Cwaliny (Biała Piska)

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Cwaliny
Cwaliny führt kein Wappen
Cwaliny (Polen)
Cwaliny
Cwaliny
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Pisz
Gmina: Biała Piska
Geographische Lage: 53° 32′ N, 22° 0′ OKoordinaten: 53° 32′ 18″ N, 22° 0′ 24″ O
Einwohner: 90 (2011)
Postleitzahl: 12-230[1]
Telefonvorwahl: (+48) 87
Kfz-Kennzeichen: NPI
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Kumielsk → Cwaliny
Jakuby → Cwaliny
Schienenweg: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig



Cwaliny [t͡sfaˈlʲinɨ] (deutsch Groß Zwalinnen, 1932–1938 Zwalinnen, 1938–1945 Schwallen) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Biała Piska (Stadt- und Landgemeinde Bialla, 1938–1945 Gehlenburg) im Powiat Piski (Kreis Johannisburg).

Wegkreuz in Cwaliny

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cwaliny liegt im südlichen Osten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 17 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Pisz (deutsch Johannisburg).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1471 gegründete und Zcwalini, nach 1579 Zwallinnen, nach 1785 Groß Czwalinnen, nach 1871 Groß Zwalinnen, 1932 Zwalinnen genannte Dorf[2] wurde durch den Deutschen Ritterorden mit zwei Hufen Übermaß ausgegeben.[3] Zwischen 1874 und 1945 war es in den Amtsbezirk Kumilsko (polnisch Kumielsk) eingegliedert,[4] der – 1938 in „Amtsbezirk Morgen“ umbenannt – zum Kreis Johannisburg im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Vom 23. September 1932 bis zum 3. Juni/16. Juli 1938 änderte sich der Ortsname unter Weglassung des Zusatzes von „Groß Zwalinnen“ in „Zwalinnen“, um dann durch die wohl nicht fremdländisch klingende Bezeichnung „Schwallen“ ersetzt zu werden.[4]

In Kriegsfolge kam das Dorf 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Cwaliny“. Heute ist es Sitz eines Schulzenamtes[5] und somit eine Ortschaft in der Stadt- und Landgemeinde Biała Piska (Bialla, 1938–1945 Gehlenburg) im Powiat Piski (Kreis Johannisburg), bis 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2011 zählte Cwaliny 90 Einwohner.[6]

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Anzahl Anmerkungen
1818 142 [7]
1838 240
1871 219
1885 258
1895 246
1905 243
1910 245 [8]
1925 249 [7]
1933 254 [9]
1939 219
2011 90 [6]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groß Zwalinnen war bis 1945 in die evangelische Kirche Kumilsko[10] (1938–1945 Morgen, polnisch Kumielsk) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die römisch-katholische Kirche Johannisburg[3] (polnisch Pisz) im Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Cwaliny katholischerseits zur Pfarrei Kumielsk im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen. Die evangelischen Einwohner halten sich zur Kirchengemeinde in Biała Piska, einer Filialgemeinde der Pfarrei Pisz in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cwaliny ist von Kumielsk aus über eine Nebenstraße sowie von Jakuby (Jakubben) aus über einen Landweg erreichbar. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cwaliny – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2013, S. 167
  2. Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Schwallen
  3. a b Cwalinnen/Zwalinnen - Schwallen bei Familienforschung Sczuka
  4. a b Rolf Jehke, Amtgsbezirk Kumilsko/Morgen
  5. Sołectwa Gmina Piska Biała
  6. a b Wieś Cwaliny w liczbach
  7. a b Groß Czwalinnen/Zwalinnen/Schwallen bei GenWiki
  8. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Johannisburg
  9. Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Johannisburg
  10. Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dikumente, Göttingen 1968, S. 492