Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank

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  Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank Aktiengesellschaft
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Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Hamburg
Rechtsform Aktiengesellschaft[1]
Bankleitzahl 200 904 00[2]
BIC DGHY DEH1 XXX[2]
Gründung 1921
Website www.dghyp.de
Geschäftsdaten 2016[3]
Bilanzsumme 36.696 Mio. Euro
Einlagen 8.480 Mio. Euro
Kundenkredite 27.878 Mio. Euro
Mitarbeiter 465
Leitung
Vorstand Georg Reutter (Vors.)
Manfred Salber
Aufsichtsrat Uwe Berghaus (Vors.)

Die Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank Aktiengesellschaft (kurz DG HYP) mit Sitz in Hamburg ist die Immobilienbank der Genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken und eine der führenden Pfandbriefbanken in Deutschland. Das Kerngeschäft der hundertprozentigen Tochtergesellschaft der DZ Bank ist die gewerbliche Immobilienfinanzierung, die die DG HYP mit Investoren und als Partner der rund 1000 Volksbanken und Raiffeisenbanken betreibt. Darüber hinaus begleitet die DG HYP deutsche Kunden in selektive Auslandsmärkte. Im Fokus der gewerblichen Immobilienfinanzierung stehen die Kernsegmente Büro, Wohnungsbau und Handel. Zudem deckt die DG HYP die Spezialsegmente Hotel, Logistik und Sozialimmobilien im Bereich ihrer Kreditrisikostrategie ab. Zielgruppen sind private und institutionelle Investoren, Wohnungsunternehmen, Projektentwickler und Bauträger. Deutschlandweit ist die DG HYP mit sechs Immobilienzentren in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München sowie mit fünf Regionalbüros in Hannover, Kassel, Leipzig, Mannheim und Nürnberg vertreten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DG HYP wurde 1921 von der Preußischen Zentralgenossenschaftskasse – der späteren DG Bank und heutigen DZ Bank – in Berlin gegründet und war das erste genossenschaftseigene Realkreditinstitut im Genossenschaftswesen. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs stand der Wiederaufbau im Mittelpunkt. Die DG HYP verlegte ihren Hauptsitz von Berlin nach Hamburg und legte den Schwerpunkt des Geschäfts auf die private Baufinanzierung. Der zunehmende Wohlstand in der Bundesrepublik in den 1960er und 1970er Jahren und der damit verbundene Wunsch nach größerem Wohnraum wirkte sich positiv auf die Entwicklung der DG HYP aus: Von 1955 bis 1970 stieg die Bilanzsumme von 213 Millionen DM auf rund 4 Milliarden DM. Nach der Wiedervereinigung 1990 half die DG HYP beim Aufbau von genossenschaftlichen Strukturen in Ostdeutschland. Im Jahr 1993 wurde die Braunschweigische Ritterschaftliche Hypothekenbank AG (bis 1988 Braunschweigisches Ritterschaftliches Creditinstitut, gegründet 1862)[4] in das Unternehmen integriert.

2002 folgte die Eingliederung der Schleswig-Holsteinische Landschaft Hypothekenbank AG (bis 1995 Schleswig-Holsteinische Landschaft Körperschaft des öffentlichen Rechts, gegründet 1895). 2007 scheiterte eine Fusion mit der Münchener Hypothekenbank. Im gleichen Jahr gab man das private Immobilienfinanzierungsgeschäft auf. Anfang 2008 hat sich die DG HYP als gewerbliche Immobilienbank der genossenschaftlichen FinanzGruppe neu ausgerichtet. Das private Baufinanzierungsgeschäft wurde innerhalb der DZ BANK Gruppe bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall konzentriert. Heute gehört die DG HYP zu den führenden Anbietern gewerblicher Immobilienfinanzierungen in Deutschland.

Kennzahlen 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neugeschäft

  • Gewerbliches Immobilienkreditgeschäft 7,4 Mrd. Euro[3]

Bestände

  • Immobilienkredite 19,7 Mrd. Euro
  • Originäre Kommunalkredite 6,1 Mrd. Euro
  • Pfandbriefe und sonstige Schuldverschreibungen 19,3 Mrd. Euro

Beteiligungen/Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • VR Wert Gesellschaft für Immobilienbewertung mbH als 100-prozentiges Tochterunternehmen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. zu 100 Prozent im Besitz der DZ BANK AG (direkt und indirekt)
  2. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  3. a b Geschäftsbericht 2016
  4. „Stammbaum“ der operativen vdp-Mitgliedsinstitute Dokumentation und grafische Darstellung der Rechtsvorgänger. Verband deutscher Pfandbriefbanken, Januar 2014, S. 12, abgerufen am 16. Januar 2014 (PDF; 963 kb).

Koordinaten: 53° 33′ 13″ N, 10° 0′ 5″ O