Deutsche Botschaft Pjöngjang

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DeutschlandDeutschland Deutsche Botschaft Pjöngjang
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Staatliche Ebene bilateral
Stellung der Behörde Botschaft
Aufsichts­behörde(n) Auswärtiges Amt
Bestehen seit 1. März 2001
Hauptsitz Korea NordNordkorea Pjöngjang
Botschafter Pit Heltmann
Website https://pjoengjang.diplo.de/
Deutsche Botschaft im Munsudong District in Pjöngjang.

Die Deutsche Botschaft Pjöngjang ist die offizielle diplomatische Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea). Derzeitiger deutscher Botschafter ist Pit Heltmann.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude der Botschaft befindet sich in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang im Ortsteil Munsu-dong des Stadtbezirks Taedonggang-guyŏk.[1] Es diente vorher als Botschaft der DDR.[2] Nach der Wiedervereinigung diente das Gebäude als Botschaft Schwedens.[3] Aktuell befinden sich in dem Gebäudekomplex neben der deutschen und der schwedischen auch die britische Botschaft.[4] Zur Nutzung durch die Bundesrepublik wurde es vorher sowohl innen als auch außen umfassend saniert und renoviert.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DDR unterhielt seit 1949 diplomatische Beziehungen zu Nordkorea.[5] Letzter Botschafter der DDR war Klaus Zorn. Nach der Wende in Deutschland wurde die Botschaft der DDR in Pjöngjang ab dem 21. Januar 1991[1] zunächst zu einer Ständigen Vertretung der Bundesrepublik[5] und zum 1. März 2001 in eine Botschaft umgewandelt.[1] Als Schutzmacht agierte bis zur Aufnahme regulärer diplomatischer Beziehungen 2001 das Königreich Schweden. Diplomatische Beziehungen zwischen den beiden Ländern bestehen seit 2001. Offizielle Besuche einer deutschen Delegation auf Ministerebene gab es bisher nicht in Nordkorea. Ebenso wurde in Deutschland noch keine nordkoreanische Delegation begrüßt.

Als sich der Korea-Konflikt im Jahr 2013 verschärfte, empfahl Nordkorea neben weiteren Staaten auch der Bundesrepublik ihre Botschaft in Pjöngjang zu räumen, da sie im Falle einer Eskalation ab dem 10. April nicht mehr für deren Sicherheit garantieren könne.[6] Deutschland gab jedoch bekannt, seine acht Diplomaten in Nordkorea zunächst nicht abziehen zu wollen.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Adresse der deutschen Auslandsvertretung in Nordkorea. In: Auswärtiges Amt. Abgerufen am 1. Oktober 2018.
  2. a b Informationen zur Botschaft auf den Seiten der KS Gebäudetechnik (Memento vom 10. November 2017 im Internet Archive)
  3. Diplomatie: Große Bereicherung. In: Der Spiegel. Band 5, 28. Januar 1991 (spiegel.de [abgerufen am 1. Oktober 2018]).
  4. Fotografie des Eingangs der Botschaft
  5. a b Beziehungen zwischen Nordkorea und Deutschland. In: Auswärtiges Amt. Abgerufen am 1. Oktober 2018.
  6. Deutschland soll Botschaft räumen, FAZ vom 5. April 2013
  7. Deutschlands Diplomaten bleiben in Nordkorea. In: MOZ.de. (moz.de [abgerufen am 1. Oktober 2018]).

Koordinaten: 39° 1′ 22,6″ N, 125° 47′ 31,7″ O