Mâcon

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Mâcon
Wappen von Mâcon
Mâcon (Frankreich)
Mâcon
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Saône-et-Loire (Präfektur)
Arrondissement Mâcon
Kanton Chef-lieu von
Mâcon-1
Mâcon-2
Gemeindeverband Mâconnais Beaujolais Agglomération
Koordinaten 46° 18′ N, 4° 50′ OKoordinaten: 46° 18′ N, 4° 50′ O
Höhe 167–347 m
Fläche 27,04 km2
Einwohner 33.456 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 1.237 Einw./km2
Postleitzahl 71000
INSEE-Code
Website http://www.macon.fr/

Mâcon, Pont Saint-Laurent

Mâcon [maˈkõ] ist eine französische Stadt mit 33.456 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2014) an der Saône, etwa 60 km nördlich von Lyon. Sie ist Präfektur des Départements Saône-et-Loire in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Die umgebende Landschaft, das Mâconnais, entspricht etwa dem Arrondissement Mâcon.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. an einer Furt der Saône durch den keltischen Stamm der Äduer (Häduer) unter dem Namen Matisco gegründet. Die Römer errichteten hier ein befestigtes Castrum, wodurch die Stadt wuchs. Im 4. Jahrhundert erhielt sie eine Befestigung.

Im 6. Jahrhundert eroberten die Franken das Gebiet und Mâcon wurde 536 zum Bistum erhoben. 585 fand die Synode von Mâcon statt.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter kaufte Ludwig der Heilige die Grafschaft und Mâcon wurde Hauptsitz von Burgund. Im Hundertjährigen Krieg wurde Mâcon stark zerstört. Die Bewohner bauten die Stadt wieder auf, die nun zum Herrschaftsgebiet von Karl dem Kühnen gehörte. Nach dessen Tod bestätigte Ludwig XI. im Jahr 1477 dem Grafen von Mâcon die Stadtprivilegien.[1]

16. bis 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch ihre Lage am Fluss Saône war die Stadt für französische Herrscher von strategischer Bedeutung. Karl IX. von Chalon, der Gerichtshof, die königliche Hofgesellschaft, Heinrich von Navarra (Herzog des Anjou) sowie Kardinäle aus Bourbon und Lothringen machten hier im 16. Jahrhundert Station. Mâcon beherbergte während der Religionskriege auch Schweizer und deutsche Söldner.

Im September 1602 wurde der Ort durch lang anhaltenden Dauerregen überflutet.

1790 wurde Mâcon Hauptstadt des neu geschaffenen Départements Saône-et-Loire.

1814 wurde die Stadt von der österreichischen Armee erobert. Französische Truppen konnten sie noch einmal kurzzeitig zurückgewinnen, doch 1815 wurde sie erneut von den Österreichern besetzt.[1]

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mâcon von der Saône aus gesehen

Im Zweiten Weltkrieg gehörte Mâcon bis 1942 zur Freien Zone zwischen Paris und Lyon. Danach besetzte die deutsche Wehrmacht Stadt und Umgebung; unter Jean de Lattre de Tassigny wurde Mâcon befreit, nachdem die Alliierten am 4. September 1944 in der Provence gelandet waren.

1974 erhielt Mâcon den vom Europarat gestifteten Preis von Europa.[1]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Rot drei (2;1) silberne Ringe.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • alte Kathedrale St. Vincent (Erstbau aus dem 6. Jahrhundert), 1799 abgerissen und am Place St. Vincent in der heutigen Form neu errichtet
  • neue Kathedrale St. Vincent am Place Lamartine
  • Kirche St. Pierre, um 1860 fertiggestellt
  • ein aus Holz 1490–1510 erbautes Wohnhaus, mit unzähligen geschnitzten Figuren geschmückt
  • ein ehemaliges Ursulinerinnen-Kloster aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, seit 1968 Museum
  • Pont Saint Laurent, eine Steinbrücke über die Saone, die auf das 11. Jahrhundert zurückgeht. 1221 wurde die Brücke rüstungstechnisch zur Verteidigung der Stadt ausgebaut: Bei Gefahr konnten eiserne Ketten in den Fluss herabgelassen werden, die den Fluss unpassierbar machten. In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Brücke um fünt weitere Bögen verlängert, um den Lauf des Flusses in Richtung Bresse abzuleiten und dadurch die Gefahr von Überschwemmungen, die die Stadt regelmäßsig heimsuchten, zu vermindern.

Wirtschaft und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftlich von Bedeutung sind Industriebetriebe (Metall, Druckereien, Herstellung von Baufahrzeugen) und Einrichtungen für den Tourismus[1] sowie Wein (vor allem Weißwein) aus dem großen Anbaugebiet Mâconnais; siehe auch Burgund (Weinbaugebiet).

  • fünf Hochschulen, vier Lyzeen
  • ein Lehrerbildungsinstitut
  • eine private Informatikerschule
  • Schifffahrtszentrum
  • Kulturzentrum, Bibliothek

Auf sportlichem Gebiet haben insbesondere die Frauenfußballerinnen des Racing Club Flacé-lès-Mâcon in den 1980er und frühen 1990er Jahren landesweit Erfolge gefeiert.

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mâcon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Mâcon – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Informationen zusammengestellt aus der französischen Wikipediaseite und einer Handreichung des Kreuzfahrtunternehmens CroisiEurope im Juni 2012.