Didi & Stulle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Didi & Stulle ist der Titel einer Comicreihe von Philip Tägert alias Fil, die von Januar 1997 bis Mai 2015 zweiwöchentlich als Einseiter im Berliner Stadtmagazin zitty erschien.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden berlinernden Schweine Dieter Kolenda (Didi) und Andreas Stullkowski (Stulle) aus dem Märkischen Viertel in Berlin sind Prototypen des Prolls. Besonders Didi ist stark überzeichnet. Er wird von Stulle verehrt und bewundert. Didi ist dumm, dick und angeberisch, Stulle hingegen klein (oft nur Kniehöhe Didis) und schüchtern. In den ausufernden Wortgefechten mit Didi unterliegt er regelmäßig, zum Teil allerdings nur scheinbar. Ein Running Gag ist die latente Homosexualität von Didi, die er sehr oft dadurch zu kaschieren sucht, dass er Stulle als schwul diffamiert.

Der Handlungsort ist Berlin. Dort und an anderen Orten (wie dem Nordpol, Sachsen-Anhalt, dem Weltraum oder der Hölle, im Comic ein Abbild der Perleberger Straße in Berlin-Moabit) haben die Helden meist unfreiwillig Abenteuer zu bestehen. Immer wieder auftauchende Figuren sind der Psychotherapeut „Der Rainer“ (seit 20 Jahren ohne staatliche Fördermittel), Frau Stullkowski (Stulles Mutter) und Gott (Stulles unehelicher Vater).

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Auswahl der Comics aus der Zitty erschien ab 1998 auch in Buchform beim Verlag reprodukt. Seit Band 9 Didi & Stulle – Im Auftrag der Kanzlerin erscheinen die Alben im Zitty Verlag. Bisher erschienen zehn Bände und drei Sonderbände.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 erhielt die Comicserie bei der Verleihung des ICOM Independent Comic Preises den Sonderpreis der Jury für eine bemerkenswerte Comicpublikation.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rochus Hahn: Sonderpreis der Jury für eine bemerkenswerte Comicpublikation: „Didi und Stulle 1–7“ von Fil (Reprodukt). Interessenverband Comic e.V., 2008, abgerufen am 3. Dezember 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]