Organisationseinheit

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Unter Organisationseinheit oder organisatorischer Einheit versteht man in der Organisationstheorie (oft auch Betriebswirtschaftslehre u. a.) einen Sammelbegriff für durch Zusammenfassung und Zuordnung von (Teil-) Aufgaben zu personalen Aufgabenträgern entstehenden organisatorischen Einheiten.[1] Damit ist eine Organisationseinheit ein Element der Aufbauorganisation.

Typische Beispiele für Organisationseinheiten sind Stellen und Abteilungen; aber auch ganze Unternehmensbereiche oder einzelne Niederlassungen können als organisatorische Einheiten betrachtet werden. Die kleinste Organisationseinheit ist die Stelle. Diese wird umgangssprachlich oft ungenau als ein „Arbeitsplatz“ betrachtet, ist zunächst aber weder räumlich festgelegt noch an eine bestimmte Person gebunden.[2]

Organisationseinheiten entstehen im Zuge von Aufgabenanalyse (gedanklicher Aufgliederung einer Gesamtaufgabe in analytische Teilaufgaben) und anschließender Aufgabensynthese (Zusammenfassung der Teilaufgaben). Diesen Vorgang nennt man Stellenbildung.

Organisationseinheiten sind die klassischen und grundlegenden Elemente einer formalen Organisation (durch offizielle Regeln festgelegt).

Wichtige Hilfsmittel zur Abbildung der Aufbauorganisation bzw. ihrer Teile sind Organigramme, Stellenbeschreibungen und Funktionsdiagramme.

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Anzahl der Handlungsträger:

  • Unipersonale organisatorische Einheit: Kompetenzen für einen Handlungsträger (Stelle).
  • Multipersonale organisatorische Einheit: Kompetenzen für mehrere Handlungsträger (organisatorischer Teilbereich, Gruppen, Gremien).

Nach der Aufgabenstellung:

  1. Weisungsbefugte Instanzen,
  2. entscheidungsunterstützende Stäbe,
  3. Entscheidungseinheiten,
  4. Realisationseinheiten,
  5. Kontrolleinheiten.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftseinheit

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Götz Schmidt: Organisation – Aufbauorganisatorische Strukturen, 5. Auflage, 2011, ISBN 978-3-921313-79-4

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rolf Bühner: Betriebswirtschaftliche Organisationslehre, Oldenbourg, 10. Auflage, München/Wien 2004, ISBN 3486275003, Seite 63
  2. Joachim Paul: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre: Mit Beispielen und Fallstudien, Gabler, 1. Auflage, Wiesbaden 2006, ISBN 3834903361, Seite 264

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Organisationseinheit – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen