Wir werden das Kind schon schaukeln (1952)

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Filmdaten
Originaltitel Schäm dich, Brigitte
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1952
Länge 87 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie E. W. Emo
Drehbuch Gábor von Vaszary,
Karl Farkas
Produktion Heinrich Haas
Musik Heinz Sandauer
Kamera Oskar Schnirch
Schnitt Hermann Leitner
Besetzung

Schäm dich, Brigitte oder Wir werden das Kind schon schaukeln (späterer Titel im deutschen Verleih) ist eine Verwechslungskomödie aus dem Jahr 1952 mit Heinz Rühmann, Theo Lingen und Hans Moser in den Hauptrollen. Regie führte E. W. Emo. Die Uraufführung des auf dem Bühnenstück Bubusch von Gábor von Vaszary basierenden Spielfilms fand am 5. September 1952 im Walhalla in Wiesbaden statt.

Es ist bereits die zweite deutsche Verfilmung des Bühnenstücks. Die erste drehte Paul Martin 1943 unter dem Titel Geliebter Schatz.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgangspunkt der Handlung ist ein von Mathematiklehrer Karl Stieglitz bei Brigitte Schneider, der Tochter von Felix Schneider, entdeckter Liebesbrief. Voller moralischer Entrüstung Aufklärung verlangend, besucht dieser die Familie; und die Handlung und das filmische Eheschicksal Felix Schneiders nimmt seinen Lauf. Da die Tochter den Brief in der Tasche des Vaters gefunden und seine Frau diesen Brief nicht geschrieben hat, bleibt nur ein Schluss: er hat eine Geliebte. Schneiders Schwiegermutter – ohnehin schon anwesend – rät unbeirrbar zur sofortigen Trennung. Gemeinsam mit Paul Fellmeyer kommt Schneider zu dem Entschluss, eine in Wirklichkeit nicht vorhandene „Geliebte“ zu engagieren und der Gattin zu präsentieren, um zu zeigen, dass es die Sache augenscheinlich nicht wert war.

Aufgrund weiterer Verwechselungen und Verirrungen erscheinen schließlich jedoch zwei vermeintliche Geliebte, wodurch nunmehr nicht nur Paul Fellmeyer in den Verdacht einer zusätzlichen Liaison gerät, sondern auch der Schwiegermutter dieses als unumstößlicher Beweis für Felix Schneiders Liederlichkeit und Lasterhaftigkeit gereicht; die Trennung wird besiegelt.

Den Höhepunkt erreicht das komödiantische Treiben in der Szene zur Lösung einer Mathematikaufgabe jeweils durch Schneider und Fellmeyer, die sie, kräftig alkoholisch angeheitert, je auf eine Seite einer Doppeltür schreiben; die Ergebnisse können unterschiedlicher nicht sein. Mit Blick auf das Erstellungsdatum des Briefes stellt sich am Ende endlich die Unschuld Felix Schneiders heraus und zugleich wird auch dessen Schwiegermutter zu ihrer „Schmach“ als die Urheberin des Briefes enttarnt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz urteilten in ihrem Lexikon „Filme im Fernsehen“ (1990): "(...) Starvehikel für drei Galakomödianten des Kintopps; (...) frech und witzig, ohne Plumpheit gespielt (...)." (Wertung: 2 von 4 möglichen Sternen = durchschnittlich)[1]
  • Cinema.de bewertete den Film als „nette Moralposse mit Staubschicht“.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gábor von Vaszary: Bubusch. Lustspiel in 3 Akten (Originaltitel: Bubus). Nach einer Übersetzung aus dem Ungarischen von Joseph Paul Toth für die deutsche Bühne frei bearbeitet von Walter Gaarden. Toth, Hamburg 1942, 139 S. [Bühnenmanuskript]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Adolf Heinzlmeier, Berndt Schulz: Lexikon „Filme im Fernsehen“. Erweiterte Neuausgabe. Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 936
  2. Kritik auf cinema.de