Chariklia Baxevanos

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Chariklia Baxevanos (* 15. März 1936 in Zürich) ist sowohl Bühnen- und Filmschauspielerin als auch Synchronsprecherin. Ihre Familie stammt aus Griechenland. Innerhalb der Branche ist sie auch als Baxi bekannt.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da ihr Vater, der griechische Operntenor Peter Baxevanos, hauptsächlich an der Wiener Volksoper und der Staatsoper als Sänger arbeitete, besuchte Chariklia Baxevanos eine Klosterschule in Wien (Sacré Cœur). Helene Thimig, die Tochter des berühmten Hugo Thimig und Witwe von Max Reinhardt, überzeugte die Eltern vom Talent ihrer Tochter und lud sie zum Schauspielstudium an das Max-Reinhardt-Seminar in Wien.

Mit 16 Jahren gab sie ihr Debüt im Film in einer kleinen Rolle des Streifens Wir werden das Kind schon schaukeln. In der Folgezeit spielte sie häufig in den 1950er Jahren beliebten Musik- und Urlaubsfilmen, wie Musikparade mit Georg Thomalla und Peter Alexander (1956) oder Ein Stück vom Himmel (1957) mit Toni Sailer. Die Hauptrolle neben Joachim Fuchsberger gab sie in Eva küßt nur Direktoren aus dem Jahr 1957. Ihr bisher letzter Auftritt auf der Leinwand war in dem Edgar-Wallace-Streifen von 1964 Das Ungeheuer von London-City neben Hansjörg Felmy und Marianne Koch.

Danach spielte sie hauptsächlich auf der Bühne, vor allem im Theater in der Josefstadt in Wien, am Schauspielhaus Zürich, an den Münchner Kammerspielen und an der Komödie am Kurfürstendamm in Berlin, wo sie auch 2003 noch das Publikum erfreute. In den folgenden Jahren war sie überwiegend auf Tournee. Unter anderem 2006 mit Peer Schmidt in Süßer die Glocken. Unter der Regie von Jürgen Wölffer wirkte sie am 23. Oktober 2011 in der Uraufführung des Stückes "Spätlese" von Folke Braband auf der Bühne des Theater am Kurfürstendamm in Berlin mit.[1] Insgesamt verkörperte sie über 100 Theaterhauptrollen, darunter die Bernadette in Lied der Bernadette, die Eliza in Pygmalion, Anne in Anne Frank, die Hedwig in Henrik Ibsens Die Wildente und in zahlreichen Komödien von Molière, Goldoni und Shakespeare.

Auch in vielen Fernsehproduktionen konnte sie die Zuschauer erfreuen. Einen großen Erfolg hatte Chariklia Baxevanos mit der Fernsehserie Wilhelmina (1966/67), in der sie die Titelrolle spielte. Des Weiteren folgten z. B. 1983 in der 8. Folge des Traumschiffs Kenia an der Seite von Pierre Brice und Beatrice Richter sowie 1993 in der 20. Folge Südafrika zusammen mit Gerd Baltus und Andrea L’Arronge. An der Seite von Klaus Schwarzkopf verkörperte sie 1986 dessen Gattin in Der Kandidat unter der Regie von Thomas Engel. Kleinere Rollen folgten u. a. in Trouble im Penthouse unter der Regie von Franz Josef Gottlieb.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Synchronsprecherin lieh sie ihre Stimme unter anderem Shirley MacLaine (z. B. in Frankie und seine Spießgesellen und Eine zuviel im Harem), Madeline Kahn (Höhenkoller), Mireille Darc (Die Blonde von Peking) und Mary Tyler Moore (Eine ganz normale Familie).

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verheiratet war Chariklia Baxevanos zweimal. Im Jahr 1960 heiratete sie ihren Schauspielkollegen Horst Frank. Er ist der Vater der gemeinsamen Tochter Désirée. Ein Jahr später folgte die Scheidung. Darauf lernte sie Harald Juhnke kennen und war mit ihm 10 Jahre bis 1971 liiert, bevor sie sich wegen dessen Alkoholkrankheit von ihm trennte.

In zweiter Ehe war die Schauspielerin seit Mitte der 1970er-Jahre mit dem Regisseur Christian Wölffer verheiratet. Mit ihrem Ex-Mann stand sie verschiedentlich gemeinsam auf der Bühne und drehte auch einige TV-Spiele, so zuletzt die Komödie Zwiebeln und Butterplätzchen (1990).

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1964: Das Ungeheuer von London-City
  • 1964: Bei Tag und Nacht
  • 1965: Vor Nachbarn wird gewarnt
  • 1966: Miranda
  • 1966: Wilhelmina (Fernsehserie)
  • 1966: Feine Herrschaften
  • 1967: Der Dreispitz
  • 1967: Ist er gut? – Ist er böse?
  • 1967: Verräter (Fernsehserie)
  • 1969: Sturm im Wasserglas
  • 1969: Ein Dorf ohne Männer
  • 1970: Ausreißer
  • 1972: Novellen aus dem wilden Westen
  • 1973: So’n Theater
  • 1977: Es muß nicht immer Kaviar sein (TV-Mehrteiler)
  • 1978: Ein Mann für alle Fälle
  • 1981: Streichquartett
  • 1982: Unterwegs nach Atlantis
  • 1980: Leute wie du und ich
  • 1982: Es muß ja nicht der erste sein
  • 1983: Das Traumschiff (Kenia)
  • 1986: Der Kandidat
  • 1989: Trouble im Penthouse
  • 1990: Zwiebeln und Butterplätzchen
  • 1993: Das Traumschiff (Südafrika)

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.komoedie-berlin.de/repertoire/spaetlese/besetzung.htm