Die Warriors

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Filmdaten
Deutscher Titel Die Warriors
Originaltitel The Warriors
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1979
Länge ca. 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Walter Hill
Drehbuch David Shaber, Walter Hill
Produktion Lawrence Gordon, Frank Marshall, Joel Silver
Musik Barry De Vorzon
Kamera Andrew Laszlo
Schnitt David Holden
Besetzung

Die Warriors (Originaltitel: The Warriors) ist ein US-amerikanischer Film des Regisseurs Walter Hill aus dem Jahr 1979, der auf einem Roman von Sol Yurick basiert, der wiederum die Anabasis des Xenophon interpretiert.

Handlung[Bearbeiten]

New York City, Ende der 1970er Jahre: Die Stadt wird von hunderten Gangs bevölkert, die alle eine Waffenruhe einhalten, um Revierkämpfen vorzubeugen. Der Anführer der Riffs, Gangsterboss Cyrus, plant, alle Gangs zu einer riesigen „Armee der Nacht“ zu vereinigen, welche circa 60.000 Mitglieder zählen würde. Damit wäre diese „Armee“ der Polizei im Verhältnis 3:1 überlegen. Er beruft deshalb eine Versammlung im Van Cortlandt Park in der Bronx ein, zu der neun unbewaffnete Mitglieder jeder Gang eingeladen werden. Doch der Anführer der Rogues, Luther, erschießt ihn hinterrücks aus der Menge und wird dabei von Fox, einem Mitglied der Warriors, einer Gang aus Coney Island, gesehen.

Als kurz darauf die Polizei die Veranstaltung stürmt, fliehen alle Gangs. Als die Riffs den Mörder suchen, beschuldigt Luther die Warriors, Cyrus erschossen zu haben, worauf deren Gangleader Cleon von den Riffs getötet wird. Über einen Radio-Piratensender werden alle Gangs der Stadt von einem weiblichen DJ informiert, dass die Riffs die Warriors tot oder lebendig haben wollen. Alle Gangs der Stadt machen sich auf die Jagd nach den Warriors.

Die Warriors treten, ohne von den Anschuldigungen zu wissen, den Heimweg an. Dass etwas nicht stimmt, merken sie, als sie an einer U-Bahn-Station von einer anderen Gang, den Turnbull A.C.s, angegriffen werden. Sie entkommen aber in die U-Bahn. Auf dem Weg durch ein Elendsviertel werden sie von der dort ansässigen Gang Orphans, die nichts vom Mord an Cyrus wissen, gestellt, können aber durch Swans Verhandlungsgeschick zunächst passieren. Kurz darauf beschließt der Anführer der Orphans allerdings, doch den Kampf aufzunehmen. Durch einen Molotowcocktail und mit Mercy, einer lokalen Prostituierten, im Schlepptau gelingt es den Warriors zu entkommen.

An der nächsten U-Bahn-Station werden sie von einer Gruppe Polizisten angegriffen, wobei Fox von einem Polizisten vor die U-Bahn gestoßen wird und stirbt. Die Verbliebenen trennen sich.

Swan, Ajax, Snow und Cowboy nehmen den Weg durch einen Park und treffen dort auf eine weitere feindliche Gang, die Baseball Furies, besiegen sie und nehmen ihnen die Baseballschläger ab. Ajax bleibt zurück, belästigt eine Frau, die sich als Polizistin entpuppt und wird festgenommen. Sie teilen sich daraufhin wieder auf, um die anderen zu suchen.

Swan und Mercy gehen zur U-Bahn zurück, werden aber wieder von Polizisten angegriffen und fliehen in den U-Bahn-Schacht, wo sie sich näherkommen. Snow und Cowboy eilen zu einer anderen U-Bahn-Station. Vermin, Cochise und Rembrandt werden von einer Frauengang, den Lizzies, in eine Falle gelockt, entkommen aber im letzten Augenblick.

An der U-Bahn-Station „Union Street“ treffen sich alle wieder und kämpfen ein letztes Mal gegen eine andere Gang, die Punks. Nach ihrem Sieg und einer langen Fahrt kommen sie bei Sonnenaufgang in Coney Island an.

Die Rogues sind ihnen aber gefolgt und stellen sie am Strand. Als Swan Luther zum Zweikampf auffordert und Luther den Revolver zieht, mit dem er Cyrus erschossen hat, wirft Swan ihm ein Messer in den Arm (wie es Toshiro Mifune schon gegen den Pistolenschützen in Yojimbo getan hatte).

Die Riffs, die inzwischen von einem Zeugen erfahren haben, dass in Wirklichkeit Luther Cyrus' Mörder war, kommen am Strand an und stellen die Rogues. Masai, der Anführer der Riffs, der den ganzen Film über eine Pilotenbrille und schwarze Klamotten trägt, gesteht Swan zu, dass die Warriors ziemlich gut seien, worauf Swan stolz antwortet: „Wir sind die Besten!“.

Während die Warriors mit Mercy am Strand entlang weggehen, sieht man, wie die Rogues samt ihrem Boss Luther von einer riesigen, schwer bewaffneten Menge von Riffs umzingelt werden und langsam schreiend in ihr untergehen.

Kritik[Bearbeiten]

In Deutschland wurde der Film von der Kritik weniger als Filmwerk, denn als soziologisches Phänomen wahrgenommen. So zum Beispiel im Nachrichtenmagazin Der Spiegel vom 9. Juli 1979, wo er für Jugendgewalt verantwortlich gemacht wird [1].

Trivia[Bearbeiten]

Der Film erhielt ursprünglich eine FSK-Freigabe nicht unter 18 Jahren. 1983 stellte die Bundesprüfstelle eine Jugendgefährdung fest und indizierte den Film. Nach 18 Jahren wurde der Film vorzeitig vom Index gestrichen und erhielt bei einer Neuprüfung 2013 eine FSK-Freigabe ab 12.

Der Film bestach damals durch seinen Comic-Look und wurde im Lauf der Jahrzehnte zu einem Teil vor allem US-amerikanischer Popkultur. Auch heute werden immer noch Bezüge zu The Warriors hergestellt, wie beispielsweise in dem Musikvideo zum Song „Fight Music“ der Gruppe D12.

Außerdem existiert eine Videospiel-Adaption des Filmes von Rockstar Vancouver/Rockstar Games (2005), die in Deutschland jedoch nie offiziell erschienen ist, siehe: The Warriors (Computerspiel).

Am 23. Oktober 2009 wurde auf Xbox Live und im Playstation Network ein Arcade Spiel mit dem Namen „The Warriors: Street Brawl“ veröffentlicht. In einem klassischen Sidescrolling-Prügler spielt man hier den Film mit der Flucht nach Coney Island nach.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Liebe Jungs“ – Der Spiegel vom 9. Juli 1979