Communauté de communes le Minervois

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Communauté de communes le Minervois
Hérault (Languedoc-RoussillonFrankreich)
Gründungsdatum 21. Dezember 2005
Rechtsform Communauté de communes
Sitz Olonzac
Gemeinden 15
Präsident Gérard Marcouïre
SIREN-Nummer 200 000 610
Fläche 282,5 km²
Einwohner 6364 (2013)[1]
Bevölkerungsdichte 23 Ew./km²
Website http://www.ccleminervois.fr/
Lage der CC le Minervois im Département Hérault
Lage der CC le Minervois im Département Hérault.

Die Communauté de communes le Minervois ist ein französischer Gemeindeverband mit der Rechtsform einer Communauté de communes im Département Hérault in der Region Languedoc-Roussillon. Sie wurde am 31. Dezember 2005 durch einen Vertrag vom 21. Dezember 2005 gegründet und umfasst 15 Gemeinden, das sind alle 13 Gemeinden des Kantons Olonzac sowie zwei der elf Gemeinden des Kantons Saint-Chinian. Der Verband ist nach dem Weinanbaugebiet Minervois benannt, sein Verwaltungssitz befindet sich im Ort Olonzac.[2]

Mitgliedsgemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Minerve – Ortsansicht
  1. Agel
  2. Aigne
  3. Aigues-Vives
  4. Azillanet
  5. Beaufort
  6. Cassagnoles
  7. La Caunette
  8. Cesseras
  9. Félines-Minervois
  10. Ferrals-les-Montagnes
  11. La Livinière
  12. Minerve
  13. Olonzac
  14. Oupia
  15. Siran

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landschaft bei Minerve

Der Gemeindeverband liegt Südwesten des Départements Hérault im nördlichen Minervois. Er grenzt im Norden an die Berge der Montagne Noire, einem Ausläufer des Zentralmassivs. Wichtigste Flüsse sind die Cesse, der Ognon und die Escène, die allesamt in die Aude münden. Die Landschaft ist im Süden größtenteils hügelig, nach Norden auch ansatzweise gebirgig. Große Teile sind bewaldet, doch werden die meisten Flächen landwirtschaftlich genutzt. Der niedrigste Punkt mit 29 Metern ü. d. M. befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Olonzac; der höchste Punkt mit 1005  Metern ü. d. M. liegt auf dem Gebiet von Cassagnoles. Die meisten Orte selbst liegen in Höhen zwischen 50 und 200 Metern ü. d. M. Im Sommer können Tageshöchsttemperaturen von 35 °C erreicht werden. Im Winter ist es deutlich kälter, wobei Schneefälle oder Frostgrade jedoch äußerst seltene Ausnahmen bilden. Die meisten Regenfälle fallen in den Wintermonaten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region nur in der Zeit der Albigenserkreuzzüge (1209–1229) eine bedeutende Rolle gespielt; vor allem die damalige Kleinstadt Minerve war von den Auseinandersetzungen betroffen. Auch die religiösen Auseinandersetzungen des 16. Jahrhunderts (Hugenottenkriege) hinterließen in einigen Orten Spuren.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Minervois (AOC) ist ein in Frankreich relativ bekanntes Weinbaugebiet. Für den Rotwein aus der Region aus den Gemeinden Azillanet, Cesseras, Félines-Minervois, La Livinière und Siran, sowie aus Azille im Département Aude gibt es seit 1999 die geschützte Marke (Appellation d’Origine Contrôlée (AOC)) Minervois-La-Livinière.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landschaft bietet – vor allem im Norden der Region – einige reizvolle Aspekte (z. B. die Gorges de la Cesse). Kulturelle Hauptattraktion ist der teilweise noch mittelalterlich wirkende Ort Minerve, der der gesamten Region seinen Namen gegeben hat. Auch die Orte Cesseras, La Caunette und Siran verfügen über denkmalgeschützte historische Bauwerke (Monuments historiques).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Gemeindeverband auf www.insee.fr, der Website des INSEE.
  2. CC le Minervois (SIREN: 200 000 610) in der Base nationale sur l’intercommunalité (BANATIC) des französischen Innenministeriums (französisch), abgerufen am 18. August 2015.