Christian Esser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Christian Esser (* 7. Mai 1973 in Stolberg (Rhld.)) ist ein deutscher Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Esser begann 1991 bei der Sparkasse Aachen eine Ausbildung zum Bankkaufmann, die er 1993 abschloss. Während dieser Zeit war er außerdem als freier Mitarbeiter bei den Aachener Nachrichten tätig. Anschließend holte er am Euregio-Kolleg in Würselen auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nach.

Von 1995 bis 2001 studierte Christian Esser Neue Deutsche Literatur mit den Nebenfächern Politikwissenschaften, Neuere Geschichte und Afrikanische Politologie an den Universitäten Köln, Zürich und Berlin. In dieser Zeit sammelte er journalistische Erfahrung u. a. als freier Mitarbeiter bei der französischsprachigen Wochenzeitung La Tribune und im Bonner Parlamentsbüro der taz sowie als Praktikant bei der Leipziger Volkszeitung. Im Jahr 2000 hospitierte er für einige Monate in der Berliner Redaktion des Hamburger Wochenblatts Der Spiegel und der Süddeutschen Zeitung.

Nach einer weiteren Zwischenstation zunächst als Autor und später als Redakteur im Berliner Büro des Magazins Max kam er 2003 zum ZDF und arbeitet seitdem als Redakteur und Reporter für das Politmagazin Frontal 21. Sein Schwerpunkt ist die investigative Recherche. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet: 2009 wählten ihn die Leser des Fachblattes Wirtschaftsjournalist gemeinsam mit Astrid Randerath zu den „Wirtschaftsjournalisten des Jahres“ in der Sparte Radio/TV. Für die im März 2012 ausgestrahlte ZDFzoom-Reportage „Mister Karstadt – Der rätselhafte Nicolas Berggruen“ erhielt er gemeinsam mit Lutz Ackermann den Deutschen Fernsehpreis, den Deutschen Wirtschaftsfilmpreis und den Helmut-Schmidt-Journalistenpreis. 2015 wurde Christian Esser gemeinsam mit Birte Meier für die Frontal 21-Dokumentation „Die große Samwer-Show – Die Milliardengeschäfte der Zalando-Boys“ mit dem Deutschen Wirtschaftsfilmpreis 2015 ausgezeichnet.

Im November 2016 deckte er gemeinsam mit seiner Kollegin Birte Meier die so genannte „Rent-a-Sozi“-Affäre auf und enthüllte, dass eine SPD-Tochterfirma Termine bei SPD-Ministern gegen Geld anbot.[1]

Christian Esser ist auch Sachbuchautor. Von ihm erschienen das „Schwarzbuch Deutsche Bahn“, „Die Vollstrecker – Wer für Unternehmen die Probleme löst“ und „Herzenssache – Organspende: Wenn der Tod Leben rettet“ (mit Nataly Bleuel und Alena Schröder).

Christian Esser ist verheiratet und hat einen Sohn.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2019 Umweltmedienpreis für den Frontal21-Film Retouren für den Müll – Schrottplatz Amazon – Gemeinsam mit Birte Meier, Astrid Randerath und Ilka Brecht.[2]
  • 2018 Friedrich Vogel Preis für Wirtschaftsjournalismus für den Frontal21-Film Retouren für den Müll – Schrottplatz Amazon – Gemeinsam mit Birte Meier, Astrid Randerath und Ilka Brecht.[3]
  • 2015 Deutscher Wirtschaftsfilmpreis (1. Platz) für die ZDF-Dokumentation Die große Samwer-Show – Die Milliardengeschäfte der Zalando-Boys.[4]
  • 2012 Deutscher Fernsehpreis für die ZDF-Dokumentation Mister Karstadt – Der rätselhafte Nicolas Berggruen (gemeinsam mit Lutz Ackermann).[5]
  • 2012 2. Preis des Deutschen Wirtschaftsfilmpreises für Mister Karstadt – Der rätselhafte Nicolas Berggruen.[6]
  • 2012 3. Preis des Helmut-Schmidt-Journalistenpreises für Mister Karstadt – Der rätselhafte Nicolas Berggruen.[7]
  • 2009 Hanns-Joachim-Friedrichs-Förderpreis (zusammen mit Astrid Randerath) für die ZDF-Dokumentation Das Pharma-Kartell.
  • 2009 Auszeichnung durch die Zeitschrift Wirtschaftsjournalist als bester Wirtschaftsjournalist des Jahres in der Kategorie TV/Radio (zusammen mit Astrid Randerath) für Das Pharmakartell.[8]

Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2019 Juliane-Bartel-Preis
  • 2015 Prix Europa für die ZDF-Dokumentation Die große Samwer-Show – Die Milliardengeschäfte der Zalando-Boys[9]
  • 2015 Shortlist Ernst Schneider Preis mit der ZDF-Dokumentation Die große Samwer-Show – Die Milliardengeschäfte der Zalando-Boys[10]
  • 2013 Ernst Schneider Preis für die Dokumentation Mister Karstadt – Der rätselhafte Nicolas Berggruen (gemeinsam mit Lutz Ackermann)
  • 2012 Nominiert für den Georg von Holtzbrinck Preis für Wirtschaftsjournalismus für die ZDF-Dokumentation Mister Karstadt – Der rätselhafte Nicolas Berggruen.
  • 2009 Prix Europa für die ZDF-Dokumentation Das Pharma-Kartell
  • 2008 CNN Journalist of the Year

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010 Schwarzbuch Deutsche Bahn (mit Astrid Randerath). C. Bertelsmann, München, ISBN 978-3-570-10036-3.
  • 2012 Die Vollstrecker. Rausschmeißen, überwachen, manipulieren (mit Alena Schröder). C. Bertelsmann, München, ISBN 978-3-570-10096-7.
  • 2017 Herzenssache Organspende: Wenn der Tod Leben rettet (mit Nataly Bleuel & Alena Schröder) C. Bertelsmann, München, ISBN 978-3-570-10109-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SPD beendet "Rent a Sozi", auf spiegel.de
  2. Deutsche Umwelthilfe verleiht UmweltMedienpreis 2019, auf presseportal.de
  3. Preis für Wirtschaftsjournalismus Film über Retouren-Vernichtung bei Amazon ausgezeichnet, auf zdf.de
  4. Deutscher Wirtschaftsfilmpreis für Frontal21 – Dokumentation "Die große Samwer-Show" ausgezeichnet (Memento vom 20. Dezember 2015 im Internet Archive)
  5. 2012 Beste Reportage: ZDFzoom: Mister Karstadt – Der rätselhafte Nicolas Berggruen, auf deutscher-fernsehpreis.de
  6. 26.09.2012: Bundesminister Rösler überreicht Deutschen Wirtschaftsfilmpreis 2012 (Memento vom 7. Juni 2013 im Internet Archive)
  7. Pressemitteilung: Helmut Schmidt-Journalistenpreis 2012: Sieger stehen fest Von Gier, Rabattfieber und Weltenrettern. (PDF) Abgerufen am 23. Oktober 2020.
  8. „Pharamakartell-Autoren prämiert“, auf zdf.de
  9. PRIX EUROPA 2015, PDF-Datei, S. 81, auf prixeuropa.eu
  10. Shortlist Ernst-Schneider-Preis 2015, auf ernst-schneider-preis.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]