27. Dezember 2012 wurde die Aktie in den ÖkoDAX aufgenommen.

Nach der Insolvenz des Unternehmens wurde die Börsennotierung Mitte des Jahres 2015 eingestellt.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Geschäftsbericht 2012 (PDF; 2,5 MB)
  2. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  3. a b Centrosolar Group AG: Insolvenzplan wird zurückgezogen. Deutsche Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität, 12. September 2014, abgerufen am 29. Juli 2015.
  4. CENTROSOLAR übernimmt den Solaranbieter Biohaus
  5. Centrosolar AG – Unternehmensstruktur (Memento vom 13. März 2014 im Internet Archive)
  6. Centrosolar baut Kapazitäten weiter aus
  7. [url=http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/solarwatt-bernimmt-tochterfirmen-von-centrosolar_100015818/ PV-Magazine vom 26. Juni 2014]
  8. CENTROTEC: Verkauf der Anteile an der CENTROSOLAR Group AG, Ad-hoc-Mitteilung der Centrotec Sustainable AG vom 4. Oktober 2012
  9. https://www.cortalconsors.de/Kurse-Maerkte/Aktien/Kurs-Snapshot/Profil/Unternehmensprofil/DE0005148506-CENTROSOLAR-GROUP-AG-INHABER-AKTIEN-ON