Claude Cueni

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Claude Cueni (* 13. Januar 1956 in Basel) ist ein Schweizer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Nach Lehr- und Wanderjahren in Europa veröffentlichte Claude Cueni 1980 seinen ersten Roman. Seither veröffentlichte er Kriminalromane, Hörspiele, Theaterstücke und schrieb über 50 Drehbücher für Film und Fernsehen (Tatort, Eurocops, Peter Strohm, Der Clown, Alarm für Cobra 11), die verfilmt und mittlerweile in 46 Ländern ausgestrahlt wurden. Sein Hauptwerk ist jedoch seine monumentale 1500-seitige Trilogie über „Geld, Götter und Leidenschaft“, die u. a. die Geschichte des Geldes in drei Epochen erzählt:

Mit dem ersten Band „Cäsars Druide“ gelang ihm 1998 ein internationaler Erfolg. Das gewaltige Sittengemälde über Julius Cäsars Gallischen Krieg basiert auf der neuesten Cäsarforschung und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Der zweite Band („Das Grosse Spiel“) erschien 2006 und erzählt die abenteuerliche Geschichte des Mathematikgenies John Law, der als zum Tode verurteilter Kartenspieler und Frauenheld zur Zeit des Sonnenkönigs lebte und in Frankreich Geld aus Papier einführte. Das Buch wurde in 13 Sprachen übersetzt, darunter auch ins Chinesische und stand auf Platz 1 der Schweizer Bestsellerliste. Zurzeit laufen die Vorbereitungen für einen amerikanischen Kinofilm. 2008 erschien der dritte und letzte Band der Geldtrilogie, „Gehet hin und tötet“. Der Vatikan-Thriller spielt in der Gegenwart und nimmt die Finanzkrise vorweg. Alle drei Bände sind in sich abgeschlossen. In „Cäsars Druide“ ist Geld aus Metall, in „Das Grosse Spiel“ ist Geld aus Papier und bei „Gehet hin und tötet“ ist Geld virtuell.

Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit war Cueni 15 Jahre lang CEO der von ihm gegründeten Black Pencil AG, die 1991 das erste interaktive TV-Telefonie-Format in Europa entwickelte und mit dem Anti-Aids-Game „Catch the Sperm“ 2001 einen Welthit landete.

Cueni ist in zweiter Ehe verheiratet und schreibt historische Romane und Kinodrehbücher, Satiren und Kolumnen. Er war ab 2007 für zwei Jahre Mitglied im Advisory Board des börsennotierten Unternehmens „Artificial Life Inc.“ in Hongkong. 2006/2007 war Cueni Intendant Fernsehspiele des Bundesamtes für Kultur. Im Februar 2013 erschien sein Roman „Der Henker von Paris“ bei Lenos, der das Leben des Charles-Henri Sanson während der frz. Revolution schildert. Im Mai 2014 erschien sein autobiographischer Roman „Script Avenue“, der das Sterben seiner ersten Frau und seine anschliessende Leukämie Erkrankung thematisiert.

Werke[Bearbeiten]

Filmographie[Bearbeiten]

Drehbuch
  • 1986: Der Millionenfund, SRG
  • 1987: Der Astronaut
  • 1987: Kampf ums Glück
  • 1988: Lucas läßt grüßen
  • 1989: Peter Strohm, Die Mondscheinmänner
  • 1989: Peter Strohm, Strohms Partner
  • 1990: Peter Strohm, Roulette
  • 1993: Peter Strohm, Fair Play
  • 1993: Peter Strohm, Babuschka
  • 1988: Eurocops 1: Tote reisen nicht
  • 1988: Eurocops 2: Honig der Nacht
  • 1988: Eurocops 3: Falken auf Eis
  • 1989: Eurocops 4: Gerechtigkeit für Elisa
  • 1989: Eurocops 5: Taxi ins Jenseits
  • 1990: Eurocops 6: Die Ratte
  • 1990: Eurocops 7: Desperados
  • 1990: Auf der Suche nach Salome, 6-Teiler
  • 1992: Tatort, Tod einer alten Frau
  • 1995: Alarm für Cobra 11, Pilotfilm + Serienbibel
  • 1996: Der Clown, Pilotfilm + Serienbibel
Literarische Vorlage
  • 1988: Schneller als das Auge (Quicker Than the Eye)
Theater
  • 1984: Longitudinalstudie, UA: Basler Theater
  • 1985: U2 oder die Katastrophe sind wir, UA: Bühnen der Stadt Bonn
  • 1990: Tie Break für Crazy Horse, UA: Neumarkt Theater Zürich
Hörspiele
  • 1982: Ohne Preis kein Fleiss, WDR, NDR, SRG
  • 1982: Das andere Land, WDR
  • 1983: Die Klon Affäre, SRG
  • 1986: Parkgarage, SRG
  • 1987: Sprechstunde, SRG, WDR
  • 1990: Fax, SRG
  • 1991: Die Briefe von Crazy

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]