Costcenter

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— Máel Milscothach D 14:19, 26. Sep. 2017 (CEST)

Costcenter (auch Cost-Center) ist eine aus dem englischen cost center übernommene Bezeichnung für eine eigenständige Unternehmenseinheit (business unit), die normalerweise ein Budget zur Verfügung hat, um ihre Ziele zu erreichen. In dieser Bedeutung kann ein Costcenter eine oder mehrere Kostenstellen umfassen, ist aber nicht synonym zu verstehen. Allerdings wird Costcenter in anderen Zusammenhängen auch als wörtliche englische Übersetzung und synonym zu „Kostenstelle“ verwendet; dann unterscheidet es sich von der in diesem Artikel beschriebenen Bedeutung.

Costcenter werden kostenfokussiert geführt und haben Schnittstellen zu anderen Center-Typen. Ihre Leistungen müssen definierte Standards erbringen, z. B. in Bezug auf die Qualität der Leistungen und damit verbundene Durchlaufzeiten. Costcenter haben eine eigene Budget- bzw. Kostenverantwortung und müssen deshalb die relevanten Kostentreiber beeinflussen können. Costcenter sind interne Dienstleister, deren Leistungen oftmals auf dem internen „Markt“ nicht sinnvoll „verkauft“ werden können. Die von ihnen erbrachten Leistungen dürfen von anderen Centern nicht auf dem externen Markt beschafft werden, deshalb auch die Bezeichnung „interner Monopol­dienstleister“. Gründe dafür können z. B. Geheimhaltung in der Forschung und Entwicklung sein. Costcenter sind oftmals Kernkompetenz­bereiche, welche die Geschäftsleitung nicht dem Druck durch externe Konkurrenz aussetzen will. Denkbar ist beispielsweise, die Marketingabteilung eines Unternehmens als Costcenter zu führen – eine Kostenverantwortung ist möglich, eine Zurechnung von Erlösen, wie etwa beim Investmentcenter oder beim Profitcenter, eher schwierig.

Letztlich zielt das Cost-Center durch Kostentransparenz („was kostet was?“) darauf, eine maximale Kostenminimierung zu erreichen.

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