DankeMal

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Begründung: Man korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber hier sind mMn die RK für Bauwerke anwendbar. Eine Relevanz nach diesen ist nicht dargestellt. Das Merkmal "ist ungewöhnlich in Hinsicht auf Bauform, (...) Erscheinungsbild (...)" könnte erfüllt sein. Aber ist es dafür ungewöhnlich genug oder nicht einfach nur ein normales Baukunstwerk? Auch ist nicht geklärt, ob die Voraussetzungen kumulativ oder alternativ vorliegen müssen, sprich es in Hinblicknauf Größe und Baukonatruktion auch ungewöhnlich sein muss. Diese Fragen zu klären, ist Aufgabe der LD. --Pascal 00:23, 22. Jul. 2021 (CEST)

DankeMal von Andreas Rimkus im Patientengarten der Medizinischen Hochschule Hannover

Das DankeMal ist eine im Patientengarten der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) aufgestellte interaktive Skulptur des Künstlers Andreas Rimkus. Es soll die Möglichkeit eröffnen, den anonymen Spendern von Organ-, Gewebe- und Blutspenden zu danken.

Kontext[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Transplantation ist bei schweren Erkrankungen zu einer routinemäßigen Behandlungsoption geworden. 2020 wurden beispielsweise in Deutschland 3341 Organe von Verstorbenen transplantiert.[1] An erster Stelle stehen dabei die Nierentransplantationen mit hierzulande jährlich ca. 1500 Fällen.[2] Die MHH ist eines der großen Transplantationszentren in Deutschland. Seit 1968 wurden hier mehr als 15.000 Organe transplantiert.[3]

Entstehung der Skulptur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Voraussetzung für die Transplantation ist es, dass Organe gespendet werden. Bisher gab es an der MHH keine Gelegenheit, um für diese besondere Spende zu danken. Auf Initiative des Klinischen Ethik-Komitees der MHH entstand deshalb das DankeMal. Die Idee, an der Hochschule einen Ort des Dankes und zugleich des Gedenkens zu schaffen, stammt von der ehemaligen MHH-Professorin Roswitha Müller. Ihr war es ein Anliegen, die Aufmerksamkeit auf den besonderen Charakter der Organspende zu lenken, da ein Mensch damit einen „eigentlich unverfügbaren Teil seines Körpers“ verschenkt. Die Umsetzung der Idee lag in den Händen des Künstlers Andreas Rimkus aus Springe. Eingeweiht wurde die interaktive Skulptur am 5. Juni 2021,[4][5] dem jährlichen bundesweiten Tag der Organspende.[6] Finanziert wurde das DankeMal überwiegend aus Spenden.[3]

Aussehen und Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Skulptur DankeMal besteht aus einer im Boden verankerten Stele aus Cortenstahl. Das Material rostet und verfärbt sich entsprechend. Eingelassen in die Stele ist ein großer stilisierter, in den Himmel gerichteter Trichter aus Edelstahl, der auch mit einem Megafon verglichen wird. Insgesamt erreicht die Skulptur bei einem Gewicht von ca. 700 Kilogramm eine Höhe von etwa drei Metern.[7] Menschen, die danken möchten, in erster Linie aber nicht nur für eine Organ-, Blut- oder Gewebespende, können ihren Dank in den großen Trichter hineinsprechen. Dieser kann aber auch als Ort der Stille genutzt werden, um seine Gedanken zu sammeln oder um hindurchzusehen.

Damit das DankeMal im Sinne der Ideengeberin von allen Menschen angenommen werden kann, sind in dem Trichter verschiedene religiöse und nicht religiöse Zeichen und Symbole zu erkennen, und in den rostigen Stahl der Stele ist in 12 verschiedenen Sprachen das Wort „danke“ gesägt. Auf der dem Trichter abgewandten Seite sind eine Hand und ein kleiner Schalltrichter angebracht. Beim Berühren der Hand sind Tonaufnahmen von Transplantierten zu hören, die ihren Dank zum Ausdruck bringen. Weitere Texte aus aller Welt – so die Vorstellung von Andreas Rimkus – können und sollen eingesprochen und nach Hannover geschickt werden und das Kunstwerk wachsen lassen.[8]

Weitere Orte des Dankes für Organspenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 2008 wurde auf der Salineinsel in Halle auf Initiative des Vereins zur Förderung der Organspende e.V. unterstützt von der Stadt Halle und der Klinik für Urologie des Universitätsklinikums Halle ein "Park des Dankens, des Erinnerns und des Hoffens" eingerichtet.[9] Auf dem Gelände der Charité-Universitätsmedizin Berlin wurde im Mai 2021 das DANK-Mal der Patientenstiftung „Aktion Niere“ des Bundesverbandes Niere (BN) e.V. enthüllt.[10] In der Schweiz wurden ebenfalls Orte des Dankes für Organspenden geschaffen: Am Berner Inselspital gestaltete 2019 der Künstler Reto Leibundgut einen Ort aus Weiher, Steinteppich, Steinskulptur und Bänken; am Kantonsspital St. Gallen wurde bereits 2001 ein entsprechender Dank- und Gedenkort geschaffen, der 2019 erweitert und erneuert wurde.[11] In den Niederlanden gibt es in Naarden seit 2011 ein Nationales Spenderdenkmal.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: DankeMal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gespendete Nieren in Deutschland (2011-2020). Deutsche Stiftung Organtransplantation, 2021, abgerufen am 21. Juli 2021.
  2. Postmortal gespendete Nieren in Deutschland. Eurotransplant, 2021, abgerufen am 21. Juli 2021.
  3. a b Tina Götting, Stefan Zorn: Ein Ort der Stille und des Danks. Skulptur im Patientengarten erinnert an Menschen, die ein Organ oder Gewebe gespendet haben. In: MHHinfo. Das Magazin der Medizinischen Hochschule Hannover 3/2021. S. 55, abgerufen am 21. Juli 2021.
  4. MHH weiht am 5. Juni „DankeMal“ ein, Informationsdienst Wissenschaft, 1. Juni 2021
  5. DankeMal, a place of silence and thanksgiving, myScience, 7. Juni 2021
  6. Tag der Organspende am 5. Juni 2021. Deutsche Stiftung Organtransplantation, 2021, abgerufen am 21. Juli 2021.
  7. Marita Scheffler: Springer Schmiedekünstler Andreas Rimkus baut Skulptur für die MHH, Neue Deister-Zeitung, 4. Juni 2021
  8. Tina Götting: Ein Ort der Stille und des Dankes, MHHinfo 5/2020, S. 6 f.
  9. Der Park des Dankens. Verein zur Förderung der Organspende e.V., abgerufen am 23. Juli 2021.
  10. Bettina Albers: Neuer Begegnungsort für Organspende in Berlin. Informationsdienst Wissenschaft, 19. Mai 2021, abgerufen am 21. Juli 2021.
  11. Berner Inselspital weiht Ort des Dankes für Organempfänger ein. SWI swissinfo.ch, 6. November 2019, abgerufen am 21. Juli 2021.
  12. Jeroen van Setten: Onthulling Nationaal Donormonument in Naarden door Erica Terpstra. NierNieuws, 21. Oktober 2011, abgerufen am 23. Juli 2021 (niederländisch).