Clemens Prokop

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Clemens Prokop (links) übergibt Ralf Bartels den Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis (2013)

Clemens Prokop (* 26. März 1957 in Regensburg) ist ein deutscher Jurist, Sportfunktionär und ehemaliger Leichtathlet. Er war von 2001 bis 2017 Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prokop wuchs in Saal an der Donau auf, wo sein Vater Rektor der Volksschule war. In den 1970er Jahren begann er mit dem Leistungssport im leichtathletischen Mehrkampf. 1975 wechselte Prokop vom SV Saal zur Leichtathletik-Gemeinschaft Regensburg, wo er von Wolfgang Wattolik trainiert wurde. Im selben Jahr wurde er Deutscher Jugend-Hallenmeister im Weitsprung. 1977 wurde Prokop erstmals in die Nationalmannschaft berufen. Nach dem Abitur am Gymnasium Kelheim begann Prokop 1976 mit dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Regensburg.

1979 beendete er seine aktive sportliche Laufbahn zugunsten einer Karriere als Jurist und legte das erste juristische Staatsexamen ab. 1984 folgte das zweite juristische Staatsexamen. Nachfolgend wirkte Prokop als Richter am Landgericht Landshut und als Staatsanwalt in Regensburg. Im Jahre 2000 promovierte er mit der Arbeit Die Grenzen des Dopingverbots zum Dr. jur. Von 2004 bis 2011 war Prokop Direktor des Amtsgerichtes Kelheim, seit 2011 ist er Direktor des Amtsgerichtes Regensburg.[1]

1993 wurde Prokop Rechtswart des Deutschen Leichtathletik-Verbandes und 1997 dessen Vizepräsident. 2000 wurde Prokop in die Rechtskommission der International Association of Athletics Federations berufen. Als Nachfolger von Helmut Digel wurde Prokop im Jahre 2001 zum Präsidenten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes gewählt. Ende 2017 wurde Jürgen Kessing zu seinem Nachfolger gewählt.[2] Zwischen 2002 und 2004 gehörte Prokop der Anti-Doping-Kommission der European Athletic Association an. 2012 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.[3] 2017 erhielt er die Ehrennadel des Deutschen Olympischen Sportbundes.[4]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Scherrer: Dr. Clemens Prokop nach Regensburg versetzt, in: Mittelbayerische Zeitung vom 26. Oktober 2010, online auf der Homepage der MZ.
  2. Pamela Ruprecht: Jürgen Kessing zum neuen DLV-Präsidenten gewählt. In: leichtathletik.de. DLV - Deutscher Leichtathletik-Verband, 18. November 2017, abgerufen am 20. Februar 2018.
  3. Christian Fuchs: Dr. Clemens Prokop erhält Bundesverdienstkreuz, www.leichtathletik.de 30. November 2012.
  4. https://www.dosb.de/ueber-uns/auszeichnungen/#c4893