Cruiser Mk VIII Challenger

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Cruiser Mk VIII Challenger
A Challenger tank of 15th-19th Hussars, 11th Armoured Division, Holland, 17 October 1944. B11044.jpg

Challenger in Overloon (Niederlande)

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 5(Kommandant, Richtschütze, Ladeschütze, zweiter Ladeschütze, Fahrer)
Länge 8,15 m
Breite 2,91 m
Höhe 2,77 m
Masse 33 Tonnen
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 102 mm
Hauptbewaffnung 1 × 76,2-mm-Kanone (QF 17 pounder)
Sekundärbewaffnung 1 × 7,92-mm-Besa-Maschinengewehr (koaxial)
Beweglichkeit
Antrieb Rolls-Royce Meteor
448 kW (600 bhp)
Höchstgeschwindigkeit 51,5 km/h
Leistung/Gewicht 13,6 kW/t (18,2 PS/t)
Reichweite 260 km

Der Challenger (A30) war ein britischer Panzertyp, der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs auf Basis des Cromwell entwickelt und gebaut wurde. Er galt als nicht besonders gelungene Konstruktion, wurde nur in der Endphase des Krieges eingesetzt und anschließend ausgemustert.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Challenger war eine Entwicklung, die auf eine Anforderung von 1941 zurückging, bei der man die Ordnance QF 17-pounder-(76,2-mm)-Panzerabwehrkanone auf einen Kampfpanzer montieren wollte. Die sperrige Waffe hatte man sonst nur in offenen Konstruktionen wie dem Panzerjäger Archer unterbringen können.

Das Gewicht und der starke Rückschlag der neuen Kanone belastete die existierenden Panzerwannen zu stark, so dass man sich entschied, das erfolgreiche Panzermodell Cromwell zu verlängern und mit einem größeren Turm auszurüsten. Trotz eines zusätzlichen Laufrollenpaares und einer Länge von mehr als acht Metern war noch ein extrem hoher Turm nötig, um die Waffe und den zusätzlich benötigten Ladeschützen unterzubringen.[1] Das Gewicht blieb für den Unterbau mit seinen Challengerbauteilen zu hoch, so dass man begann, Panzerungselemente zu entfernen.[2] Das Maschinengewehr im Wannenbug wurde ausgebaut, weil man das Besatzungsmitglied zugunsten des neuen Ladeschützen einsparte.[1]

Das Fahrzeug wurde schließlich trotz aller Probleme akzeptiert und von den britischen Streitkräften bestellt. Die Produktion fand bei Birmingham Railway statt.[3] Der Zulauf zu den Einheiten begann 1944.[2]

Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cromwell und die größeren Challenger sind im Wechsel am linken Bildrand während der britischen Siegesparade am 21. Juli 1945 in Berlin zu sehen

Nur rund 250 Challenger wurden gebaut,[1] ab 1944 erhielten britische Aufklärungseinheiten in Europa den Challenger, wo er die Cromwells unterstützen sollte. Nach dem Kriegsende 1945 wurde der Fahrzeugtyp ausgemustert.[2]

Der Challenger konnte nie an den Erfolg der anderen Notlösung anknüpfen, bei der man die QF 17-pounder auf den amerikanischen M4 Sherman montiert hatte – dem Sherman Firefly.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cruiser Mk VIII Challenger – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Roger Ford: The World's Great Tanks: From 1916 to the Present Day. Barnes and Noble, 1977, ISBN 0760705933.
  2. a b c d Chris Bishop: The Encyclopedia of Weapons of WWII: The Comprehensive Guide to Over 1,500 Weapons Systems, Including Tanks, Small Arms, Warplanes, Artillery, Ships, and Submarines. MetroBooks, 2002, ISBN 978-1586637620, S. 27.
  3. Benjamin Coombs: British Tank Production and the War Economy, 1934–1945. Bloomsbury Academic, 2015, ISBN 978-1474227902, S. 1884.