Münchener Hypothekenbank

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Münchener Hypothekenbank eG
Logo Münchenerhyp.png
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz München
Rechtsform Eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 701 105 00[1]
BIC MHYP DEMM XXX[1]
Gründung 1896 in München als Bayerische Landwirthschaftsbank
Verband Genossenschaftsverband Bayern
Website www.muenchenerhyp.de
Geschäftsdaten 2014[2]
Bilanzsumme 36,34 Mrd. Euro
Einlagen 13,13 Mrd. Euro
Kundenkredite 28,18 Mrd. Euro
Mitarbeiter 462
Geschäftsstellen 11
Mitglieder 75.629
Leitung
Vorstand Louis Hagen (Sprecher),
Bernhard Heinlein,
Michael Jung
Aufsichtsrat Konrad Irtel (Vorsitzender)
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland

Die Münchener Hypothekenbank eG, kurz MünchenerHyp oder MHB, ist weltweit die einzige Hypothekenbank in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft. Anteilseigner der MünchenerHyp sind Primärbanken, genossenschaftliche Zentralbanken und ca. 80.000 Mitglieder/Eigentümer. Die MünchenerHyp ist Mitglied im Verband deutscher Pfandbriefbanken, im Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und im Genossenschaftsverband Bayern. Es wird regelmäßig eine Dividende ausgeschüttet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde am 2. Dezember 1896 als Bayerische Landwirthschaftsbank gegründet und wurde vom Genossenschaftssektor sowie der damaligen Königlich Bayerischen Staatsregierung des Prinzregenten Luitpold unterstützt. Der Bayerische Staat gewährte als Gründungshilfe ein unverzinsliches Kapital von einer Million Goldmark und einen verzinslichen Betriebsvorschuss über eine Million Goldmark.

Ursprünglich sollte sich die Bayerische Landwirthschaftsbank auf dem agrarwirtschaftlichen Sektor engagieren, erweiterte jedoch im Laufe der Zeit ihre Geschäftsfelder hin zu einer umfassenden Hypothekenbank. 1971 wurde das Unternehmen daher in Münchener Hypothekenbank umbenannt.

Die Münchener Hypothekenbank ist eng mit dem Haus Wittelsbach verbunden: Schon 1897 gestattete Prinzregent Luitpold der Bank die Führung der bayerischen Königskrone in ihrem Siegel und bis 2011 war mit Max Emanuel Prinz von Bayern ein Mitglied des Hauses stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Die Münchener Hypothekenbank ist eine der mitgliederstärksten Genossenschaftsbanken und einer der wenigen eigenständigen Pfandbriefbanken in Deutschland. Die Anteilseigner der Bank sind größtenteils Kunden.

Am 26. Oktober 2014 wurde bekannt, dass die Münchener Hypothekenbank beim Banken-Stresstest der Europäischen Zentralbank als einziges deutsches Institut durchgefallen war, weil sie im Überprüfungszeitraum eine „nominelle Kapitallücke“ aufwies. Diese sei jedoch im Laufe des Jahres 2014 bereits geschlossen worden, teilten die Deutsche Bundesbank und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mit.[3] Nach Angaben von Louis Hagen, Sprecher des Vorstandes der Bank, hatte die Bank, „von Anfang an keine Chance, den Test zu bestehen“ und wegen der bekannten Kapitallücke eine Kapitalerhöhung durchgeführt.[4]

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überschrift 2010 2011 2012 2013 2014
Bilanzsumme (Mrd. €) 35,225[5] 37,348[5] 36,643[6] 34,898[7] 36,340[8]
Mitarbeiterzahl 366[5] 375[5] 410[6] 436[7] 462[8]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludwig Hüttl: Ursprung, Wandel, Fortschritt. Von der Bayerischen Landwirthschaftsbank eGmbH zur Münchener Hypothekenbank eG 1896–1996. Selbstverlag, München 1996/97.
  • Erich Rödel: 110 Jahre Münchener Hypothekenbank. Rückblick, Gegenwart und Perspektiven. In: Historischer Verein Bayerischer Genossenschaften, Genossenschaftsverband Bayern (Hrsg.): „Genossenschaften – Auf festem Fundament die Zukunft gestalten“ (= Schriftenreihe zur Genossenschaftsgeschichte. Band 8). Mediengruppe Universal, München 2007, ISBN 978-3-00-022124-8, S. 146–160.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Geschäftsbericht 2014 (PDF; 4,2 MB)
  3. Münchener Hypothekenbank bei EZB-Tests durchgefallen. Bericht vom 26. Oktober 2014 im Portal derwesten.de, abgerufen am 26. Oktober 2014
  4. Andrea Rexer: Die Bank, die durch den Stresstest fiel. In: Süddeutsche Zeitung. 10. Januar 2015, abgerufen am 10. Januar 2015.
  5. a b c d Geschäftsbericht 2011 (PDF; 5,1 MB)
  6. a b Geschäftsbericht 2012 (PDF; 6,8 MB)
  7. a b Geschäftsbericht 2013 (PDF; 6,3 MB)
  8. a b Geschäftsbericht 2014 (PDF; 4,2 MB)

Koordinaten: 48° 8′ 25″ N, 11° 35′ 3″ O