Deutsche Botschaft Washington, D.C.

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DeutschlandDeutschland Deutsche Botschaft Washington, D.C.
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Staatliche Ebene bilateral
Stellung der Behörde Botschaft
Aufsichts­behörde(n) Auswärtiges Amt
Bestehen seit 1964
Hauptsitz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Washington, D.C.
Botschafter Peter Wittig
Website www.washington.diplo.de
Deutsche Botschaft in der Reservoir Road

Die Deutsche Botschaft Washington ist die höchste diplomatische Vertretung Deutschlands in den Vereinigten Staaten. Das Gebäude der Deutschen Botschaft befindet sich nordwestlich des Stadtzentrums von Washington, D.C. in der Reservoir Road NW #4645.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges deutsches Botschaftsgebäude

Einer der ersten Schritte in den offiziellen deutsch-amerikanischen Beziehungen ist ein Handelsabkommen von 1785 zwischen Preußen und den Vereinigten Staaten.[1] 1817 wurde mit Friedrich von Greuhm der erste preußische Gesandte entsandt. Er ist der einzige deutsche Botschafter, der in den Vereinigten Staaten beerdigt ist.[2] 1848 waren die Vereinigten Staaten der einzige ausländische Staat, der die Frankfurter Nationalversammlung anerkannte. Nach der Reichsgründung 1871 nahm das Deutsche Reich diplomatische Beziehungen mit den USA auf. Das Botschaftsgebäude befand sich zu diesem Zeitpunkt an der Massachusetts Avenue zwischen der 14. und 15. Straße.[3] In den Folgejahren beteiligte sich die Botschaft am heutigen Busch-Reisinger Museum der Harvard University. Daneben gab es einen Austausch im wissenschaftlichen und militärischen Bereich. So besuchten etwa amerikanische Offiziere deutsche Militärakademien.[1] Mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges verschlechterten sich die Beziehungen. Der uneingeschränkte U-Boot-Krieg und ein Bündnisangebot an Mexiko (Zimmermann-Depesche) führten schließlich zur Kriegserklärung der USA an das Deutsche Reich.

Die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen erfolgte 1921 mit der Entsendung von Dr. Lang. Nach einer Phase der Normalisierung führte die Machtübernahme der Nationalsozialisten erneut zu einer Verschlechterung des Verhältnisses. Als Reaktion auf die vom nationalsozialistischen Regime reichsweit organisierten Gewaltmaßnahmen gegen Juden (Pogrom) im November 1938 riefen die USA ihren Botschafter aus Berlin zurück, was dann auch mit dem deutschen Botschafter geschah.[4] Mit der Versenkung von alliierten Handelsschiffen im Atlantik durch deutsche U-Boote und deren Geleitschutz durch die US-Marine, gab es bereits vor der Kriegserklärung an die USA 1941 militärische Konfrontationen. Der Eintritt in den Zweiten Weltkrieg führte schließlich zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen.

1949 wurde aus den drei westlichen Besatzungszonen die Bundesrepublik gegründet, welche im Jahr darauf Heinz Krekeler als Botschafter in die USA entsendet. Eine militärische Kooperation beider Staaten existiert seit der deutschen Wiederbewaffnung und dem Beitritt zum Nordatlantikpakt 1955.

In den Jahren zwischen 1962 und 1964 wurde das Botschaftsgebäude nach einem Entwurf von Egon Eiermann gebaut.[5] Es handelt sich um den einzigen Bau dieses Architekten außerhalb von Deutschland.[6] 2010 bis 2014 wurde es renoviert. Die Deutsche Botschaft kehrte im Juli 2014 wieder zurück. Seit 2010 waren an dem Gebäude unter anderem energetische Sanierungsmaßnahmen vorgenommen worden. Diese beinhalteten etwa das Anbringen einer Solaranlage, eine Modernisierung der Hausklimatisierung sowie den Einbau eines LED-Beleuchtungssystems.[7]

Residenz des deutschen Botschafters
Siegelmarke Kaiserlich Deutsche Botschaft in Washington

Mit der Wiedervereinigung wurde 1990 Jürgen Ruhfus erster gesamtdeutscher Repräsentant in Washington nach dem Zweiten Weltkrieg. 1994 wurde in direkter Nachbarschaft der Botschaft die von Oswald Mathias Ungers gestaltete Residenz des Botschafters fertiggestellt.

Botschafter von 2011 bis 2014 war Peter Ammon. Er wechselte 2014 nach London; sein Nachfolger ist Peter Wittig.[8]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeit der deutschen Botschaft gliedert sich in die Fachbereiche Politische Abteilung, Wirtschaft, Wissenschaft, Arbeit und Soziales, Finanzen und Steuern sowie Landwirtschaft und Verkehr. Des Weiteren beherbergt die Botschaft ein Presse- und Kulturreferat, ein Verwaltungsreferat und den Stab des Militärattachés.[9] Außerdem befindet sich auf dem Gelände ein Konsulat.

Liste der deutschen Botschafter in den USA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preußische Gesandte und Gesandte des Norddeutschen Bundes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Botschafter des Deutschen Reichs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaiserliche Botschafter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Botschafter der Weimarer Republik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Botschafter zur Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Botschafter der Bundesrepublik Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b History of German American Relations: The first two centuries, Webseite der deutschen Botschaft.
  2. First German Diplomatic Representative Left Impression on Washington, Webseite der deutschen Botschaft.
  3. Beschreibung des Botschaftsgebäudes, New York Times vom 25. Juni 1899, abgerufen am 7. Februar 2009.
  4. History of German American Relations: The Deepest Crisis, Webseite der deutschen Botschaft.
  5. [1], Webseite des BBR.
  6. Angaben auf der Seite der deutschen Botschaft in Washington, abgerufen am 20. Januar 2015.
  7. Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Webseite des Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung über die Sanierung der Deutschen Botschaft.
  8. Meldung über Botschafterernennungen, spiegel.de, 15. Januar 2014, abgerufen am 20. Januar 2014.
  9. Auswärtiges Amt: USA – Deutsche Vertretungen.
  10. Ernennung von Bundesgesandten bei auswärtigen Mächten. Vom 21. Februar 1868 bei Wikisource

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: German Embassy, Washington, D.C. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 38° 54′ 52″ N, 77° 5′ 19″ W