Debrecener Operation

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Debrecener Operation (russisch Дебреценская операция), benannt nach der ungarischen Stadt Debrecen, war eine Offensive der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg, die vom 6. bis zum 27./28. Oktober 1944 dauerte.

Truppenstärke[Bearbeiten]

Die 2. Ukrainische Front unter Rodion Malinowski verfügte über 10.200 Geschütze, 825 Panzer und 1.100 Flugzeuge. Ihnen gegenüber stand die deutsche Heeresgruppe Süd unter Generaloberst Johannes Frießner (8. und 6. deutsche Armee, 2. ungarische Armee) und drei Divisionen der Heeresgruppe F mit 3.500 Geschützen, 300 Panzern, 500 Flugzeugen der Luftflotte 4.[1]

Verlauf[Bearbeiten]

Fünf deutsche Panzerdivisionen wurden hierhin verlegt und führten starke Gegenschläge (7.–15. Oktober) gegen die in Richtung Debrecen vorrückende Rote Armee; es gelang ihnen, einige Einheiten einzuschließen. Die Rote Armee durchbrach jedoch den Ring und nahm am 20. Oktober die Stadt ein.[2] Am 23. Oktober wurde die Panzerkavalleriegruppe vom General Issa Plijew bei Nyíregyháza eingeschlossen, der es aber in erbitterten Kämpfen (23.–27. Oktober) gelang, sich zu entsetzen. Gleichzeitig erzielte die Rote Armee südwestlich von Debrecen einen Durchbruch und eroberte einen Brückenkopf am Fluss Theiß.[3]

Verluste und Folgen[Bearbeiten]

Die Rote Armee stieß 130–275 km nach Westen vor, zerschlug 10 Divisionen der Achsenmächte, nahm 42.000 Soldaten gefangen, vernichtete 915 Panzer, 416 Flugzeuge und acht Panzerzüge, erbeutete 138 Panzer, 856 Geschütze, 386 Flugzeuge und 10.000 Gewehre und Maschinenpistolen,[1] vollendete die Einnahme Rumäniens, kontrollierte nun 29 % des Territoriums (bzw. 25 % der Bevölkerung) Ungarns, half der 4. Ukrainischen Front in der Karpaten-Uschgoroder Operation[3] und verlor insgesamt 84.000 Mann.[2]

Am 29. Oktober nahm die 2. Ukrainische Front fast ohne Vorbereitungszeit an der Schlacht um Budapest teil.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Informationen zum Befreiungskampf in der Tschechoslowakei, Jugoslawien und Ungarn beim Russischen Verteidigungsministerium (russisch)
  2. a b c Debrecener Operation bei hronos.km.ru (russisch)
  3. a b Informationen zur Debrecener Operation beim Russischen Verteidigungsministerium (russisch)

Weblinks[Bearbeiten]